Wozu braucht man eine Matratzenauflage?

21.08.2017 13:30  Von:: Oliver

Wozu braucht man eine Matratzenauflage überhaupt?

Etwa ein Drittel unseres gesamten Lebens verbringen wir im Bett und die Matratze ist während dieser Zeit großen Strapazen ausgesetzt. Der Mensch schwitzt im Schlaf, er verliert Hautschuppen, der dreht und wendet sich und sein gesamtes Gewicht lastet Nacht für Nacht auf der Matratze. Bedenkt man dann, dass Matratzen in der Regel für eine Nutzungsdauer von 10, 12 oder gar mehr Jahren angeschafft werden, bekommt man einen Eindruck davon, welchen Belastungen die Matratze in dieser Zeit standhalten muss.

Damit sie diese Belastungen ohne Beschädigungen und ohne Verschmutzungen und Verunreinigungen übersteht, sollte sie mit Matratzenschonern geschützt werden. Für die Liegefläche eignen sich da besonders gut Matratzenauflagen, die es in vielen unterschiedlichen Ausführungen gibt.

Matratzenauflage

Die unterschiedlichen Matratzenauflagen

Matratzenauflagen gibt es in sehr vielen Variationen.

Generell lässt sich unterscheiden zwischen

  • dünneren Matratzenauflagen
  • dickeren, gefüllten und abgesteppten Matratzenauflagen, die oft auch als Unterbetten bezeichnet werden
  • beschichteten, wasserdichten oder wasserabweisenden Matratzenauflagen
  • Topper

Sie alle zählen zu den Matratzenauflagen und dienen unter anderem dem Zweck, die Matratze vor Beschädigung und Verschmutzung zu schützen und dafür zu sorgen, dass sie länger hält. Damit hören jedoch die Gemeinsamkeiten oft schon auf, denn die unterschiedlichen Matratzenauflagen haben sehr verschiedene Eigenschaften.

Während die Unterschiede zwischen Matratzenauflagen und Unterbetten in erster Line in der Dicke, dem Material und der Bezeichnung bestehen, unterschieden sich Topper erheblich von den Matratzenauflagen.

Matratzenauflagen/Unterbetten

  • werden mit vier Über-Eck-Gummis oder mittels einer umlaufenden Spannumrandung auf der Matratze befestigt
  • bestehen aus Baumwolle, Mikrofaser, Schafwolle oder ähnlichen Materialien
  • verändern die Liegeeigenschaften der Matratze nur gering oder gar nicht
  • haben Auswirkungen auf die Klimaregulation
  • sind maximal etwa 5 Zentimeter hoch

Topper

  • liegen ohne Befestigung auf der Matratze auf. Um das Rutschen zu verhindern gibt es spezielle Anti-Rutsch-Unterlagen
  • bestehen aus Kaltschaum, Viskoschaum oder Gelschaum
  • können die Liegeeigenschaften der Matratze und sogar den Härtegrad verändern
  • haben in der Regel weniger Auswirkungen auf die Klimaregulation
  • sind bis zu 20 Zentimeter hoch

Wer sich also eine Matratzenauflage anschaffen möchte, der muss zunächst einmal die Frage beantworten, welchen Zweck diese Matratzenauflage erfüllen soll.

Welche Matratzenauflage für welchen Zweck`?

So unterschiedlich wie die Materialien und Ausführungen der einzelnen Matratzenauflagen sind, so unterschiedlich sind auch ihre Verwendungszwecke.

Matratzenauflagen können eingesetzt werden, um

  • die Liegefläche der Matratze vor Verschmutzung und Beschädigung zu schützen
  • die Liegefläche der Matratze vor eindringenden Flüssigkeiten zu schützen
  • den Schlafkomfort zu erhöhen
  • wärmeisolierend oder kühlend zu wirken
  • die Liegeeigenschaften der Matratze deutlich zu verändern

Einen Schutz vor Verschmutzung und Beschädigung der Liegefläche bieten alle Matratzenauflagen. Je nach Ausführung bieten einige Matratzenauflagen jedoch mehr Schutz, während andere die Liegefläche zwar schützen, weil sie wie ein Puffer zwischen der Liegefläche und dem Körper liegen, in erster Linie aber den Schlafkomfort erhöhen sollen.

Wir schauen uns die einzelnen Auflagen und Ihre Verwendung genauer an:

Dünne Matratzenauflagen aus Baumwolle oder Mikrofaser:

  • sie bieten guten Schutz vor Verschmutzung, Abnutzung und Beschädigungen
  • sie sind atmungsaktiv und feuchtigkeitsregulierend und wirken sich positiv auf das Schlafklima aus
  • sie verändern das Liegegefühl nicht

Dickere Matratzenauflagen/Unterbetten:

  • sie schützen die Liegefläche vor Verschmutzungen, Abnutzung und Beschädigungen
  • sie sind atmungsaktiv, hautfreundlich und feuchtigkeitsregulierend
  • im Winter wärmen sie oft besonders gut.

