Interessante Fakten rund um den Schlaf & die Müdigkeit – was Sie so sicher noch nicht wussten!

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Schlaf und Müdigkeit gehören zu unserem Leben. Man trinkt Kaffee oder Energydrinks, um wach zu werden und die Kraftlosigkeit zu besiegen. Oftmals nutzt selbst das nichts, wir bleiben erschöpft und müssen andauernd gähnen und womöglich holt uns der Sekundenschlaf ein. Doch Schläfrigkeit kann uns auch überkommen, wenn wir reisen und unter einem Jetlag leiden. Wir haben uns einmal die interessantesten Themen rund um den Schlaf und die Müdigkeit genauer angesehen. Sie werden sicherlich erstaunt sein, zu erfahren, dass Kaffee nicht immer ein Wachmacher ist und dass das Konsumieren von Energy Drinks durchaus gefährlich sein kann. Vielleicht fragen Sie sich auch, warum man nachts nichts aus dem Bett fällt. Antworten auf die interessantesten Themen rund um Schlaf & Müdigkeit finden Sie im Folgenden.

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Inhaltsverzeichnis

Kaffee am Morgen macht nicht unbedingt wacher und ist ungesund

Schlafender Mann mit Kaffee

Nahezu jeder Deutsche trinkt nach dem Aufstehen oder auch am Nachmittag, wenn sich die Müdigkeit einstellt, eine oder mehrere Tassen Kaffee. Dieses Heißgetränk gilt als der Wachmacher schlechthin, ganz egal ob schwarz, mit Milch und Zucker oder als leckere Variante in Form von Cappuccino oder Café au lait.

Dabei ist allgemeinhin bekannt, dass Kaffeegetränke auch Nebenwirkungen erzeugen können.

Doch macht Kaffee am Morgen wirklich wach? Was für Alternativen gibt es zum Kaffeegetränk?

Was der morgendliche Koffeinschub wirklich bringt

Viele Menschen glauben, dass sie den Kaffee am Morgen brauchen, um wirklich wach zu werden und den Körper in Schwung zu bekommen. Doch das ist ein Irrtum. Denn der menschliche Körper produziert nach dem Wachwerden seinen eigenen Wachmacher in Form von Hydrocortison, welches den Stoffwechsel auf ganz natürliche Weise in Gang bringt.

Prinzipiell kann man sagen: Koffein zur falschen Zeit bringt dem Körper nicht viel und kann im schlimmsten Fall sogar das Gegenteil bewirken oder sogar schädlich wirken.

Denn:

  • Der Kaffee am Morgen bringt nicht den erwünschten Energieschub, da das der Körper über das Hydrocortison schon selbst bewerkstelligt.
  • Durch dieses Stresshormon, welches wie ein Energieschub wirkt, kann der Körper das Koffein des Kaffees aber gar nicht mehr aufnehmen beziehungsweise verarbeiten. Dieses Überangebot an Koffein im Körper bewirkt eine Kettenreaktion. Denn jeder, der sich nicht munter genug fühlt, wird zur nächsten Tasse Kaffee greifen und auf die gewünschte Wirkung warten. So kann sich nach einer gewissen Zeit eine Abhängigkeit entwickeln, die durchaus zu einem wahren Teufelskreis werden kann.

TIPP: Der menschliche Körper ist gerade am Morgen besser mit zwei Glas Wasser bedient, denn diese kann er besser verwerten, als einen Überschuss an Koffein. Sofern nämlich der Schlafrhythmus in einem gesunden Gleichgewicht ist, werden wir von ganz alleine wach und leistungsfähig. Dafür braucht es nicht wirklich Unmengen an Kaffee.

Glückliche Frau mit Kaffee

Zu diesen Zeiten sollte Kaffee tabu sein

Jeder von uns hat seinen ganz eigenen Biorhythmus. Dieser kann sich immer ein wenig unterscheiden. Doch es ist keineswegs sinnvoll, den Organismus zu jeder Zeit mit koffeinhaltigen Getränken aufzuputschen und in den natürlichen Biorhythmus einzugreifen.

  • erst nach 9 Uhr wirkt der Kaffee am Morgen wirklich, vorher kann der menschliche Organismus das Koffein nicht verarbeiten, da das Stresshormon Hydrocortison aktiv ist
  • zwischen 12 und 13 Uhr sowie zwischen 17.30 und 18.30 Uhr nützt der Kaffee nichts, denn auch in dieser Zeit kommt der Biorhythmus ganz automatisch in Gang

Grundsätzlich gilt die Faustregel: Etwa eine Stunde nach dem Aufstehen macht Kaffee wirklich Sinn. Denn wissenschaftliche Studien ergaben, dass erst nach dieser Zeitspanne der Körper das Stresshormon Hydrocortison wieder weniger bis gar nicht produziert. Deswegen kann der Organismus dann auch wieder das Koffein aufnehmen und verwerten.

Hinweis: Übrigens sollte man nichts Süßes zum Kaffee essen, wenn man ihn wirklich als Muntermacher trinken will!

Kaffee mit Kaffeebohnen

Kaffee ist und bleibt ein Genussmittel

Wem Kaffee schmeckt, der muss deswegen nicht darauf verzichten.

Jedoch sollte hier nach der Faustregel agiert werden: In Maßen, statt in Massen.

Denn Kaffeegetränke sind Genussmittel, die man bei Bedarf trinken kann, aber nicht zwangsläufig zum Wachwerden braucht.

Nicht nur Menschen, die keinen Kaffee mögen oder aus gesundheitlichen Bedenken besser darauf verzichten sollten, sollten nach besseren Alternativen suchen.

5 gesunde Alternativen zum morgendlichen Kaffee

Auch wenn sich der eine oder andere nicht vorstellen mag, anstatt Kaffee am Morgen etwas Anderes zu trinken: Es gibt durchaus Alternativen, die zudem weitaus gesünder sind.

