Richtig lüften! So schaffen Sie das ideale Schlafklima

So lüften Sie richtig und schaffen ein optimales Schlafklima

l-ften-1Gerade bei hochsommerlichen Temperaturen fällt das Einschlafen oder auch das ruhige und entspannte Durchschlafen sehr schwer. Denn die hohen Außentemperaturen, die sich natürlich auch im Schlafzimmer annähernd wiederfinden, ermöglichen es uns Mitteleuropäern kaum, zu einem wirklich erholsamen Schlaf zu finden.

Doch auch wenn die Sonne von einem strahlend blauen Himmel herunterscheint und die Nachttemperaturen im zweistelligen, höheren Bereich sind oder bleiben, kann das richtige Lüften für ein ideales Schlafklima sorgen. Ebenso ist das richtige Lüften in den kühleren Monaten ungemein wichtig, um auch zu diesen Zeiten für ein ideales Schlafklima zu sorgen.

Was zeichnet das ideale Schlafklima aus?

Auch wenn es gewisse Richtwerte gibt, die man mit einem idealen Schlafklima im Zusammenhang sieht und welche nachgewiesenermaßen für einen gesunden und erholsamen Schlaf sorgen, sind es doch immer die eigenen und ganz subjektiven Empfindungen, die ein ideales Schlafklima definieren.

Das bedeutet also, man selbst muss sich erstens wohl fühlen und zweitens die eigenen Wärmeempfindungen und Bedürfnisse dabei beachtet haben. Zudem können gewisse gesundheitliche Faktoren das Schlafklima dahingehend beeinflussen, dass man beispielsweise lieber etwas kühler schläft. Wer zum Beispiel unter zu niedrigem Blutdruck leidet, wird immer ein höheres Wärmebedürfnis haben als andere Menschen.

Von Experten empfohlene Punkte für ein gesundes und ideales Schlafklima:

• Raumtemperatur sollte zwischen 15° und 18° Celsius liegen
• eine gute Luftzirkulation im Schlafzimmer inklusive gutem Feuchtigkeitsaustausch
• keine Zugluft
• keine störenden Geräusche oder Lichteinflüsse, wie zum Beispiel durch TV und Handy
• den eigenen Bedürfnissen und Ansprüchen angepasste Bettausstattung, zu welcher neben der guten Matratze auch die optimalen Bettwaren zählen
• tägliches Stoßlüften
Bettwäsche und Bettwaren ebenfalls täglich lüften
• Bettwäsche regelmäßig waschen
• Luftfeuchtigkeit möglichst zwischen 40% und 60%
• übermäßiges Heizen im Schlafraum unterlassen

Wie sollte man lüften, um für ein gutes Raumklima zu sorgen?

Gerade im Schlafzimmer ist ein regelmäßiges Lüften unabdingbar, denn durch das Schlafen wird mehr Luft verbraucht, als in anderen Räumen. Im Umkehrschluss aber lässt es sich generell besser schlafen, wenn man frische Luft zur Verfügung hat, anstatt die alte und verbrauchte von der letzten Nacht.

Neben dem regelmäßigen Lüften ist es aber auch wichtig, dass man intensiv lüftet. Denn nur so kann ein optimaler Luftaustausch erfolgen. Zudem hat das intensive Lüften den zusätzlichen Vorteil, dass die in den Bettwaren angestaute Feuchtigkeit entweichen kann.

Das bedeutet, dass Kissen und Decken gründlich aufgeschüttelt werden sollten, damit sich dort keine Stock- und Schimmelflecken bilden können. Doch wie lange und wie oft man das Schlafzimmer lüftet, das hängt schlussendlich von der jeweiligen Jahreszeit ab.

Auch die Art des Lüftens sollte hier von den Jahreszeiten abhängig gemacht werden. So gelten folgende Faustregeln für die Lüftungsdauer und –zeit:

• im Sommer = gut 25 Minuten am frühen Morgen und am späteren Abend, bevor man zu Bett geht
• im Winter = mehrmals 5 bis 10 Minuten lüften

Warum gibt es solche Unterschiede beim Lüften?

Grundsätzlich empfiehlt es sich, an den heißen Tagen die warme Luft draußen zu lassen. Deswegen ist es durchaus empfehlenswert, nur dann ausgiebig zu lüften, wenn die Außentemperaturen noch gering sind und somit frische Luft in den Raum gelangen kann.

