Wirkt sich Nikotin negativ auf meinen Schlaf aus?

25.08.2016 04:00  Von:: Elisabeth

Wie beeinflusst Nikotin meinen Schlaf?

So mancher Raucher schläft schlecht ein und stellt sich die Frage: Könnte das vielleicht an meinem übermäßigen Zigarettenkonsum liegen? Kann das Nikotin in den Zigaretten für unruhigen Schlaf sorgen und einen morgens wie gerädert aufwachen lassen? Das erfahren Sie hier.

Raucher berichten häufiger von Schlafstörungen

Morgens nach dem Aufwachen müssen Sie als Erstes husten und Sie fühlen sich gar nicht erholt? Wenn Sie Raucher sind, könnte daran tatsächlich Ihr Zigarettenkonsum Schuld haben. Immerhin 20 Prozent der Raucher berichten, dass sie schlecht schlafen, nachts unruhig sind und sich morgens nicht erholt fühlen. Unter Rauchern sind es nur 5 Prozent. Klinische Studien bestätigen, dass Zigaretten sich tatsächlich negativ auf den Schlaf auswirken.

Studie bestätigt: Rauchen beeinflusst den Schlaf

Wenn das kein Grund ist, endlich doch mit dem Rauchen aufzuhören: Schon im Jahr 2008 fanden Forscher heraus, dass Nikotin den gesunden Schlaf stört. So litten Raucher im Versuch des Wissenschaftlers Naresh Punjabi von der Universität Baltimore viermal häufiger unter Schlafstörungen als Nichtraucher und waren am Morgen nicht so gut ausgeruht. Als die Forscher ihre Versuchspersonen nachts an ein EEG anschlossen und die Hirnwellen auswerteten, kam Überraschendes zutage. Die Deltawellen der Raucher waren kürzer als die der Nichtraucher. Da Deltawellen die Tiefschlafwellen anzeigen, bekamen Raucher also weniger Tiefschlaf und wälzten sich nachts nur leicht schlafend hin und her. Der Tiefschlaf ist aber für die erholende Wirkung des Schlafes am Wichtigsten.

Nikotin wirkt ähnlich wie Koffein

Vor dem Schlafen sollte man keinen Kaffee mehr zu sich nehmen, das weiß jeder. Das Koffein darin wirkt sonst aufputschend und sorgt für unruhigen Schlaf oder Einschlafschwierigkeiten. Das Nikotin in der Zigarette hat eine ganz ähnliche Wirkung. Die Forscher nehmen an, dass der Grund für den unruhigen Schlaf von Rauchern in Entzugserscheinungen während der Nacht zu suchen ist. Nikotin stimuliert erst und macht den Eintritt in die Tiefschlafphase schwieriger, dann bleibt der Schlaf unruhig und oberflächlich, weil der Raucher in der nächtlichen Ruhezeit an Entzugserscheinungen leidet. So haben Raucher schlechter geschlafen, obwohl sie genauso lang im Bett lagen wie Nichtraucher. Ähnliche Schlafstörungen können allerdings auch auftreten, wenn Menschen mit dem Rauchen aufhören, da die Entzugserscheinungen in den ersten Tagen ebenfalls die Schlafqualität beeinflussen.

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