Das gilt insbesondere für Unterbetten aus Schafswolle oder Lammflor

  • sie verschaffen ein weiches und bequemes Liegegefühl

Wasserabweisende und wasserdichte Matratzenauflagen:

  • sie bieten sehr großen Schutz für die Liegefläche und schützen die Matratze außerdem vor dem Eindringen von Flüssigkeit
  • sie sind atmungsaktiv und hautfreundlich
  • sie verändern das Liegegefühl nicht
  • sie haben in der Regel keinen Einfluss auf die Klimaregulation

Topper:

  • sie schützen die Liegefläche der Matratze vor Abnutzung, Verschmutzung und Beschädigung
  • sie verändern das Liegegefühl und können sogar den Härtegrad der Matratze verändern
  • sie sorgen durch Höhen von bis zu 20 Zentimetern für eine veränderte Liegehöhe und erleichtern so vielen Menschen das Hinlegen und Aufstehen
  • sie sind in der Regel mit einem hautfreundlichen und atmungsaktiven Bezug ausgestattet, haben jedoch wenig oder keinen Einfluss auf die Klimaregulation

Matratzenauflage

 

Wozu wird die Matratzenauflage nun gebraucht?

Schaut man sich die vielen unterschiedlichen Eigenschaften, Materialien und Verwendungszwecke der einzelnen Matratzenauflagen an, wird klar, dass sich diese Frage nicht so einfach beantworten lässt.

Zum Schutz der Liegefläche sollte man auf jeden Fall nicht auf die Matratzenauflage verzichten, denn sie schützt nicht nur vor Abnutzung und Beschädigung, sondern fängt auch jede Menge Verschmutzungen ab, die so gar nicht erst in das Innere der Matratze gelangen und sie sorgt so für jede Menge Hygiene und ein gesundes Schlafklima.

Abgestorbene Hautschuppen und Schweiß zum Beispiel werden von der Matratzenauflage aufgefangen und können bei der Wäsche ganz einfach beseitigt werden, ganz im Gegensatz zu Verschmutzungen, die ins Innere der Matratze gelangen und von dort kaum noch wieder zu entfernen sind.

Schon allein aus hygienischen Gründen sorgt die Matratzenauflage also für viele Vorteile:

  • Verunreinigungen wie Schweiß und Hautschuppen gelangen gar nicht erst in die Matratze.
  • Den allgegenwärtigen Hausstaubmilben wird so die Nahrungsgrundlage entzogen und sie vermehren sich weit weniger, was ein echter Vorteil für Allergiker ist.
  • Dank wasserdichter oder wasserabweisender Matratzenauflagen sind weder Inkontinenz noch ein kleines Malheur der Kinder ein Problem und auch wenn beim Frühstück im Bett der Kaffee umkippt, ist die Matratze gut geschützt.
  • Im Laufe der Jahre werden durch den Einsatz einer Matratzenauflage sehr viele Verschmutzungen von der Matratze ferngehalten und auch bei jahrelanger Benutzung bleibt die Matratze hygienisch unbedenklich.

Tipp: Eine Matratzenunterlage lässt sich im Fall des Falles immer besser und günstiger ersetzen als die Matratze, wenn wirklich einmal etwas passiert.

Die Matratzenauflage zu Verbesserung des Schlafkomforts

Neben dem Schutz der Matratze bietet die Matratzenauflage natürlich auch im Bereich Schlafkomfort viele Vorteile.

Genießen Sie beispielsweise das Liegegefühl auf einem dicken Schaumstoff-Topper, auf dem Sie je nach Material gut gestützt auf einer festen Liegefläche oder aber weich und tief einsinkend liegen.

Oder machen Sie es sich im Winter ganz besonders kuschelig mit einem weichen Unterbett aus wärmender Schafswolle. Ist es im Sommer zu warm, leistet eine kühlende, temperaturausgleichende Matratzenauflage aus Baumwolle oder Mikrofaser gute Dienste.

Um die Eingangsfrage „Wozu braucht man eine Matratzenauflage überhaupt?“ also kurz und bündig zu beantworten: man braucht sie, um besser zu schlafen und gleichzeitig die Liegefläche der Matratze zu schützen. So einfach und komfortabel lassen sich mit der Matratzenauflage mehrere Fliegen mit einer Klappe schlagen.

 

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