Hilfreich ist es zudem, wenn man eine Jalousie tagsüber herunterlässt, um die Sonneneinstrahlung auf dem Schlafzimmerfenster zu minimieren.

Im Winter hingegen ist das kurze Stoßlüften besonders sinnvoll. Zum einen kann so weniger von der feuchten Kaltluft eindringen. Auf der anderen Seite aber wird die minimal aufgedrehte Heizungsluft nicht sinnlos in den kalten Wintertag geblasen.

WICHTIG: Neben der Raumtemperatur und der Luftzirkulation ist es für ein optimales Schlafklima immer wichtig, auch auf eine gute oder ideale Luftfeuchtigkeit zu achten. So beträgt hier der Idealwert zwischen 40 und 60 Prozent. Ist die Luftfeuchtigkeit im Schlafzimmer zu hoch, tritt schnell ein Unwohlsein ein. Ist sie jedoch zu niedrig, trocknen schnell die Schleimhäute aus und wir werden um einen gesunden Schlaf gebracht.

Darum ist das ideale Schlafklima so wichtig!

Um wirklich gut und entspannt zu schlafen, braucht es schon mehr, als nur eine bequeme Matratze und die geeigneten Bettwaren. Doch erst das richtige Schlafklima sorgt schlussendlich dafür, dass man am nächsten Tag ausgeruht und leistungsfähig aufsteht, um seinem Tagwerk nachzugehen. Denn erst das optimale Klima im Schlafzimmer kann dafür sorgen, dass nicht nur die Einschlafphase gelingt. Immerhin kann ein gestörter oder unruhiger Schlaf dafür sorgen, dass man sich ständig müde fühlt und der Körper sich über Nacht nicht richtig regenerieren kann.

Das kann sogar so weit gehen, dass sich Krankheiten wie Depressionen oder auch Herz-Kreislauf-Erkrankungen einschleichen, um nur einige Beispiele zu nennen.

Fazit

l-ften-2Ein ideales Schlafklima ist nicht etwa die Erfindung von Wissenschaftlern oder gar der Bettenindustrie. Vielmehr ist es vor allem das Klima im Bett und auch im Schlafzimmer, das dafür sorgt, dass wir zu einem entspannenden und erholsamen Schlaf finden, bei dem sich unser Körper optimal regenerieren kann.

Abhängig ist das ideale Schlafklima vor allem von der Art wie wir lüften und wie oft. So sollte das morgendliche Lüften nicht nur zum Ausschütteln von Decken und Kissen genutzt werden, sondern auch der alten und verbrauchten Raumluft die Möglichkeit geben, zu entweichen.

Das betrifft im Übrigen auch die Feuchtigkeit, die im Schlafzimmer vorherrscht. So sollte die Luftfeuchtigkeit im Schlafzimmer optimaler Weise zwischen 40 % und 60 % liegen, um Stock- und Schimmelflecken auf den Bettwaren, Matratzen, aber auch Tapeten zu vermeiden.

Das richtige Lüften ist darüber hinaus dafür verantwortlich, dass die Raumluft sich wieder mit genügend Sauerstoff anreichern kann. Es ist wichtig, dass die Temperatur im Schlafzimmer möglichst zwischen 15 und 20° C liegt, denn das sind nachgewiesenermaßen die idealen Raumtemperaturen, um den Körper in den gewünschten und gesunden Schlaf zu wiegen.

Auf ein übermäßiges beheizen des Raumes sollte daher verzichtet werden. Wenn jedoch die Nächte im Sommer extrem heiß sind, ist es sinnvoll, tagsüber den Raum gut abzudunkeln und die Fenster geschlossen zu halten. So ist der Raum einigermaßen wohl temperiert und kann über Nacht ausreichend gelüftet werden.

Im Winter allerdings sollte man auf das längere Lüften verzichten, da die kalte Luft zum einen zu viel Feuchtigkeit mit sich bringt und zum anderen die Heizkosten unnötig in die Höhe treibt. Hier ist ein mehrmaliges, aber kurzes Stoßlüften viel sinnvoller und erwirkt den gleichen Effekt.

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