Beruhigt Lavendel die Nerven bei Einschlafstörungen?

27.04.2014 12:15  Von:: Oliver

Beruhigt Lavendel die Nerven?

Dem wohlduftenden Lavendel werden allerlei heilende Wirkungen zugeschrieben – und das seit mehreren Jahrhunderten. Der Duft von Lavendel beruhigt und wirkt entspannend gegen Krämpfe – aber wussten Sie, dass Lavendel auch gut für die Psyche ist? Wir zeigen Ihnen alles, was Sie über das wohltuende Kraut wissen müssen.

Lavendel – Herkunft und Ernte

Lavendel ist eine Pflanzenart aus der Familie der Lippenblütler. Die Pflanze wird als Zierpflanze und zur Gewinnung von Duftstoffen angebaut. Die violetten Blüten färben in Südfrankreich ganze Landstriche und verbreiten einen angenehmen, beruhigenden Duft, der in der Hoch-Provence überall zu bemerken ist. Die ursprüngliche Heimat des Lavendels sind die Küstenregionen des Mittelmehrraums. An trockenen und warmen Hängen kommt das Kraut besonders häufig vor – der Verbreitungsraum reicht von Dalmatien und Griechenland bis nach Italien und Frankreich. Lavendel ist in der Regel winterhart und kann daher im Freien den in Mitteleuropa herrschenden Winter überstehen. Geerntet wird das Kraut im Hochsommer zwischen Juli und August.

So wirkt Lavendel

Die lila-farbenen Blüten des Lavendels enthalten ein ätherisches Öl, das das Nervensystem ausgleichend beeinflusst. Verantwortlich für diese beruhigende Wirkung sind die Inhaltsstoffe Linalool und Linalylacetat. Lavendel wirkt dabei auf vielfältige Weise:

  • angstlösend
  • krampflösend
  • schlaffördernd
  • kreislaufstärkend
  • generell beruhigend

 

Die Wirkungen sind wissenschaftlich bewiesen – generell empfehlen Biologen und Mediziner den Einsatz von Lavendel bei Einschlafstörungen, innerer Unruhe und bei nervösen Magen-Darm-Beschwerden.

So kann Lavendel angewendet werden

Lavendel kann im getrockneten Zustand gegen ganz unterschiedliche Alltagsbeschwerden eingesetzt werden. Zum einen ist Lavendel ein sehr anregender Duftstoff, der eine beruhigende Wirkung mit sich bringt. Besonders effektiv sind hier Kräuterkissen, die Sie durch Kneten und Aufschütteln „aktivieren“. Durch die Bewegung werden ätherische Öle freigesetzt und der betörende Geruch verstärkt sich. Am Kopfende des Bettes aufbewahrt, fördert der Duft einen erholsamen Schlaf. Nebenbei wirkt Lavendel auch abschreckend gegen Ungeziefer wie Schnaken oder Motten. Lavendelsäckchen oder Kissen sind also auch für den Kleiderschrank geeignet.

Auch als Tee aufgebrüht kann Lavendel seine heilende Wirkung entfalten. Überbrühen Sie zwei Teelöffel getrocknete Lavendelblüten und gießen Sie den Tee nach zehn Minuten ab. Frisch gebrüht helfen täglich bis zu drei Tassen optimal bei nervösen Magen- und Darmbeschwerden.

Für die optimale Entspannung vor dem Zubettgehen ist ein Bad aus getrockneten Lavendelblüten perfekt geeignet. Hängen Sie ein mit Lavendelblüten gefülltes Baumwollsäckchen in das einlaufende Badewasser und lassen Sie sich von den ätherischen Dämpfen verwöhnen. Der angenehme Geruch beruhigt, während die ätherischen Öle Ihre Wirkung über die Nasenschleimhäute entfaltet. Tief durchatmen und entspannen!


Kommentar schreiben
Captcha

Bitte geben Sie die Zahlenfolge in das nachfolgende Textfeld ein

Die mit einem * markierten Felder sind Pflichtfelder.