Restless Legs Syndrom – was hilft?

Was hilft beim Restless Legs Syndrom?

Restless-Legs-Syndrom-1Kennen Sie das auch? Da legt man sich abends müde ins Bett und kommt dann doch nicht zur Ruhe, weil es in den Beinen zuckt und juckt. Früher hat man es auch gern unruhige Füße genannt. Gerade dann, wenn man sich vom Tag ausruhen und schlafen will, kommt es zu einem völlig unerwarteten Bewegungsdrang der Beine, den man nur schwer kontrollieren kann. Die Folge sind meist Einschlafstörungen oder gar ein Schlafmangel, da der Körper nicht zur Ruhe kommt. Mediziner nennen das auch das Restless Legs Syndrom, kurz RLS. Was das genau ist, welche Ursachen es hat und was dagegen hilft, erfahren Sie im Folgenden.

Welche Symptome zeigen sich beim Restless Legs Syndrom?

Unter dem RLS leiden weit mehr Menschen, als man zunächst annehmen mag. Dabei können die auftretenden Symptome unterschiedlich sein. Allerdings tritt das Restless Legs Syndrom in nahezu allen Fällen am Abend oder in der Nacht auf, vor allem dann, wenn der Körper zur Ruhe kommt.

Dann äußert sich das RLS wie folgt:

• in den Beinen macht sich ein fast schon unangenehmes Gefühl von Unruhe und Spannung breit
• in seltenen Fällen auch in den Armen
• begleitet wird dieses Unruhe- und Spannungsgefühl häufig von einem Stechen, Reißen oder auch Kribbeln
• das Bedürfnis, die Beine zu bewegen oder auch anzuspannen steigt

Wer unter diesem Syndrom leidet, fühlt sich oftmals auch im Alltag eingeschränkt. Denn obwohl die Symptome meist nur abends oder nachts auftreten, macht sich tagsüber häufig Abgeschlagenheit und Müdigkeit breit, denn die Nachtruhe ist bei RLS nicht wirklich erholsam. Hinzu kommt, dass das Restless Legs Syndrom auch durch zu langes Sitzen am Arbeitsplatz, im Auto oder nach Flugreisen gefördert wird beziehungsweise diese lange Sitzhaltung sehr unangenehm werden kann für die Betroffenen.

Ursachen von RLS

Leider sind die Ursachen bei diesem Syndrom noch nicht restlos erforscht. Vermutlich liegt es an einer gestörten Nachrichtenübermittlung in unserem Nervensystem. In manchen Fällen können unruhige Beine oder Füße aber offensichtlich auch vererbt werden. So haben Forscher bereits feststellen können, dass häufig die Veränderung einer bestimmten Erbinformation zu diesem Syndrom führen kann. Doch mittlerweile sind äußere Einflüsse als Ursachen für das Restless Legs Syndrom bekannt, die da wären:

• Eisenmangel im Blut
• Funktionsstörungen der Nieren
• Schwangerschaft
• Neurologische Erkrankungen, wie zum Beispiel Morbus Parkinson oder Polyneuropathie
• Nebenwirkungen von Medikamenten

Diese Ursachen werden von den Medizinern dann allerdings als sekundäres RLS bezeichnet, da hier in der Regel nur vorübergehend oder an einzelnen Tagen die Symptome auftreten.

TIPP: Ein Arztbesuch ist bei häufig auftretenden Symptomen von RLS dringend zu empfehlen, damit Erkrankungen ausgeschlossen werden können. So können unter Umständen neurologische Erkrankungen oder auch massive Nierenerkrankungen frühzeitig erkannt und behandelt werden.

HINWEIS: Mittels Blutuntersuchungen, Messung der Nervenleitgeschwindigkeit sowie einer umfassenden Anamnese ermittelt der Arzt, was der Auslöser für die unruhigen Beine sein kann.

Was hilft beim Restless Legs Syndrom?

Während ein Eisenmangel zum Beispiel recht einfach behoben werden kann, sofern er als Ursache in Frage kommt, müssen andere Ursachen und Auslöser durchaus längerfristig behandelt werden. Ob und welche Behandlung notwendig ist, entscheidet der Arzt. Denn er kann nach den Untersuchungen feststellen, ob es sich um eine Begleiterscheinung durch Medikamente beispielswiese handelt oder ob die Symptome im Falle einer Schwangerschaft nach der Entbindung wieder nachlassen werden.