  1. Japanischer Matcha-Tee: Hergestellt aus gemahlenen Grünteeblättern liefert er dem Körper genügend Energie, um richtig wach zu werden. Darüber hinaus gilt dieser Tee als besonders gesundheitsfördernd. Er verhindert die Entstehung schwerwiegender Erkrankungen. Regelmäßig getrunken wird ihm auch eine schlankmachende Wirkung nachgesagt.
  2. Ingwer-Heißgetränk: In Scheiben geschnitten und mit heißem Wasser übergossen, regt dieses Ingwergetränk besonders gut den Stoffwechsel und den Kreislauf an. Mit ein wenig Honig oder einigen Spritzern Zitronensaft ein wahres Powergetränk am frühen Morgen.
  3. Guarana-Drink: Ein idealer Koffeinkick am Morgen, da die Samen der Guaranafrucht sehr viel Koffein enthalten, dieses aber langsamer an den Körper abgeben. Gemischt mit einem leckeren Saft bringt dieses Pulver Power für den Tag.
  4. Morgentrunk aus Kurkuma, Zitrone und Cayennepfeffer: Für diesen extrem gesunden und besonders anregenden Morgentrunk wird gepresster Ingwer mit 1 Teelöffel Kurkuma, einer Prise Cayennepfeffer und dem Saft einer Zitrone gemischt und anschließend mit heißem Wasser übergossen.
  5. Südamerikanischer Mate-Tee: Ein Heißgetränk, welches nicht nur anregend ist und damit wach macht, sondern welches zudem viele positive und gesunde Effekte auf unseren Organismus mit sich bringt. Reich an Vitamin A, B1, B2 und C regt der Tee nicht nur allgemein an, sondern beschleunigt Stoffwechselprozesse und ist gut für die Nerven und Muskeln.

Was kann ansonsten noch helfen, um morgens fit und wach zu sein?

Neben den gesunden Alternativen zum Kaffee ist es natürlich wichtig, dass man einen gesunden und erholsamen Schlaf genießen konnte und den Körper nicht zu oft mit ungesunden Lebensmitteln belastet.

Eine ausgewogene und gesunde Ernährung, die viel Obst und Gemüse enthält, gilt generell als Energiekick, der sich bemerkbar macht. Hinsichtlich des Schlafes aber ist es entscheidend, ob die Bettausstattung den eigenen Bedürfnissen entspricht. Dazu zählen in erster Linie die passende Matratze inklusive Matratzenschutz sowie die optimalen Bettwaren, die dem eigenen Schlaftyp entsprechen sollten.

Darüber hinaus spielen eine gesunde Schlafumgebung und das optimale Raumklima eine wichtige Rolle. Nur in einem kühlen, ruhigen und dunklen Raum lässt sich ohne Probleme zu einem gesunden Schlaf finden.

Wer aber von sich behaupten kann, dass er ausreichend und wirklich erholsam schläft, der wird am Morgen auch nicht sofort einen starken Kaffee brauchen. Denn dann kann der Körper ganz allein und ohne Probleme seinen eigenen Wachmacher produzieren. Den Rest der benötigten Leistungsfähigkeit holt man sich auf diese Weise nämlich im Schlaf.

So kann der Kaffee das wohlschmeckende Genussmittel bleiben, was er eigentlich ist. Anstatt als Suchtmittel missbraucht zu werden und damit den Körper zu schädigen.

Der Kaffee am Morgen ist als Wachmacher also nicht wirklich sinnvoll – da gibt es weitaus bessere Alternativen!

Doch, wie sieht es mit Energydrinks aus? Gerade jüngere Menschen konsumieren oft nicht nur Unmengen des vermeintlichen Powergetränks, sondern greifen immer öfter auch am Morgen auf einen Energydrink zurück, um fit zu werden.

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Energy-Drinks sind ein oftmals unterschätztes Risiko

Energy Drink und Daumen nach unten

Sie gelten als ideale Wachmacher, beleben Körper und Geist und werden immer öfter als Alternative zum Kaffee konsumiert: Energy-Drinks.

Doch ihre Inhaltsstoffe sind nicht nur dazu geeignet, die Leistungsfähigkeit für einen kurzen Zeitraum zu steigern und die Müdigkeit zu vertreiben. Vielmehr birgt der regelmäßige oder auch übermäßige Konsum von Energy-Drinks oftmals ein unterschätztes Risiko für die Gesundheit.

Die Nebenwirkungen dieser Drinks verleihen beileibe keine Flügel, sondern sind eher erschreckend, wenn man bedenkt, dass vor allem Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene verstärkt zu Energiedrinks aus der Dose greifen.

Was ist in den Energy-Drinks enthalten?

Energy Drink

Kaum ein Konsument macht sich wirklich Gedanken darüber, dass die in den süßen Energy-Drinks enthaltenen Inhaltsstoffe natürlich auch jeder für sich eine gewisse Wirkung und Nebenwirkung im menschlichen Körper entfalten kann.

In einem solchen Getränk sind in der Regel enthalten:

  • Wasser
  • Kohlensäure
  • Vitamine
  • Mineralstoffe
  • Koffein
  • Taurin
  • Glucuronolaceton
  • Farbstoffe
  • Aromastoffe

Flüchtig betrachtet klingt es ja gar nicht mal so schlecht, denn Vitamine und Mineralstoffe klingen durchaus gesund. Selbst Koffein kann so schädlich nicht sein, wenn man bedenkt, wie viele Menschen täglich mehrere Tassen Kaffee trinken und trotzdem als gesund gelten. Oder? Immerhin enthält eine Tasse Kaffee zwischen 50 und 100 Milligramm Koffein, während es ein handelsüblicher Energy-Drink von 250 ml auf 80 Milligramm Koffein bringt. In einem Glas Cola sind übrigens rund 60 Milligramm Koffein enthalten.

Viele Anhänger der kleinen Wachmacher fragen sich also, wo das Problem mit den Energy-Drinks liegt. Irgendwie klingt das alles doch gar nicht so schlimm. Oder?

