Was versteht man unter Körperbindung?

19.07.2017 12:45  Von:: Oliver

Körperbindung

Die Körperbindung ist eine der drei Grundbindungsarten beim Weben. Neben der Körperbindung gehören dazu noch die Atlasbindung und die Leinwandbindung. Ihnen allen ist gemeinsam, dass Kettfäden auf einen Webrahmen gespannt sind, durch die die Schussfäden hindurch gewebt werden.

Körperbindung

Woran ist eine Körperbindung zu erkennen?

Die Körperbindung, die in der Kurzform auch als Twil oder einfach als Körper bezeichnet wird, zeichnet sich dadurch aus, dass der Schussfaden in einem gleichmäßigen Muster unter einem Kettfaden her und dann über zwei oder mehr Kettfäden hinweg und wieder unter einem Kettfaden her geführt wird. Dieses Muster wird fortlaufend gleichmäßig in Reihen um einen Kettfaden versetzt fortgeführt, was zu einem diagonal verlaufenden Muster führt, dem sogenannten Körpergrat, der charakteristisch ist für die Körperbindung.

Da der Schussfaden immer unter einem Kettfaden durch und dann über zwei oder mehr Kettfäden hinweg geführt wird, sehen Ober- und Unterseite eines in Körperbindung gewebten Stoffes unterschiedlich aus. Auf der einen Seite sind immer mehr Schussfäden zu sehen und auf der anderen mehr Kettfäden. Je nachdem, welche Fäden auf der Oberseite überwiegen, wird von Kettkörper oder Schusskörper gesprochen.

Für diese Stoffe wird die Körperbindung verwendet

Einer der bekanntesten Stoffe, die in Körperbindung gewebt werden, ist der Denimstoff. Denim, der klassische Jeansstoff, ist ein sogenannter Kettkörper, da auf seiner Oberseite mehr blaue Kettfäden zu sehen sind als weiße Schussfäden. Die Innenseite einer Jeans ist daher in der Regel blasser gefärbt als die Außenseite.

Auch der Bekleidungsstoff Tweed oder Drell, ein bekannter Bezugsstoff für Matratzen, wird in Körperbindung gewebt.

Dicht gewebte Stoffe in Körperbindung wie beispielsweise Drell sind sehr fest und strapazierfähig, doch durch ein lockeres Verweben wird mehr isolierende Luft eingeschlossen, so dass Stoffe, die in lockerer Körperbindung gewebt werden, besonders gut wärmen und oft für die Herstellung von Winterkleidung verwendet werden.

Ein Beispiel für einen in lockerer Köperbindung gewebten Stoff ist Flanell. Neben Unterschieden in der Festigkeit gibt es auch noch viele Unterschiede in der Webtechnik, die Stoffe mit unterschiedlicher Dichte entstehen lassen.

 

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