Schlafstörungen durch Arbeitsstress

21.05.2014 08:45  Von:: Oliver

Arbeitsstress und Schlafverhalten

Stress wirkt sich negativ auf den Schlaf aus. Besonders ins Gewicht fällt der Ärger auf Arbeit mit dem Chef, Kollegen oder Kunden. Ursachen und Lösungen finden Sie hier.

Wenn die Sorgen mit ins Bett genommen werden

Abends schlafen Sie schlecht ein und grübeln noch lange über den Arbeitsalltag? Oder Sie verzweifeln bereits beim Gedanken an den morgigen Tag? Nachts wachen Sie dann aus Träumen auf, in denen sich der Arbeitsstress fortsetzt. Und schon Stunden, bevor der Wecker klingelt, sind Sie wieder hellwach und können nicht mehr einschlafen. Der Puls rast, Sie schwitzen und die Gedanken kreisen sofort wieder, um die Arbeit. Tagsüber fühlen Sie sich erschöpft und angespannt. Dann leiden Sie womöglich unter einer chronischen Schlafstörung.

Nicht leiden, sondern handeln

Phasen gestörten Schlafs haben die meisten Menschen im Laufe ihres Lebens wenigstens einmal. Auch Geldsorgen oder andere Probleme können der Auslöser sein. Zumeist lässt dieser Zustand aber nach wenigen Tagen oder Wochen wieder nach. Kritisch wird schlechtes Schlafen erst, wenn es länger als vier Wochen anhält und man auch tagsüber massiv unter dem Schlafmangel leidet. An diesem Punkt spricht man von einer chronischen Schlafstörung.

Hier sollte man den Stolz nicht über die eigene Gesundheit stellen und einen Arzt aufsuchen. Dieser kann feststellen, ob eventuell körperliche oder psychische Ursachen die Schuld tragen. Das können z. B. Schilddrüsenprobleme oder eine Angststörung sein. Ein Schlaftagebuch oder ein Aufenthalt im Schlaflabor kann die Ursachenfindung unterstützen. Gibt es keine solche Ursache, dann hilft den meisten Menschen eine Kombination aus Entspannungsübungen und ein Training neuer Schlafroutinen.

Schlechter Schlaf ist auch gelernt

Wie gut oder schlecht man schläft, hängt stark von den erlernten Denkgewohnheiten und Schlafroutinen ab. Wer lange unter einer chronischen Schlafstörung leidet, gerät so in einen Teufelskreis, der oftmals nichts mehr mit dem ursprünglichen Auslöser Arbeitsstress zu tun hat. Ein stressfreier neuer Job würde nun nicht mehr für erholsame Nächte sorgen. Schon der Gedanke an die nächste schlaflose Nacht löst Angst und Stress aus. Die Schlafstörung wird zum Selbstverstärker. Dagegen steuert man nur mit ganz bestimmten Verhaltensregeln und Gedankenstopp-Techniken, die man erlernen kann.

Beispiele für Schlafhygiene:

  • Tagsüber eine Liste mit Problemen und möglichen Lösungen erstellen, statt nachts darüber zu grübeln
  • Aufstehen, auch wenn Sie viel zu zeitig wach sind und schlecht geschlafen haben
  • Nachts nicht auf die Uhr schauen
  • Feste Bettgehzeiten einführen
  • Schlaftagebuch führen

 

So lernen Sie erholsamen Schlaf wieder von Neuem und entspannen.


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