Schlechter Schlaf – was hilft bei…?

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Rund 8 Stunden verbringen wir jede Nacht mit Schlafen. In dieser Zeit soll sich der Körper vom Alltag regenerieren. Die nächtliche Ruhezeit ist darüber hinaus dafür gedacht, die Energiereserven aufzutanken, um fit in den folgenden Tag zu starten. Doch das klappt nicht immer. Es gibt unzählige Faktoren, die unsere Nachtruhe negativ beeinflussen können. Angefangen vom nächtlichen Schwitzen und frieren über Sodbrennen hin zum Zähneknirschen. Man wacht am nächsten Morgen wie gerädert auf oder hat Nackenschmerzen. Was kann man gegen die genannten Punkte machen? Wie schläft man selbst bei einer Erkältung gut? Im Folgenden wollen wir das genauer unter die Lupe nehmen!

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Inhaltsverzeichnis

Mittel gegen Nachtschweiß und Frieren

Älterer Mann wach im Bett

Was hilft bei Nachtschweiß?

Übermäßiges Schwitzen in der Nacht kann harmlos sein, es kann aber auch auf ernste Krankheiten hindeuten. In jedem Fall ist es lästig und behindert einen guten und erholsamen Schlaf. Welche Ursachen hat übermäßiges Schwitzen in der Nacht, was können Sie dagegen tun, und wie rüsten Sie Ihr Bett am besten aus, wenn Sie unter Nachtschweiß leiden? Wir sagen es Ihnen!

Was ist Nachtschweiß?

Übermäßiges Schwitzen in der Nacht hat sicher jeder schon einmal erlebt. Man wacht auf, ist schweißgebadet, das Nachthemd oder der Schlafanzug kleben am Körper, die Laken sind feucht und klamm, und man hat nur noch das Bedürfnis, zu duschen und das Bett neu zu beziehen. Was sind die Ursachen für dieses übermäßige Schwitzen? Ab wann muss man sich Sorgen machen und einen Arzt aufsuchen?

Was sind die Ursachen?

Mann mit Kopfschmerzen

Als einmaliges Erlebnis kennt sicher jeder das unangenehme Phänomen Nachtschweiß.

Es kann hervorgerufen werden durch:

  • Albträume
  • übermäßigen Alkoholgenuss
  • Nikotin
  • scharfes Essen
  • Medikamenteneinnahme
  • zu hohe Temperatur im Schlafzimmer
  • unpassende, zu warme Bettdecke

Diese simplen, harmlosen Ursachen können dahinterstecken, wenn man vereinzelt mitten in der Nacht schweißgebadet aufwacht, aber auch psychische und nervliche Belastungen und Stress können zu vermehrtem Schwitzen in der Nacht führen.

Tritt das Schwitzen häufiger oder regelmäßig auf, kann eine körperliche Ursache dahinterstecken:

bei Frauen tritt Nachtschweiß oft in den Wechseljahren auf

Infektionserkrankungen wie beispielsweise eine Grippe, aber auch HIV Erkrankungen und bakterielle Herzerkrankungen können Nachtschweiß hervorrufen

Diabetes kann zu vermehrtem Schwitzen in der Nacht führen

Nachtschweiß kann durch bestimmte Autoimmunerkrankungen ausgelöst werden

manche Krebserkrankungen wie Lymphdrüsenkrebs oder Leukämie können im Frühstadium zu Nachtschweiß führen

Auch wenn Nachtschweiß zahlreiche medizinische Ursachen haben kann, sollte man nicht gleich den Teufel an die Wand malen. Leidet man über längere Zeit unter dem nächtlichen Schwitzen, ohne dass sich eine offenkundige Ursache findet, kann es nicht schaden, es medizinisch abklären zu lassen.

Tritt der Nachtschweiß in Verbindung mit anderen Krankheitssymptomen auf, sollte man mit dem Arztbesuch nicht lange warten und die möglichen Ursachen lieber schnell abklären lassen.

Hausmittel gegen Nachtschweiß

Stecken keine krankheitsbedingten Ursachen hinter den nächtlichen Schweißausbrüchen, gibt es einige Hausmittel, mit denen sich der Nachtschweiß bekämpfen lässt. Einige von ihnen können auch mit einer medizinischen Therapie kombiniert werden.

