Schlafen bei offenem Fenster: Vorteile und Nachteile

25.01.2018 15:30  Von:: Oliver

Schlafen bei offenem Fenster: Vor- und Nachteile

Schlafen-bei-offenem-Fenster-1Ein gesunder Schlaf ist für alle wichtig, denn durch die erholsame Nachtruhe sammeln wir jene Kraft, die wir psychisch und physisch am kommenden Tag brauchen.

Unser Körper sollte sich so optimal wie möglich während der Nachtruhe regenerieren können, was allerdings nur dann klappt, wenn die Tiefschlafphase ausreichend erreicht wird.

Für viele stellt sich dabei aber auch immer wieder die Frage: Schlafen bei offenem Fenster? Welche Vor- und Nachteile kann dieses Schlafverhalten haben?

Das Gefühl entscheidet

Ob man besser bei offenem oder geschlossenem Fenster schläft, ist oft sehr unterschiedlich. Häufig stellt sich diese Frage dann auch erst, wenn man nicht alleine schläft. Möglicherweise hat der Partner ein anderes Schlafverhalten. Doch in jedem Fall sollte das persönliche Gefühl über Wohlbefinden oder Unbehagen entscheiden. Darüber hinaus ist es sicher auch ein großes Stück Gewohnheit, ob man besser mit geschlossenem oder stetig offenem Fenster schläft. Gesünder ist der Schlaf bei offenem Fenster indes nur bedingt, denn zahlreiche Studien haben bewiesen, dass es durchaus auch viele Nachteile mit sich bringt.

Schlafen bei offenem Fenster – die vermeintlichen Vorteile

Wer lieber bei offenem Fenster schläft und dabei einen erholsamen Schlaf findet, macht prinzipiell alles richtig. Denn wer absolut ausgeruht am Morgen aufsteht, hat einen wirklich erholsamen Schlaf genossen.

• Durch das offene Fenster wird die Raumtemperatur auf die optimalen 15°C bis 18°C heruntergekühlt.
• Der Sauerstoffgehalt wird erhöht, denn es strömt immer wieder frische Luft herein.
• Man kann sich durch die stetig kühlen Temperaturen gerade in der kalten Jahreszeit abhärten.

Bei genauerer Betrachtung ist hier aber nur der erste Punkt ein wirklicher Vorteil. Wobei auch hier anzumerken ist, dass man besser auf eine geeignete Schlafumgebung achtet. Wer also schnell schwitzt, sollte vielmehr passende Bettwäsche und optimale Decken und Kissen nutzen, die diesem Umstand gerecht werden und die Feuchtigkeit besser aufnehmen beziehungsweise nicht zu dick sind.

Beim angesprochenen Sauerstoffgehalt im Schlafzimmer muss man zu bedenken geben, dass ein durchschnittlich großes Schlafzimmer rund 10.000 Liter Sauerstoff enthält. Genug also, um einige Tage auch ohne erneute Frischluftzufuhr dort zu schlafen, denn im Durchschnitt verbraucht man während der Nachtruhe gut 20 Liter Sauerstoff.

Was nun die mögliche Abhärtung angeht, die man durch das Schlafen bei offenem Fenster erreichen will, so handelt es sich nicht wirklich um einen Vorteil, sondern vielmehr um einen Mythos. Denn die durch ein offenes Fenster entstehende Zugluft dient nicht der Stärkung des Immunsystems. Unter Umständen ist diese Zugluft sogar schädlich und forciert Erkrankungen.

Schlafen bei offenem Fenster – die möglichen Nachteile

Das Schlafen bei geöffnetem Fenster ist für viele Menschen nicht die bevorzugte Methode. Doch auch sie haben deswegen nicht unbedingt einen schlechteren Schlaf. Denn es gibt durchaus Nachteile, die bei offenem Fenster entstehen und eine gesunde Nachtruhe stören können.