So wirken die verschiedenen Inhaltsstoffe der Energy-Drinks auf den menschlichen Körper

Durch das enthaltene Koffein wirken Energydrinks sehr anregend und vertreiben die Müdigkeit. Für eine kurze Zeitspanne trifft das auch zu, so dass nach dem Genuss eines solchen Getränkes die Konzentration- und Leistungsfähigkeit zunimmt.

Dabei tritt diese Wirkung recht schnell ein. Denn bereits rund 15 Minuten nach dem Verzehr dieser Drinks ist das Koffein endgültig im Blutkreislauf angekommen, wodurch die Herzfrequenz und der Blutdruck zu steigen beginnen.

Selbst der Blutzuckerspiegel erreicht nach 20 Minuten seinen Höhepunkt, so dass das Belohnungssystem in unserem Gehirn aktiviert wird und jede Menge des Glückshormons Dopamin freisetzt. Diese durch das Energy Getränk verursachte wache Phase dauert ungefähr 45 Minuten. In dieser Dreiviertelstunde könnte man sprichwörtliche Bäume ausreißen und kann mit viel Power an seine Aufgaben gehen.

Doch was passiert danach? Ungefähr eine Stunde, nachdem man ein Energygetränk getrunken hat, ist das energiegeladene Leistungshoch auch schon wieder vorbei. Nach ungefähr 60 Minuten ist der Zucker im Körper abgebaut und in Fett umgewandelt.

Jetzt kommt die nächste Phase von Müdigkeit und Erschöpfung. Viele Menschen reagieren in dieser Zeit überaus gereizt und nervös. Das in den Energy-Drinks enthaltene Koffein aber ist erst nach 12 bis 24 Stunden vollständig abgebaut.

Tipp: Wer diese kleinen zucker- und koffeinhaltigen Getränke regelmäßig und in kurzen Abständen zu sich nimmt, gefährdet seinen Körper durch die Nebenwirkungen, die auftreten können.

Welche Nebenwirkungen können auftreten?

Auch wenn ein Energy-Drink kein Medikament ist, erzeugt er durch seine Inhaltsstoffe bestimmte Wirkungen. Doch wo eine Wirkung auftritt, gibt es immer Nebenwirkungen. Diese sind bei den koffeinhaltigen Wachmachern mindestens ebenso risikoreich, wie es bei manchen Medikamenten der Fall ist.

Zu den Nebenwirkungen von Energy-Drinks zählen unter anderem:

  • Schlafstörungen
  • Gereiztheit und Nervosität
  • Magen-Darm-Beschwerden, wie Übelkeit oder Verstopfungen

Ebenso werden die erneuten Müdigkeitszustände nach dem Abbau des Koffeins im Körper schnell zur seelischen Belastungsprobe. Oftmals werden sie von den sogenannten Dauer-Konsumenten als viel intensiver erlebt, als sie tatsächlich sind.

Häufig ist dann zu beobachten, dass schnell zur nächsten Dose mit dem Energydrink gegriffen wird. Hier besteht die große Gefahr, dass man die zuckersüßen Wachmacher regelrecht überdosiert.

Gestresster Mann im Bett

Ab wann sind Energydrinks als bedenklich oder gar gefährlich einzustufen?

Sicher ist es kein Problem, wenn man hin und wieder eine Dose Energy trinkt. Gesundheitlich brisant wird es erst dann, wenn die Tagesration mehr als 1 bis 2 Energy Dosen umfasst. Denn das koffeinhaltige Kaltgetränk bringt das Herz in Schwung, was bei empfindlichen Menschen schnell zu Herzrhythmusstörungen führen kann.

Auch der zu hohe Koffeingehalt im Körper, der bei übermäßigem Genuss entsteht, kann gefährlich werden. Es kann zu akutem Nierenversagen und Krampfanfällen kommen.

Ebenso halten es Experten für bedenklich, wenn die Energy-Drinks als Wachmacher bei langen Autofahrten konsumiert werden. Die Müdigkeit wird hier maximal überspielt, nicht aber bekämpft. Das führt häufig dazu, dass sich Konsumenten der Powerdrinks schnell überschätzen und eine Gefahr für sich und andere Verkehrsteilnehmer werden.

Wirklich gesundheitsgefährdend wirken Energy-Drinks in Verbindung mit Alkohol. Denn hier kommt es verstärkt zu einem Flüssigkeitsverlust, also einer Dehydrierung.

Darüber hinaus ist es aber die stark verminderte Reaktionsfähigkeit, die bei dem Zusammenspiel von Alkohol und Energy-Drinks zum Risiko werden kann.

Ungeeignet sind die Energy-Drinks auch in Kombination mit sportlichen Aktivitäten. Die Menge an Vitaminen und Mineralstoffen reicht bei Weitem nicht aus, um die durch Schwitzen verlorenen Mineralstoffe wieder aufzufüllen.

Die übermäßige Beschleunigung des Herzrhythmus wird durch das Koffein noch stark erhöht, so dass es hier schon des Öfteren zu körperlichen Zusammenbrüchen gekommen ist.

Tipp: Der Koffeingehalt der Energy-Drinks sollte natürlich auch Schwangere oder Menschen mit Herz-Kreislauf-Beschwerden davon abhalten, diese Wachmacher zu konsumieren!

Mann mit Kopfschmerzen

Energy-Drinks steigern nur kurzzeitig das Leistungsvermögen

Experten sind sich einig: Energy-Drinks steigern kurzzeitig das Leistungsvermögen, bringen den Körper aber bei übermäßigem Konsum schnell an die Grenze des vertretbaren Gesundheitsrisikos.

Die leistungssteigernden Effekte eines solchen Getränkes stehen nicht wirklich in einem guten Verhältnis zu den möglichen Nebenwirkungen, die hervorgerufen werden können, wenn man die Menge an Energy-Drinks überdosiert. Als Durstlöscher ungeeignet und in kleinen Mengen ungefährlich, liegt hier die Gefahr in der möglichen und völlig unterschätzten Überdosierung.

