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Kokosfaser

Als Kokosfaser werden die Fasern der äußeren Umhüllung der Kokosnuss bezeichnet. Diese Naturfasern werden unter anderem für die Herstellung von Matratzen und Toppern verwendet.

Was sind Kokosfasern?

Was ist Kokosfaser?

Wer schon einmal eine Kokosnuss in der Hand gehabt hat, kennt die robusten Kokosfasern, die die Schale der Nuss umgeben. Bei diesen Fasern handelt es sich um ein sehr strapazierfähiges und robustes Material, das besonders feuchtigkeitsresistent ist. Pilze und Bakterien können den Kokosfasern nichts anhaben, die außerdem unempfindlich gegen Schimmelbefall sind und alles in einem zu den langlebigsten Naturfasern gehören.

Die robusten Fasern bestehen zu 45 % aus Lignin. Damit bezeichnet man feste Stoffe, die in die Zellwände von Pflanzen eingelagert sind und dort für den Prozess der Verholzung sorgen. Zu weiteren 44 % bestehen Kokosfasern aus Zellulose. Die Fasern sind sehr fest und lassen sich beispielsweise im Bündel nicht zerreißen, gleichzeitig sind sie jedoch auch sehr elastisch. Genau diese Eigenschaften macht man sich zunutze, wenn Kokosfasern als Füllung für Matratzen verwendet werden. Dort erinnern die Eigenschaften der Kokosfasern an die von Rosshaar, das auch oft als Füllung für Matratzen verwendet wird.

Verwendung als Matratze, Topper & Co.

Kokosfasern sind nicht nur überaus strapazierfähig und langlebig, sondern auch resistent gegenüber Feuchtigkeit und damit dem Befall von Schimmelpilzen. Aus diesen Gründen werden Kokosfasern gern als Füllung für Matratzen verwendet. Besonders für Allergiker*innen sind die natürlichen Kokosfasern sehr geeignet, da sie für eine sehr gute Luftdurchlässigkeit sorgen und äußerst feuchtigkeitsregulierend wirken, sodass ein angenehmes und gesundes Schlafklima erzeugt wird. Darüber hinaus bringen Matratzen mit Kokosfaserfüllung einige weitere Vorteile mit sich: die Kokosfasern sind sowohl stützend als auch nachgiebig und werden daher oft genutzt, um den inneren Kern von Naturlatexmatratzen zu formen. Dort macht der Kokoskern die Matratzen fester, erhält aber gleichzeitig die Flexibilität und Punktelastizität des Naturlatex, wodurch ein besonders gutes Liegegefühl mit einem optimalen Zusammenspiel von Nachgiebigkeit und Druckentlastung auf der einen und einer Stützfunktion auf der anderen Seite erzeugt wird.

Die Vorteile von Matratzen aus Kokosfaser auf einen Blick:

  • strapazierfähig und robust
  • stützend und druckentlastend zugleich
  • feuchtigkeitsregulierend
  • unempfindlich gegenüber Pilzen, Bakterien und Schimmel
  • sorgen für ein angenehmes Schlafklima
  • für Allergiker*innen geeignet

Kokosfaser und Kokos-Kautschuk für Matratzen

Eine weitere Verwendung der Kokosfasern im Matratzenbereich ist der sogenannte Kokos-Kautschuk, bei dessen Herstellung Kokosfasern mit Naturkautschuk verklebt werden. Das Endprodukt ist ein elastisches Material, das ebenfalls oft als Kern für Latexmatratzen genutzt wird.