• Neben Feinstaub und Schmutz gelangen durch das geöffnete Fenster immer auch Pollen ins Schlafzimmer, die für Allergiker ein Problem darstellen.
• Versteckter Schimmel in der Bausubstanz kann durch die kühlen Temperaturen im Schlafzimmer stärker in Erscheinung treten, denn beim nächtlichen Temperaturaustausch strömt die wärmere Luft aus den anderen Räumen ins Schlafzimmer und bringt jede Menge Feuchtigkeit mit.
• Gerade in den Städten von heute ist die Lärmbelastung auch in der Nacht durchaus hoch und störend, so dass der Körper nur schwer oder gar nicht die Tiefschlafphase erreichen kann

Schaut man sich die möglichen Nachteile genauer an, ist man unter Umständen nicht mehr geneigt, bei weit geöffnetem Fenster zu schlafen. Besonders Allergiker haben also ein Problem, wobei hier zu beachten ist, in welcher Gegend man zu Hause ist. Denn in der Stadt ist die Pollenbelastung vor allem am Abend am höchsten, während in den ländlichen Gegenden diese Pollenbelastung bereits am frühen Morgen einsetzt. Demnach sollte man in der Stadt das Schlafzimmer besser am frühen Morgen gründlich lüften und auf dem Dorf besser in den Abendstunden.

Doch auch die Feinstaubbelastung ist nicht von der Hand zu weisen. Hier sind vor allem jene Menschen betroffen, die direkt in der Stadt leben und auch in den Nachtstunden immer einer gewissen Menge dieser Belastung ausgesetzt sein werden.

Ebenso verhält es sich mit der Lärmbelästigung. Man muss nicht besonders empfindlich sein, doch auch bei sogenannten Stadtmenschen, denen Straßenlärm nichts ausmacht, führt die stetige Geräuschkulisse zu einem weniger guten Schlaf.

Was empfiehlt sich für die nächtliche Ruhe?

Grundsätzlich muss es wohl jeder für sich selbst entscheiden, ob er bei offenem oder geschlossenem Fenster schläft. Die eigenen Schlafgewohnheiten spielen dabei eine Rolle. Viel wichtiger ist es aber, die persönliche Schlafumgebung so zu gestalten, dass man sich rundherum wohlfühlt und jede Nacht zu einem entspannenden und erholsamen Schlaf findet.

Das beginnt bei der richtigen Auswahl einer passenden Matratze, geht über die optimalen Bettwaren, welche angepasst an die eigenen Ansprüche und Bedürfnisse ausgewählt sein sollten und endet schließlich bei der entsprechenden Bettwäsche, die zum eigenen Schlaftyp passen sollte.

Darüber hinaus ist ein störungsfreies, gut gelüftetes und nicht zu sehr beheiztes Zimmer ausschlaggebend, ob man gut schlafen kann. Denn es liegt in unserer Natur, dass wir uns im Schlaf ganz unbewusst am verwundbarsten fühlen. Somit mögen wir es alle:

• warm und kuschelig,
• sicher und bequem,
• dunkel und leise.

Fazit

Schlafen-bei-offenem-Fenster-2Schlafen bei offenem Fenster kann sowohl Vor- als auch Nachteile haben. Hierbei kommt es immer auf die eigenen Gewohnheiten und den persönlichen Wohlfühlfaktor an.

Wer morgens aufsteht und sich völlig ausgeruht fühlt, hat einen erholsamen Schlaf genossen.

Allerdings ist es immer besser, sich auf eine optimale Schlafumgebung zu konzentrieren, ist man an einer gesunden und erholsamen Nachtruhe interessiert.

Zudem sollte gerade in den Sommermonaten tagsüber das Schlafzimmer abgedunkelt werden, um die Temperatur im Raum nicht zu hoch werden zu lassen. Denn wenn es in diesem Raum des Hauses zu warm ist, kommt man ebenso wenig gut in den Schlaf, wie nach einem üppigen Abendmahl, was direkt vor dem Zubettgehen eingenommen wurde.

Positiv auf unseren Schlaf wirken sich aber kühlere Temperaturen, auf die individuellen Bedürfnisse abgestimmte Bettausstattungen sowie Ruhe und Dunkelheit aus. Dies hat aber nicht wirklich etwas mit der Tatsache zu tun, ob man nun bei geöffnetem oder geschlossenem Fenster schläft.

 

Fotos: © Brilliant Eye, © by-studio – Fotolia.com

 

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