Das enthaltene Taurin hat nicht wirklich eine Wirkung, doch es verstärkt die Wirkung der anderen Inhaltsstoffe, allen voran des Koffeins. Statt auf Energy-Drinks zu setzen, um eine bessere Leistungs- und Konzentrationsfähigkeit an den Tag zu legen, sollte stattdessen für ausreichend gesunden und erholsamen Schlaf gesorgt werden.

Hier spielt die passende Bettausstattung eine große Rolle. Denn wer gut und ausreichend schläft, ist am nächsten Tag fit genug, um auf Energydrinks zu verzichten. Kleine Pausen an der frischen Luft oder ein Powernapping untertags helfen, die tagtäglichen Herausforderungen besser zu bewältigen.

Um Müdigkeit beim Autofahren zu reduzieren, sind Energy-Drinks ebenso ungeeignet wie Kaffee. Vor einem hochgefährlichen Sekundenschlaf ist man auch mit diesen Getränken nicht geschützt. Damit sind wir auch bereits bei dem dritten interessanten Fakt rund um die Müdigkeit.

Denn, was nur Wenige wissen: Schneller als einem lieb ist, kann einen der lebensgefährliche Sekundenschlaf überkommen.

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Sekundenschlaf kann tödlich sein! Vorsicht!

Eingeschlafene Frau am Lenkrad

Es will zwar keiner wirklich zugeben, doch vermutlich kennt es jeder: Man sitzt schon seit Stunden hinter dem Lenkrad und plötzlich zuckt man zusammen. Das sind nicht etwa irgendwelche Muskelreaktionen, sondern in fast allen Fällen der gefährliche Sekundenschlaf, aus dem man gerade wieder hochschreckt. Glück haben diejenigen, bei denen es bei dieser Schrecksekunde bleibt.

Doch Experten warnen immer wieder vor der tödlichen Gefahr des Sekundenschlafs. Denn rund 25 Prozent der Unfälle sind auf diese kurze Schlafphase zurückzuführen!

Woran man den Sekundenschlaf erkennt?

Zunächst einmal nennt man diesen Mikroschlaf deswegen Sekundenschlaf, weil er bei Autofahrern gerade einmal 0,5 Sekunden dauert.

Immerhin bis zu 30 Sekunden kann dieser Kurzschlaf bei Zugführern beispielsweise andauern, was allerdings nicht wirklich so viel mehr Zeit ist. Denn im Grunde sprechen wir hier von einem so kurzen Zeitraum, in dem manche noch nicht einmal zum Blinzeln gekommen sind, wenn man so will.

Im Grunde handelt es sich beim Sekundenschlaf um ein ungewolltes und oft nicht wahrgenommenes Einnicken.

Diese kurze Phase des Schlafens, wenn man es denn überhaupt so nennen kann, bringt aber keine Erholung, wie man das zum Beispiel vom Powernapping her kennt.

Deswegen kann man den Sekundenschlaf eigentlich nicht wirklich erkennen, auch wenn es natürlich Hinweise gibt:

Gähnender Mann am Steuer

  • es kommt zunehmend zu Problemen, die Spur zu halten
  • immer häufiger wird über den seitlichen Begrenzungsstreifen oder Mittelstreifen gefahren
  • der Blick ist starr auf die Fahrbahn gerichtet
  • beim Anblick der Straße überkommt einen das Gefühl, dass die Fahrbahn immer enger wird
  • die letzten gefahrenen Streckenkilometer bleiben nicht in der Erinnerung haften
  • Straßenschilder, Abzweigungen oder gar Ausfahrten werden übersehen
  • unbewusst und ohne erkennbaren Grund wird die Geschwindigkeit verlangsamt oder erhöht
  • die Augen beginnen zu brennen, und man hat das Bedürfnis, sich häufiger die Augen reiben zu wollen
  • oftmals ist damit ein häufiges Blinzeln und unscharfes Sehen verbunden
  • häufiges und immer wiederkehrendes Gähnen, welches sich nicht mehr unterdrücken lässt
  • die Gedanken schweifen immer öfter ab und die Konzentration lässt merklich nach
  • innerliche Unruhe macht sich breit und der Drang nach Bewegung verstärkt sich
  • nervöse, angespannte, aggressive und gereizte Stimmung macht sich breit
  • das Temperaturempfinden sinkt ab und häufig wird hier ein Frieren oder Frösteln spürbar

HINWEIS: Diese Merkmale werden meist nicht wirklich bewusst wahrgenommen, dauern in der Regel nur kurz und kündigen den befürchteten Sekundenschlaf wenn, dann nur ganz kurz vor dem Einnicken an. Deswegen ist hier absolute Vorsicht geboten! Die Folgen können fatal sein.

TIPP: Erste Anzeichen von Müdigkeit hinter dem Steuer niemals unterschätzen oder gar ignorieren. Besser ist es, beim ersten Anzeichen von Müdigkeit anzuhalten und eine Pause einzulegen, die durchaus effektiver ist, wenn man sich an der frischen Luft bewegt.

Welche Ursachen kann der Mikroschlaf haben?

Viele Experten und Mediziner sprechen beim Sekundenschlaf von einer Notwehrreaktion des Körpers. Dann nämlich, wenn zur völligen Übermüdung die Monotonie des Autofahrens hinzukommt, schaltet der menschliche Körper sozusagen in den Stand-by-Modus. Die Folge ist der Mikroschlaf, vor dem sich alle Fahrzeugführer fürchten.

Die Ursachen können sein:

  • zu lange Wachphasen: je länger man wach ist, umso mehr entsteht das Bedürfnis nach Schlaf
  • zu wenig erholsamer Schlaf: besteht über einen längeren Zeitraum zum Beispiel eine Schlafstörung oder kommt es nicht regelmäßig zu einer ausreichenden Schlafperiode, holt sich der Körper die Erholung, die er braucht
  • der individuelle Biorhythmus: gerade Fahrten, die außerhalb der leistungsfähigen Zeit des eigenen Biorhythmus liegen, sind gefährlich, da hier die Leistungsgrenze noch nicht erreicht ist, in welcher man konzentriert und ausgeruht hinter dem Steuer sitzen kann
  • Erkrankungen: neben langanhaltenden Schlafstörungen kann die Schlafapnoe, also die nächtlichen Atemaussetzer, dazu führen, dass der Körper nicht ausgeruht und nicht erholt ist

Neben den vorgenannten Ursachen können auch bestimmte Risikogruppen vom Sekundenschlaf besonders stark betroffen sein.

