Woran erkenne ich, dass ich gut schlafe?

Woran erkenne ich, dass ich gut schlafe?

guter-Schlaf-1Mittlerweile ist wohl kein Geheimnis mehr, dass wir den nächtlichen Schlaf in ausreichender Menge benötigen, um uns optimal von den Anstrengungen des Tages zu erholen.

Zudem benötigt unser Körper die nächtliche Ruhe, um sich zu regenerieren und neue Kraft zu tanken. Ist ein guter Schlaf immer nur von der Schlafdauer abhängig? Oder schlafen Frühaufsteher automatisch besser als die bekannten „Nachteulen“?

Doch welche Faktoren sprechen für einen guten Schlaf, und woran erkennt man, ob man tatsächlich gut schläft? Mit diesen Fragen beschäftigen wir uns heute etwas genauer.

4 Faktoren, die auf einen guten Schlaf hindeuten

Zunächst ein kleiner Selbsttest:

1. Schlafen Sie innerhalb von 30 Minuten oder auch schneller ein, wenn Sie sich abends ins Bett legen?

2. Wachen Sie nachts gar nicht oder nur einmal kurz auf?

3. Können Sie nach dem Wachwerden in der Nacht innerhalb weniger Minuten oder nach maximal 20 Minuten wieder einschlafen?

4. Würden Sie sagen, dass Sie von der Zeit, die Sie nachts im Bett verbringen, gut 85% schlafen?

Wenn Sie die meisten dieser Fragen mit einem klaren „Ja“ beantworten können, haben Sie einen guten Schlaf. Denn es ist wissenschaftlich erwiesen, dass es die Faktoren der Einschlafzeit, des Wachwerdens und des Wiedereinschlafens sowie der Schlafdauer sind, die einen guten oder schlechten Schlaf definieren.

Dabei kann man natürlich nicht alles über einen Kamm scheren, wie man so schön sagt. Wenn Sie beispielsweise nur gut 75% schlafend im Bett verbringen, ist immer noch alles im grünen Bereich. Wichtig ist prinzipiell das eigene Empfinden am nächsten Tag. Fühlen Sie sich fit und ausgeruht, dann hatten Sie ausreichend guten Schlaf.

Hingegen können Abgespanntheit, Konzentrationsstörungen oder auch verminderte Leistungsfähigkeit zum Beispiel ein Indiz dafür sein, dass Sie nicht gut geschlafen haben. Möglicherweise liegt dann auch eine ernstzunehmende Schlafstörung vor.

Ab wann gilt ein unruhiger Schlaf als Störung?

Natürlich kann es immer mal wieder vorkommen, dass man nicht genauso gut wie in der Nacht zuvor schläft. Das kann viele Gründe haben. Während die einen vielleicht durch die Wechseljahre hin und wieder nachts zu Schweißausbrüchen neigen, anderen die Mondphasen stark zusetzen, schrecken andere aus dem Schlaf hoch, weil sie vielleicht schlecht geträumt haben. Eine wirklich ernsthafte Störung liegt dann vor, wenn über einen längeren Zeitraum:

• die Schlafdauer weniger als 4 Stunden oder länger als 14 Stunden beträgt
• die Einschlafphase bereits länger als 30 Minuten dauert
• die Aufwachzeiten häufiger pro Nacht stattfinden und das Einschlafen danach nur schwer oder gar nicht möglich ist

Gerade der Umstand, dass man öfter in der Nacht hellwach liegt und sich schwertut, wieder einzuschlafen, lässt auf eine massive Schlafstörung schließen. Denn in diesem Fall sind die individuellen Schlafphasen deutlich gestört und es kann nicht mehr innerhalb eines Schlafzyklus zur benötigten Entspannungsphase für den Körper kommen.

Diese Schlafstörungen können sowohl physische als auch psychische Ursachen haben. Sollte es über einen langen Zeitraum, sprich 4 Wochen in Folge, dazu kommen, dass ein oder mehrere Merkmale von solchen Störungen auftreten, sollte unbedingt der Arzt konsultiert werden, um mögliche Ursachen auszuschalten.