Generell aber gilt für das Restless Legs Syndrom: Das Syndrom selbst ist nicht heilbar, doch bei einem unbekannten Auslöser dafür können Medikamente dafür sorgen, dass die Nächte wieder ruhiger werden. Häufig werden hier Medikamente eingesetzt, die für die Parkinson-Erkrankung entwickelt wurden. Dabei handelt es sich oftmals um sogenannte Dopamin-Präparate, weil diese im Gehirn die Signalübertragungen der Nervenbahnen verbessern.

Wer indes nur gelegentlich unter dem RLS leidet oder es nur in abgeschwächter Form erdulden muss, dem können auch sogenannte Hausmittel etwas Linderung verschaffen. Hilfreich ist hier, was gut tut. Allerdings ist die Wirksamkeit der folgenden Möglichkeiten wissenschaftlich nicht bewiesen.

• Wechselduschen
• Gymnastik
• Magnesiumpräparate
• Massagen
• Akkupunktur

Ebenfalls nicht bewiesen, aber bei manchen Menschen durchaus hilfreich: ein verstellbarer Lattenrost, der mittels Fernbedienung bewegt werden kann. Dieser soll nach der Erfahrung einzelner Personen hilfreich sein, um die Schmerzen in den Beinen zu lindern. Da diese Schmerzen aber nicht bei jedem auftreten, kann es durchaus sein, dass ein solcher Lattenrost auch nicht bei jedem Betroffenen die gleiche Wirkung im Hinblick auf RLS zeigt.

TIPP: Regelmäßige Bewegung zwischen den langen Phasen am Schreibtisch oder während einer langen Autofahrt kann ebenfalls eine gute Vorsorge sein, will man nicht am Abend mit unruhigen Beinen im Bett liegen. Ein gemäßigter Kaffee- und Alkoholgenuss trägt außerdem sein Gutes dazu bei, um die Faktoren für die auslösenden Momente bei RLS zu minimieren.

Fazit

Restless-Legs-Syndrom-2Unter dem Restless Legs Syndrom leiden viele Menschen. Das muss nicht immer nur an einer dauerhaft sitzenden Tätigkeit oder auch einer Schwangerschaft liegen. Oftmals können auch Eisenmangel oder eine Funktionsstörung der Nieren den Ausschlag geben. Andere Erkrankungen wie Morbus Parkinson zum Beispiel sind ebenso häufig als Ursache für unruhige Beine zu nennen. Aber auch bestimmte Medikamente können das RLS auslösen.

Auch wenn die Ursachen beim RLS noch nicht hinlänglich erforscht wurden, kann man dennoch nach einem dauerhaften Syndrom und dem im Status einer Begleiterscheinung unterscheiden. Denn bei Schwangerschaften, Medikamenteneinnahme oder auch einer Funktionsstörung beziehungsweise einem Eisenmangel im Blut geht man davon aus, dass die Symptome nach einer gewissen Zeit wieder verschwinden. Oder auch nur gelegentlich auftreten.

Das Syndrom selbst kann nicht geheilt werden. Doch über die Zufuhr von Eisen- und Magnesiumpräparaten oder auch Medikamenten können die Symptome abgeschwächt werden. Sollte eine andere Erkrankung die Ursache für das RLS sein, dann ist natürlich eine Behandlung dieser Erkrankung unumgänglich. Doch nachgewiesen ist in jedem Fall, dass das Restless Legs Syndrom zu massiven Einschlaf- und Durchschlafstörungen führt.

Betroffene sind dann niemals wirklich ausgeschlafen und erholt, wenn sie aufstehen. Schon aus diesem Grund ist die richtige Bettausstattung ungemein wichtig. Neben der passenden Matratze, die den eigenen Bedürfnissen und Ansprüchen optimal angepasst ist, sollte hier auch auf einen möglichst verstellbaren Lattenrost und natürlich Bettwaren geachtet werden, die den eigenen Schlafgewohnheiten entsprechen.

Fotos: © Photographee.eu, © stadtratte – Fotolia.com

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