Dazu gehören beispielsweise:

  • Berufspendler
  • Berufskraftfahrer
  • Urlauber, die sehr lange Strecken fahren.

Was kann vor dem Sekundenschlaf schützen?

Keinesfalls helfen, wie bereits angesprochen, Energy-Drinks oder Kaffee! An erster Stelle steht vielmehr ausreichend Schlaf vor Fahrtantritt. Denn nur, wer sich noch zu Hause einen guten und erholsamen Schlaf gönnt, wird auch bei längeren Autofahrten nicht so schnell Gefahr laufen, hinter dem Steuer einzunicken.

Selbst ein Powernapping von 15 bis 20 Minuten vor der Fahrt kann wahre Wunder bewirken. In dieser Zeit kann der Körper sich entspannen und erholen. Das Gehirn kann ein gesundes Level an Erholung erreichen.

Bei längeren Fahrten sollte auf regelmäßige Pausen geachtet werden, die man möglichst an der frischen Luft mit ein wenig Bewegung kombinieren sollte.

Folgende Mittel helfen nicht oder nur bedingt gegen den Sekundenschlaf:

  • laute Musik
  • Gespräche mit dem Beifahrer
  • Energydrinks
  • Hoher Kaffeekonsum
  • offenes Fenster

HINWEIS: Mit einem Beifahrer wird zwar die Fahrt durchaus kurzweiliger. Doch sind lange Gespräche oder auch Diskussionen eher nachteilig zu bewerten, da das sehr stark ablenken kann. Ein schlafender Beifahrer aber forciert unter Umständen die eigene Müdigkeit.

Schlafender Mann am Tag

Technische Hilfen im Fahrzeug

Immer mehr Fahrzeuge sind heutzutage mit einem Warnsystem ausgestattet, welches uns davor warnen soll, hinter dem Steuer einzuschlafen. Diese hochentwickelten Systeme analysieren dabei das Lenkverhalten. Sollte dies nicht wie üblich sein, erscheint ein Warnhinweis im Cockpit, welcher darauf hinweist, dass eine Pause dringend notwendig ist.

Doch eine Studie hat hier ergeben, dass Fahrzeugführer, deren Auto mit solchem einem Warnsystem ausgestattet ist, schneller dazu bereit sind, ein Risiko einzugehen. Das bedeutet, dass diese Fahrer einfach darauf warten, bis der Warnhinweis erfolgt, anstatt bei einem Anzeichen von Müdigkeit auf den Parkplatz zu rollen, um Pause zu machen.

Wenn ein Fahrassistenzsystem an Bord ist, neigen viele Fahrer, vor allem Berufskraftfahrer dazu, die eigene Leistungsgrenze schneller zu überschreiten und an die eigene Belastungsgrenze zu gehen!

TIPP: Trotz eingebautem Warnsystem ist es immer sinnvoll, auf den eigenen Körper und dessen Warnsignale zu achten!

Nur gut ausgeschlafen auf längere Fahrten gehen!

Der Sekundenschlaf dauert nur wenige Sekunden. Diese kurze Zeit kann schon ausreichen, um in einen tödlichen Unfall verwickelt zu werden. Um erst gar nicht in eine solche Gefahrensituation zu geraten, ist es immer empfehlenswert, sich richtig gut auszuschlafen, bevor man auf große Fahrt geht. So kann ein gut ausgestattetes Bett beispielsweise genau die Erholung für den Körper bieten, die er im Vorfeld braucht, um konzentriert und leistungsfähig am Straßenverkehr teilzunehmen.

Erste Anzeichen von Müdigkeit sollten niemals ignoriert werden, wie z.B. häufiges Gähnen. Doch, was hat es mit dem Gähnen auf sich? Ist es wirklich ansteckend, wenn z.B. der Beifahrer gähnt und nicht immer ein Zeichen von Müdigkeit?

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Weshalb gähnen wir, und ist Gähnen wirklich ansteckend?

Gähnende Frau

Schenkt man dem Wörterbuch Glauben, so ist das Gähnen ein Zeichen der Müdigkeit oder der Langeweile. Auch wenn dem wohl meistens so ist, so ist das Gähnen in erster Linie sowohl bei Menschen als auch bei Tieren ein reflexartiges Verhalten. Man kann es also weder steuern, noch sollte man es unterdrücken.

Was sind die Gründe, die diesen Reflex auslösen und warum steckt es an, wenn jemand in unserer Umgebung gähnt?

Die Ursachen des Gähnens

Grundsätzlich muss man vorwegnehmen, dass das Gähnen sehr komplex ist und die Wissenschaft es Chasmologie nennt. Vieles, was mit dem Gähnen zusammenhängt, ist immer noch gänzlich unerforscht. So langsam lüften sich einige Geheimnisse rund um diesen Vorgang, den man zu jeder Tageszeit bei sich und anderen beobachten kann.