  • Verzichten Sie am Abend und insbesondere direkt vor dem Schlafengehen auf Alkohol
  • Vermeiden Sie ab dem frühen Abend koffeinhaltige Getränke
  • Hören Sie auf zu Rauchen
  • Trinken Sie tagsüber genügend, mindestens 1,5 bis 2 Liter Flüssigkeit werden empfohlen
  • Sorgen Sie tagsüber für genug Bewegung, vor allem, wenn Sie eine vorwiegend sitzende Tätigkeit ausüben
  • Vermeiden Sie Übergewicht und nehmen Sie gegebenenfalls ab
  • Passen Sie Ihre Decke den Jahreszeiten an. Bei hohen Temperaturen im Sommer reicht oftmals nur ein Laken oder ein leerer Bettbezug aus
  • Überheizen Sie das Schlafzimmer nicht. Die ideale Schlafzimmer Temperatur liegt bei etwa 18° C
  • Versuchen Sie, sich vor dem Schlafengehen zu entspannen. Verzichten Sie auf spannende und aufwühlende Filme und Lektüre und versuchen Sie stattdessen, bei ruhiger Musik oder Naturgeräuschen abzuschalten
  • Machen Sie vor dem Schlafengehen zur Entspannung einen kleinen Spaziergang
  • Trinken Sie vor dem Schlafengehen eine Tasse Kräutertee. Vor allem Salbei Tee wird nachgesagt, dass er dem Nachtschweiß vorbeugt

Glückliche Frau mit Teetasse

Hygiene ist wichtig! Schon im Normalfall verliert der Mensch pro Nacht bis zu einem halben Liter Schweiß. Das Schwitzen ist eine normale, temperaturausgleichende Funktion des Körpers, die im Schlaf ebenso funktioniert wie im Wachzustand.

Über etwa zwei Millionen Schweißdrüsen, die in der Haut sitzen, wird Schweiß abgesondert, der während der Nacht in Bettwäsche, Decken und in die Matratze eindringen kann.

Während die Flüssigkeit oft verdunstet, reichern sich die im Schweiß befindlichen Salze und Eiweiße im Bett an und können beispielsweise aus dem Inneren der Matratze nicht mehr entfernt werden.

Ist keine ausreichende Belüftung gewährleistet, kann die Feuchtigkeit nicht völlig verdunsten, sobald sie einmal in die Matratze eingedrungen ist und im schlimmsten Fall kann sich so unentdeckt gesundheitsgefährdender Schimmel in der Matratze bilden.

Bei vermehrtem Nachschweiß werden weitaus größere Mengen an Schweiß abgesondert und die Gefahr, dass sich durch den Schweiß ein Hygieneproblem ergibt, ist ungleich größer. Aus diesem Grund sollten Sie Ihr Bett bei vermehrtem Nachtschweiß entsprechend ausstatten und so für ein angenehmes Schlafklima und eine gute Hygiene sorgen.

So rüsten Sie Ihr Bett perfekt aus

Von der Matratze über die Decken und Matratzenschoner bis hin zur Bettwäsche gibt es viele Produkte, die helfen, mit übermäßigem Schwitzen in der Nacht umzugehen.

Die Wahl der richtigen Matratze

Für Menschen, die nachts stark schwitzen, ist eine Federkernmatratze optimal geeignet. Sie sorgt durch den sogenannten Pumpeffekt, der durch die Bewegungen im Schlaf entsteht, für eine optimale Belüftung und stellt sicher, dass sich keine Flüssigkeiten im Matratzenkern ansammeln können. Gut geeignet sind auch atmungsaktive Matratzen wie beispielsweise Latexmatratzen.

Matratzen aus Kaltschaum sind für stark schwitzende Menschen weniger geeignet und von Matratzen aus Viscoschaum wird gänzlich abgeraten.

Der Bezug der Matratze ist von großer Bedeutung, wenn Sie stark schwitzen. Achten Sie darauf, dass er abnehmbar und waschbar ist sowie auf einen guten Feuchtigkeitstransport, hohe Atmungsaktivität und eine hohe Saugfähigkeit. Gut geeignet sind Bezüge aus Frottee, Baumwolle oder Mikrofaser.

Die Wahl der passenden Matratzenauflage

Schwitzen Sie während der Nacht so stark, dass Sie regelmäßig auf feuchten Laken aufwachen, sollten Sie zum Schutz Ihrer Matratze eine wasserundurchlässige oder wasserabweisende Matratzenauflage oder einen entsprechenden Matratzenbezug wählen. So stellen Sie sicher, dass kein Schweiß in die Matratze gelangt und diese nicht verunreinigt wird.

Für den Schlafkomfort empfiehlt sich zusätzlich eine Matratzenauflage mit gutem Feuchtigkeitstransport und hoher Saugfähigkeit. Gut geeignet sind Auflagen aus Lyocell, Baumwolle oder Frottee.

Die Wahl der richtigen Bettdecke

In vielen Fällen ist schlicht und einfach eine falsche Bettdecke für das nächtliche Schwitzen verantwortlich. Wenn Sie dazu neigen, im Schlaf stark zu schwitzen, wählen Sie eine leichte Bettdecke aus Naturfasern oder Mikrofasern.