So einfach können Sie einen guten Schlaf beeinflussen

  • Die richtige Schlafumgebung -> Sorgen Sie durch ein kurzes Lüften vor dem Zubettgehen für ausreichend Sauerstoff im Raumklima. Darüber hinaus sollte der Raum, in dem Sie schlafen, nicht zu warm temperiert sein und möglichst abgedunkelt sein Ihr Bett sollte mit einer auf Sie abgestimmten Matratze ausgestattet sein und über einen dementsprechenden Lattenrost verfügen.
  • Der Verzicht auf störende Faktoren -> Um gut schlafen zu können, sollten Störfaktoren wie Licht, Geräusche oder auch Gerüche ausgeschalten werden. Selbst ein sonst wohlriechendes Raumdeo, welches über die Nacht immer wieder kleine Duftwolken absetzt, kann den Schlaf negativ beeinflussen.
  • Verzicht auf schwere Mahlzeiten und sportliche Anstrengung direkt vor dem Schlafen -> Während ein zu üppiges Essen direkt vor dem Schlafen den Organismus über Stunden wach hält, kann auch ein sehr anstrengender Waldlauf zu später Stunde die Einschlafzeit massiv verlängern und beeinträchtigen.
  • Gezielte Gedankenkontrolle ->  Probleme sollten nicht abends im Bett gewälzt werden. Besser ist es, mit allabendlich wiederkehrenden Ritualen eine gewisse Ruhe in Körper und Geist zu bringen. Meditations- und Atemübungen können beispielsweise eine gute Methode sein, um von belastenden Gedanken zu guten und angenehmen Gedanken zu kommen.
  • Nutzen von Einschlafhilfen -> Damit sind nicht etwa Pillen und Co gemeint, sondern vielmehr neben den Ritualen kleine Hilfen. So kann es durchaus wirksam sein, wenn Sie erst dann zu Bett gehen, wenn Sie sich auch wirklich müde fühlen. Sorgen Sie dann für warme Füße und Hände oder gähnen Sie mal kräftig. Sie werden sich wundern, wie schnell die Einschlafzeit damit verkürzt werden kann. Doch auch Hausmittel wie warme Milch mit Honig können eine nützliche Einschlafhilfe sein.
  • Kein Zwang -> Sofern es mit dem Einschlafen trotz allem nicht so schnell und gut klappt, dann erzwingen Sie nichts. Vielmehr sollten Sie nach gut 20 bis 30 Minuten vielleicht noch ein bisschen lesen oder malen. Auch das beruhigt die Seele und versetzt den Körper in einen angenehmen Ruhezustand, bei dem er sich gut entspannen kann.

Fazit

guter-Schlaf-2Ob man gut schläft, erkennt man hauptsächlich daran, ob man sich am kommenden Tag ausgeruht fühlt. Im Umkehrschluss bedeutet das, dass Menschen, die zwar ihrer Meinung nach die ganze Nacht durchgeschlafen haben, nicht zwangsläufig besser geschlafen haben. Sollte beispielsweise die Bettausstattung oder auch die Temperatur in der Schlafumgebung nicht perfekt abgestimmt sein, dann kann es ebenso zu Müdigkeit und Abgespanntheit am nächsten Tag kommen.

Darüber hinaus ist es aber nicht automatisch eine Schlafstörung, wenn man vielleicht doch mehrmals in der Nacht wach wird. Denn durch die Schlafphasen gelangt man über Nacht immer mal wieder in sogenannte Aufwachphasen, von denen man allerdings nicht immer etwas bemerkt. Wichtig ist hierbei, ob man danach immer wieder gut einschlafen kann. Ein guter Schlaf ist zudem unabhängig davon, ob man nun als Frühaufsteher oder eher als Nachteule gilt. Denn die Tiefschlafphasen sind entscheidend, nicht die Uhrzeit.

Wer gut schlafen will sollte allerdings ein wenig auf seinen Biorhythmus achten, denn auf diesen sind die individuellen Schlafphasen eingestellt. Hier kann es aber durchaus gerade im Urlaub oder an den Wochenenden zu kleineren Störungen der Zyklen kommen. Denn wer die ganze Woche sehr früh aufstehen muss, dementsprechend zeitig zu Bett geht und am Wochenende dann lange aufbleibt und lange schläft, bringt seine eigenen Schlafphasen beziehungsweise deren Zyklen durcheinander. Deswegen macht sich bei sehr vielen gerade am ersten Arbeitstag dann eine enorme Müdigkeit und Leistungsschwäche bemerkbar.

Fotos: © Antonioguillem, © baranq – Fotolia.com

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