Gähnender Mann

So ist das Gähnen:

  1. nicht immer abhängig von zu wenig Schlaf.
  2. kein absoluter oder eindeutiger Hinweis auf Müdigkeit -> auch nach dem Schlafen wird viel und herzhaft gegähnt.
  3. kein Garant dafür, dass das Gehirn mit zusätzlichem Sauerstoff versorgt wird -> Forscher fanden bereits heraus, dass es unerheblich ist, ob man viel oder wenig gähnt, denn die Sauerstoffzufuhr wird deswegen nicht mehr und auch nicht weniger beeinflusst. Nachgewiesener Maßen wird nicht weniger gegähnt, wenn man reinen Sauerstoff oder Luft mit einem erhöhten Anteil an Kohlendioxid von 3 bis 5 Prozent einatmet.
  4. nur reflexartig, aber deswegen noch lange kein Reflex als solches -> um ein tatsächlicher Reflex zu sein, müsste das Gähnen einen bestimmten Reiz zur Grundlage haben.
  5. nicht wirklich ein sogenannter Wachmacher -> Forscher konnten nachweisen, dass die Hirnaktivität nach oder vor dem Gähnen keinen Unterschied aufwies.
  6. ein Kühlfaktor für das überhitzte Gehirn -> diese These konnte zwar in einigen Studien nachgewiesen werden, wo bei hohen Außentemperaturen die Körpertemperatur stieg, aber insgesamt weniger gegähnt wurde. Doch wenn die Temperatur im Gehirn angestiegen ist, wird sie durch das Gähnen wieder abgesenkt. Andere Tests bewiesen, dass im Sommer generell mehr gegähnt wird.

Hingegen wurde bei verschiedenen Studien beobachtet, dass das Gähnen durchaus aufgrund von Stress oder Langeweile auftritt. Ebenso können Erkrankungen wie zum Beispiel Multiple Sklerose, Migräne oder die Strahlenkrankheit in seltenen Fällen dafür verantwortlich sein, dass man häufiger als normal gähnt.

Auch Medikamente und Substanzen verursachen eine erhöhte Gähnfrequenz, wie beispielsweise bei Patienten beobachtet werden konnte, denen Opioide, Lidocain oder auch Flecainid verabreicht wurden.

Gähnen steht oft ebenfalls in Verbindung mit dem Recken und Strecken nach dem Aufstehen. Auch in anderen Situationen, in denen das Gähnen beobachtet wurde, kann man von einem Dehnen und Strecken ausgehen, was grundsätzlich schon in diesem Akt als solches begründet liegt.

Beim Gähnen wird meist der Mund weit aufgerissen und die Augen geschlossen, wobei der Körper selbst unbewusst gestreckt wird. Damit werden unmerklich Anspannungen gelöst, was besonders in Stresssituationen oder in Momenten des Wartens hilfreich ist.

Ausgelöst wird das Gähnen im Übrigen durch die Veränderung der Gehirnchemie. Selbst dann, wenn es infolge einer ansteckenden Beobachtung geschieht. In der Regel dauert der Akt des Gähnens rund sechs Sekunden und geschieht meist häufig hintereinander.

TIPP: Auch, wenn es noch nicht so ganz klar ist, warum man im Sommer öfter gähnen muss, kann es dennoch durchaus hilfreich sein, sich einen kalten Waschlappen auf die Stirn zu legen. Dadurch soll das Gähnen unterdrückt werden. Vermutlich, weil ein solch kühler Waschlappen generell den Kreislauf anregt und für Abkühlung sorgt.

Gähnende Frau

Warum ist Gähnen ansteckend?

Es ist nicht von der Hand zu weisen, dass Gähnen ansteckend wirken kann. Hirnforscher, die sich mit diesem Thema näher befasst haben, konnten nachweisen, dass dieses reflexartige Verhalten oft mit Emotionen zusammenhängt. Auch wenn die komplexen neuralen Abläufe noch nicht endgültig erforscht werden konnten, ist es eine Tatsache, dass selbst der Gedanke an das Gähnen schon dazu animiert, selbst den Mund aufzureißen und zu gähnen. Forscher sprechen hier von einem sogenannten Echophänomen.

Vereinfacht ausgedrückt bedeutet das: Je mehr die Großhirnrinde erregbar ist, umso häufiger wird gegähnt oder ist Gähnen ansteckend.

  • Unterdrückt man das Gähnen, wird der Drang danach ungleich größer!
  • Depressive Menschen gähnen ohne die Einnahme von Antidepressiva weitaus weniger!
  • Auch das Gähnen von Tieren wirkt ansteckend!

In Studien wurde zudem festgestellt, dass das ansteckende Gähnen unter Freunden und Familienmitgliedern häufig sehr viel weiter verbreitet ist, als wenn man es bei einem Fremden beobachtet. Es wird vermutet, dass der Grund in den empfundenen Emotionen und im sozialem Umfeld zu suchen ist.

Gähnende Frau

Möglich ist auch die These, dass in sozial aufeinander eingestellten Gruppen das Gähnen schneller ansteckt als anderswo, weil damit die Aufmerksamkeit und Wachsamkeit gegenüber möglichen Gefahren und Angreifern gesteigert werden soll.

Gähnen ist ein alltägliches Verhalten

Das Gähnen gehört nicht nur bei uns Menschen zum alltäglichen Verhalten. Mal mehr und mal weniger, in bestimmten Situationen häufiger und in anderen wieder weniger, ist das Gähnen als Reflexverhalten eingestuft. Die Forschungen zu diesem sehr natürlichen Verhalten bei Langeweile, Müdigkeit, Stress, Hunger oder als Gruppensymptomatik stecken noch in den Kinderschuhen.

Grundsätzlich aber wird das Gähnen ausgelöst durch eine Veränderung der Gehirnchemie. Vor allem sind dabei zwei Rezeptoren beteiligt, die bei der Übermittlung von Informationen mit Dopamin arbeiten. Da morgens das Dopamin-Level am höchsten ist, scheint es nur natürlich, dass man am häufigsten morgens gähnt.

Auch jene Rezeptoren in unserem Gehirn, die auf Opioide reagieren, können das verstärkte Gähnen auslösen. Grundsätzlich ist es aber noch nicht erforscht, warum man nun gähnt.

Einzig die Tatsache, dass man gähnt und nicht nur die Müdigkeit oder der Schlafmangel daran schuld sind, ist als erwiesen anzusehen.

Viele Thesen sind aufgestellt und manche Mythen bereits widerlegt worden. Vielleicht ist das Gähnen ja tatsächlich eine Übergangsphase, in der unser Gehirn sich auf den nächsten Tagesabschnitt vorbereitet. Wer gerade untertags häufig unter dem Drang zu gähnen leidet oder sich vielleicht nicht so gut konzentrieren kann, dem sei ein kühler Waschlappen oder auch eine Klimaanlage zu empfehlen. Denn die erhöhte Hirntemperatur lässt uns häufiger gähnen.