Neben Baumwolle sind insbesondere Decken aus Zellulosefasern wie beispielsweise Lyocell oder aus Mikrofasern wie Polyester oder Polypropylen geeignet. Besonders klimaregulierend wirken Bettdecken aus Seide, Wildseide, Kaschmir oder Kamelhaar.

Die Wahl der passenden Bettwäsche

Wählen Sie eine atmungsaktive Bettwäsche, die über eine gute Saugfähigkeit verfügt. Baumwolle oder edles Leinen sind gut geeignet, beide Materialien haben a einen kühlenden Effekt und sind pflegeleicht.

Viele leiden auch am Gegenteil von Nachtschweiß: Nächtlichem Frieren. Wer nachts friert, kann meist schlecht einschlafen und noch schlechter durchschlafen.

Ständige Müdigkeit, bei der man sich gereizt und unausgeruht fühlt, sind die Folge. Was sind die Ursachen für das nächtliche Frieren und vor allem, was kann man dagegen tun? Hier erfahren Sie alles Wichtige rund um das nächtliche Frieren.

Träumerische Frau mit Kissen

Frierender Mann mit Decke

Wie kommt es zum nächtlichen Frieren?

Ebenso wie übermäßiges Schwitzen in der Nacht kann auch nächtliches Frieren viele verschiedene Ursachen haben.

Die häufigsten sind:

  • zu niedrige Temperatur im Schlafzimmer
  • ungeeignete Matratze
  • die falsche Bettdecke
  • medizinische Ursachen

Um etwas gegen das nächtliche Frieren zu unternehmen, ist es daher erst einmal wichtig, die Ursache dafür zu finden.

Wer plötzlich anfängt, nachts zu frieren, obwohl sich nichts an der Schlafsituation geändert hat, der sollte besser schnell einen Arzt aufsuchen, vor allem, wenn noch andere Symptome hinzukommen.

Wer hingegen nachts schon immer eher verfroren war und zur Gattung der Frostbeulen gehört, der sollte vor allem auf die richtige Matratze und die passende Bettdecke setzen.

Medizinische Ursachen abklären lassen

Frieren ist ein Schutzmechanismus des Körpers, der damit sicherstellt, dass die Kerntemperatur nicht zu weit absinkt und die inneren Organe nicht auskühlen. Bei niedrigen Temperaturen friert jeder Mensch, doch manche Menschen frieren deutlich schneller als andere. Das kann unter anderem gesundheitliche und medizinische Gründe haben.

Zu diesen zählen:

  • Durchblutungsstörungen
  • grippale Infekte mit Fieber und Schüttelfrost
  • Untergewicht
  • Schilddrüsenprobleme

Bei länger anhaltendem oder plötzlich auftretendem nächtlichen Frieren, bei plötzlicher Gewichtsabnahme und anderen zusätzlichen Symptomen sollte man daher besser einen Arzt aufsuchen.

Durchblutungsstörungen können beispielsweise auf Diabetes oder eine Arteriosklerose hindeuten, aber auch durch Rauchen oder Alkoholkonsum hervorgerufen werden und eine plötzliche Gewichtsabnahme kann viele verschiedene Ursachen haben.

Mann mit Zigarette im Bett

Das ideale Raumklima im Schlafzimmer

Oft bestehen keine medizinischen Ursachen für das nächtliche Frieren, sondern die Kombination aus Umgebungstemperatur, Matratze und Bettdecke passt einfach nicht. Im Schlafzimmer sollte daher immer auf eine Raumtemperatur zwischen 16° und 18° C geachtet werden. Wer nachts stark friert, sollte sich durchaus ein Thermometer für das Schlafzimmer zulegen und die Temperatur regelmäßig überprüfen.

Tipp: Liegt die Temperatur bei den empfohlenen Werten zwischen 16° und 18°, ist es ratsam, erst einmal auf die Matratze und die Decke zu schauen, ehe die Heizung im Schlafzimmer immer weiter aufgedreht wird!

Wichtig ist außerdem auch die Luftfeuchtigkeit. Sie hat einen Einfluss darauf, wie Temperaturen wahrgenommen und gefühlt werden. Kühle Luft kommt den meisten Menschen oft kälter vor, wenn sie zusätzlich feucht ist.

Die Lufttemperatur im Schlafzimmer sollte zwischen 40% und 60 % liegen, um zu einem angenehmen Raumklima beizutragen. Gemessen werden kann sie ganz einfach mit einem Hygrometer.

Gegen eine zu niedrige Luftfeuchtigkeit hilft oft ein Schälchen Wasser auf der Heizung, eine zu hohe Luftfeuchtigkeit lässt sich vor allem durch regelmäßiges Lüften beseitigen.

