Ab wann sollte ein Baby mit Kissen schlafen?

01.03.2014 08:30  Von:: Oliver

Ab wann sollten Babys ein Kissen bekommen?

Viele Erwachsene sind noch in dem Glauben aufgewachsen, dass kleine Kinder gerne auf weichen Kissen schlafen. Doch dieser Irrglaube wurde mittlerweile durch wissenschaftliche Studien widerlegt. Demnach ist es sinnvoll, Kinder im ersten Lebensjahr gänzlich ohne Kissen schlafen zu lassen.

Warum ist ein Kissen im Babybett gefährlich?

Das Schlafen in einem Bett voller Kuscheltiere und Kissen ist für Kinder eine gemütliche Vorstellung. Kinder sind jedoch bereits in der Lage, sich zu wenden, wie sie möchten. Bei Babys ist dies anders. Atmen Sie in ein Kissen, gelangt beim erneuten Einatmen Kohlendioxid in die Lunge der Säuglinge. Dadurch kann es zu einem Phänomen kommen, das als "Plötzlicher Kindstod" bekannt ist. Der plötzliche Kindstod tritt am häufigsten zwischen dem dritten und vierten Monat auf, rund 90 Prozent der Fälle ereignen sich im ersten halben Lebensjahr des Kindes. In dieser Zeit sollten Sie besonders darauf achten, das Kind ohne Kissen schlafen zu legen. Ab etwa einem Jahr sind die Kinder so mobil, dass ein Kissen im Bett keine Gefahr mehr darstellt.

Die perfekte Lage für das Baby

Das SIDS (Sudden Infant Death Syndrom) konnte bis heute nicht gänzlich geklärt werden. Doch wissenschaftliche Studien belegen, dass sich die Wahrscheinlichkeit für den plötzlichen Kindstod mit einigen Vorsichtsmaßnahmen drastisch verringert. Dazu zählt auch das Schlafen auf dem Rücken. Positionieren Sie das Baby mit den Füßen nah ans Bettende, damit sich das Kind nicht in das Bettzeug einrollen kann. Ein Baby ist erst mit einigen Monaten in der Lage, sich eigenständig umzudrehen. Deshalb ist es wichtig, das Kind in der richtigen Position schlafen zu legen. Alles, was den Atemwegen des Kindes in die Quere kommen könnte, ist im Kinderbettchen daher tabu. Auch kuschelige Dinge wie ein Schaffell oder ein Kissen gehören dazu. Babys, die sich noch nicht selbst drehen können, liegen daher am besten auf dem Rücken. Eingepackt in einen Babyschlafsack, kann das Baby so bis zum nächsten Morgen durchschlummern.

Festes Bettzeug und eine atmungsaktive Matratze

Um zu verhindern, dass sich das Baby in Bettzeug verfängt, ist ein dünner Schlafsack die optimale Lösung. Auch eine dünne, feste Decke ist geeignet. Die Matratze sollte atmungsaktiv sein, damit das Baby auch auf der Seite liegend mit genügend Sauerstoff versorgt ist und nicht das ausgeatmete Kohlendioxid wieder einatmet. Kleine Kinderkörper haben noch Probleme, die Temperatur zu regulieren. Besonders Überhitzung ist eine große Gefahr. Verzichten Sie auch deswegen auf dicke Bettdecken und setzen Sie auf leichte Nachtbekleidung.


Kommentar schreiben
Captcha

Bitte geben Sie die Zahlenfolge in das nachfolgende Textfeld ein

Die mit einem * markierten Felder sind Pflichtfelder.