Viel zu gähnen ist auch typisch, wenn man an einem Jetlag leidet. In diesem Fall ist es sehr wohl zumeist Müdigkeit, die den Reflex auslöst. Aber, was genau ist ein Jetlag, wann tritt er auf und wie kann man diesem Phänomen entgegenwirken?

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Müde aufgrund eines Jetlags – das können Sie tun!

Jet-Lag Neonschild

Unter einem Jetlag versteht man eine vorübergehende Störung des persönlichen Schlaf-Wach-Rhythmus. Er ist für die Betroffenen meist sehr nachteilig, weil sehr oft gerade dann auftritt, wenn man sich eigentlich erholen will, nämlich nach einer Flugreise und häufig im Urlaub.

Wir haben uns mit dieser Befindlichkeitsstörung einmal näher befasst und halten die besten Tipps gegen Jetlag für Sie bereit.

Was sind die Ursachen für einen Jetlag?

Jeder Mensch hat seinen ganz eigenen Schlaf-Wach-Rhythmus, der auch als innere Uhr oder Biorhythmus bezeichnet wird. Damit wird faktisch für jeden ganz individuell gesteuert, wann man müde wird oder auf einem Leistungshoch ist.

Der Hormonhaushalt und der Elektrolythaushalt werden darüber ebenso gesteuert wie die Körpertemperatur und natürlich das individuelle Leistungsvermögen in jeglicher Hinsicht.

Das Steuerungsmodel, wenn man so will, befindet sich im Gehirn, wo es sozusagen auf den jeweiligen Tag-Nacht-Rhythmus, also auf hell und dunkel reagiert. Üblicherweise also jene Zeitzone, in der man hauptsächlich lebt und an deren Tageszeiten der Körper gewöhnt ist.

Kommt es nun durch eine Flugreise zu einem schnellen Überschreiten verschiedener Zeitzonen, gerät die innere Uhr aus dem Takt und ein Jetlag ist die Folge.

Wie macht sich ein Jetlag bemerkbar?

Da sich selbst bei Menschen aus einer Zeitzone der individuelle Biorhythmus voneinander unterscheidet, machen sich die Symptome eines Jetlags auch unterschiedlich stark bemerkbar. Das jeweilige Lebensalter, das Geschlecht sowie die individuellen Lebensumstände können eine Rolle spielen, wie stark die Störung des Schlaf-Wach-Rhythmus in Erscheinung tritt.

Schlaflose Frau bei Nacht

In der Regel kann man einen Jetlag daran erkennen, dass er sich in folgenden Symptomen äußert:

  • Ein- und Durchschlafstörungen
  • Tagesmüdigkeit und Abgeschlagenheit
  • körperliches Unwohlsein
  • erhöhtes Schlafbedürfnis
  • verminderte Leistungs- und Konzentrationsfähigkeit
  • Kopfschmerzen
  • Appetitlosigkeit
  • Magen-Darm-Probleme
  • Niedergeschlagenheit und Antriebslosigkeit

Viele der Betroffenen haben das Problem, dass sie sich nach der Flugreise regelrecht krank fühlen, was gerade im Urlaub oft als extrem störend empfunden wird. Denn wer will in der schönsten Zeit ausgerechnet das Bett hüten, anstatt sich der Erholung hinzugeben?

Wer geschäftlich unterwegs ist, wird damit oftmals sogar noch mehr Einschränkungen verknüpfen. Denn bei einer Geschäftsreise kommt oftmals noch der Zeitfaktor hinzu. Nach dem Flug muss man spätestens am nächsten Tag wieder topfit sein, doch durch den Jetlag gestalten sich Leistungs- und Konzentrationsfähigkeit eher schwierig.

Was hat die Flugrichtung mit den Auswirkungen zu tun?

In zahlreichen Studien konnte zudem nachgewiesen werden, dass die Flugrichtung maßgeblich dafür verantwortlich ist, dass man die Symptome des Jetlags deutlicher oder weniger deutlich zu spüren bekommt.

Geht der Flug in Richtung Osten, treten die Jetlag-Symptome am stärksten zutage. Denn wer in diese Richtung seine Flugreise antritt, reist in einen gefühlt kürzeren Tag. Damit kommt der Organismus meist schlechter zurecht, als bei einer Flugreise gen Westen.

Hier verlängert sich der Tag und es fühlt sich im Grunde so an, als ob man einfach mal einen Tag länger wach war. Zudem sind es nicht nur die Flugrichtungen, die sich auf die Stärke des Jetlags auswirken können. Es kommt immer auch darauf an, wie viele Zeitzonen überflogen werden.

Ist es nur eine, spürt man selten etwas von einem Jetlag. Sind es hingegen mehrere, ist das eine harte Belastungsprobe für den Organismus und dementsprechend fallen die Symptome deutlich stärker ins Gewicht.

Insgesamt gibt es 12 Zeitzonen. Bei einem Flug nach Osten und einem Zeitunterschied von etwa acht bis zehn Stunden, sollte man möglichst einen Tag mehr einplanen, weil der Jetlag da am stärksten auftritt und vermutlich der Tag nach der Ankunft ohnehin nicht erholsam sein wird.

Überquert man sechs Zeitzonen, braucht es oftmals bis zu drei Tagen, bis der eigene Körper wieder auf Normaltaktung läuft.

TIPP: Als Faustformel gilt: Für jede Stunde Zeitverschiebung, braucht der Körper in etwa einen halben Tag, bis er sich angepasst und erholt hat.

Was kann man gegen einen Jetlag tun?

So unwahrscheinlich es im ersten Moment klingen mag, man kann dem Jetlag durchaus etwas entgegensetzen. Mit den folgenden Tipps lassen sich die eventuell auftretenden Symptome schon im Vorfeld minimieren beziehungsweise kann man die Störung des eigenen Schlaf-Wach-Rhythmus verhindern, indem man:


  • bereits drei Tage vor dem Flug den Körper auf die neue Zeitzone einstellt -> fliegt man nach Osten, sollte man schon zu Hause eine Stunde früher zu Bett gehen und eine Stunde früher aufstehen, fliegt man nach Westen, sollte man eine Stunde später ins Bett gehen und auch eine Stunde später aufstehen
  • die Uhr bereits dann auf die neue Zeit umstellt, wenn man den Flieger besteigt beim Flug nach Osten versucht, im Flieger zu schlafen und bei einem Flug nach Westen möglichst wach bleibt
  • am Zielort bewusst den Rhythmus der neuen Zeitzone annimmt -> das beinhaltet die ortsüblichen Essenszeiten ebenso, wie das Ausnutzen des Tageslichts vor Ort
  • viel Wasser trinkt und auf Alkohol während des Fluges verzichtet
  • im Flugzeug auf die richtige Ernährung achtet -> Richtung Osten kann man sich ruhig mit kohlehydratreichen Essen sättigen, da man so leichter schlafen kann, geht es indes nach Westen, sollte man nur leichte und eiweißreiche Kost zu sich nehmen, damit man möglichst leichter wachbleiben kann

Hand auf Wecker

Zudem sollte man sich in den ersten Tagen möglichst die Zeit nehmen, alles ein wenig ruhiger anzugehen und die erste Nacht möglichst lange zu schlafen. Zusammen mit einem langen Aufenthalt im Freien und bei Tageslicht, kann das sehr gut gegen Jetlag-Symptome helfen.

Hinweis: Auch im Urlaub wird durch den Aufenthalt im Freien bei Tageslicht die Melatoninproduktion angekurbelt, weswegen man selbst bei starken Jetlag-Symptomen den ausgedehnten Strandspaziergang zum Beispiel unbedingt machen sollte, bevor man sich im Hotelzimmer zum Schlafen hinlegt.

Jetlag ist keine Krankheit!

Wer unter einem Jetlag leidet, ist im medizinischen Sinne nicht krank, auch wenn viele sich nach dem schnellen Überqueren mehrerer Zeitzonen so fühlen. Doch den durch eine Flugreise gestörten Biorhythmus kann man bereits im Vorfeld auf diese Reise einstellen, indem man sich einige Tipps zu Herzen nimmt. Dann sollten auch die bekannten Ein- und Durchschlafstörungen leichter zu umgehen sein.

Zu guter Letzt wollen wir uns noch einer Frage widmen, die sich viele von uns sicherlich schon gestellt haben, nämlich: Warum falle ich nicht aus dem Bett?

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Warum fällt man nachts nicht aus dem Bett?

Bauchschläfer in Vogelperspektive

Kinder fallen des Öfteren beim Schlaf aus dem Bett - doch als Erwachsener kennen wir dieses Problem eher selten. Und das, obwohl ausgewachsene Menschen nicht weniger bewegend träumen, als kleine Kinder.

Der Grund: Kinder müssen diese Fähigkeit sich auch im Schlaf im Bett orientieren zu können erst erlernen. Auch bei älteren Menschen kann die Orientierung im eigenen Bett nachlassen.

Die unbewusste Orientierung im Bett

Erwachsene haben sich über die Jahre die Fähigkeit angeeignet, die eigene Bettkante zu erkennen.

Der Trick: Während ein erwachsener Mensch sich im Bett herumdreht oder die Lage wechselt, schläft er nicht wirklich. Er befindet sich in einer bestimmten Schlafphase, in der er sogar die Augen öffnet, um sich zu orientieren. Dass er wach geworden wäre, daran kann sich der Erwachsene am nächsten Morgen nicht erinnern.

Fünf verschiedene Schlafphasen

Schlafendes Paar

Im Schlaf durchleben wir fünf verschiedene Schlafphasen, in denen wir mehr oder weniger tief in den Schlaf versunken sind.

Die Schlafphasen sind:

  • Leichtschlafphasen 1 und 2
  • zwei Tiefschlafphasen zur körperlichen Entspannung
  • REM-Phasen (Rapid Eye Movement - Traumphasen, in denen sich nur die Augen bewegen)

Man könnte vermuten, dass man besonders in den Traumphasen besonders viel bewegt - dem ist aber nicht so. Während der REM-Phase schützt uns unser Körper davor, indem unsere Muskeln erschlaffen. Das Einzige, was sich in dieser Zeit bewegt, sind unsere Augen.

Zwischen diesen Schlafphasen und insbesondere vor und nach den Traumphasen gibt es jedoch Momente, in denen wir fast wach sind. In diesen "Fast-Wach-Phasen" ist der Schlaf besonders leicht, sodass wir sogar unsere Augen öffnen. Sie sind mit zehn bis 15 Sekunden allerdings so kurz, dass wir sie nicht als Wachphasen wahrnehmen. Erwachsene bekommen in diesen Phasen dennoch mit, wenn sie sich am Rande des Bettes befinden.

Eine Fähigkeit, die Kinder erst noch erlernen müssen, denn ihre "Fast-Wach-Phase" ist noch nicht genug ausgeprägt.

Am besten schläft man im eigenen Bett

Im Laufe der Zeit lernen wir unbewusst, die Maße unseres Bettes in diesen Wachphasen abzuschätzen. Wir öffnen kurz die Augen oder tasten instinktiv nach der Bettkante, um uns zu orientieren. Dieses Prinzip funktioniert natürlich in einer gewohnten Umgebung am besten. Das ist auch ein Grund dafür, weshalb wir in fremden Betten häufiger wach werden, als in unserer eigenen Schlafstätte mit unserer gewohnten Matratze.

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Der Autor:

Oliver-Schramm-Chat-2

Oliver

„Schlaf ist für Menschen lebenswichtig. Im Schlaf entspannt und erholt sich der ganze Körper, das Immunsystem schöpft neue Kraft und die Seele verarbeitet Erlebtes. Wer nachts gut schläft, ist tagsüber fit und leistungsfähig."

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