Ein gründliches Stoßlüften sollte im Sinne eines gesunden Raumklimas im Schlafzimmer regelmäßig nach dem Aufstehen und vor dem Schlafengehen praktiziert werden.

Die passende Matratze für Frostbeulen

Auch die Matratze hat durchaus Auswirkungen darauf, ob man im Bett friert oder nicht.

Am besten geeignet für Personen, die leicht frieren sind:

  • Kaltschaummatratzen
  • Latexmatratzen
  • Viscoschaummatratzen

Weniger gut geeignet sind Federkernmatratzen, die eine sehr gute Belüftung haben, dadurch aber auch dazu führen können, dass empfindliche Personen leichter frieren.

Nicht zu unterschätzen ist in Doppelbetten auch der Spalt zwischen den beiden Matratzen. Durch diese sogenannte Besucherritze zieht oft kühle Luft nach oben, was dazu führt, dass empfindliche Personen vermehrt frieren.

Um die Besucherritze zu schließen und einen kalten Luftzug zu vermeiden, gibt es mehrere Möglichkeiten:

  • eine Liebesbrücke
  • ein Topper
  • eine durchgehende Matratzenauflage

Tipp: Wärmende Matratzenauflagen beispielsweise aus Schurwolle können auch ohne Besucherritze dazu beitragen, dass man im Bett weit weniger friert.

Bettdecken gegen das Frieren

Eine wichtige Rolle spielt natürlich auch die Wahl der richtigen Bettdecke. Sie sollte nicht zu schwer sein, gut wärmen und für einen guten Feuchtigkeitstransport sorgen.

Sehr gut geeignet sind alle Arten von Materialien, die viel Luft einschließen können, da so eine ausgezeichnete Wärmeisolation gewährleistet wird.

Dazu gehören:

  • Daunen
  • Schurwolle
  • Kamelhaar
  • Kaschmir
  • synthetische Hohlfasern

Oft wird bei Bettdecken eine Wärmeklasse angegeben, die Aufschluss darüber gibt, wie gut die Decke die Körperwärme einschließt und isoliert. Wer leicht friert, sollte sich immer für eine Decke mit einer hohen Wärmeklasse entscheiden.

Praktisch sind auch Duo-Decken, die aneinander geknöpft werden können und mit denen so je nach Temperaturempfinden eine wärmere oder kühlere Decke genutzt werden kann.

Die richtige Bettwäsche

Ebenfalls wichtig ist die Bettwäsche. Wer leicht friert, sollte auf Bettwäsche aus glatten Materialen wie Baumwolle, Satin oder glatter Microfaser verzichten. Besser geeignet ist beispielsweise Biber Bettwäsche oder Bettwäsche aus Flanell.

Weitere Produkte, die gegen nächtliches Frieren helfen

Schlafende Frau am Morgen

Wer nachts zum Frieren neigt, findet noch viele weitere Produkte, die dafür sorgen, dass es im Bett angenehm warm und kuschelig ist.

Besonders empfehlenswert sind:

  • Matratzenauflagen mit wärmenden und isolierenden Eigenschaften. Dazu eigenen sich besonders gut Produkte aus Schurwolle, Kamelhaar, aber auch aus wärmeisolierenden Microfasern
  • Gefüllte Unterbetten eignen sich gut dazu, für mehr Wärme im Bett zu sorgen Wer unter kalten Füßen leidet, ist mit Bettschuhen gut beraten. Mit Daunenfüllung halten sie besonders warm, aber auch ein paar dicke Socken leisten gute Dienste
  • Warme Schlafanzüge aus angerautem Flanell helfen ebenfalls, das Frieren in der Nacht zu vermeiden. Schlafanzüge sind oft besser geeignet als Nachthemden, weil sie nicht hochrutschen
  • Für ganz besonders verfrorene Personen gibt es elektrische Heizdecken und elektrische beheizbare Matratzenauflagen. Bei diesen Geräten ist es wichtig, auf ein gültiges TÜV Siegel zu achten

Noch mehr Tipps und Tricks gegen nächtliches Frieren

Um das Frieren in der Nacht einzudämmen, gibt es noch einige Tipps und Tricks, mit deren Hilfe man wieder ohne zu frieren durchschlafen kann.

  • Das Rauchen aufgeben. Rauchen ist sehr oft für Gefäßverengungen, Durchblutungsstörungen und damit Frieren verantwortlich
  • Vor dem Schlafengehen ein warmes Fußbad nehmen
  • Einen heißen Tee vor dem Schlafengehen trinken
  • Den Kreislauf durch einen kleinen Spaziergang etwas anregen
  • Massagen mit durchblutungsfördernden Ölen
  • Ein warmes Körnerkissen oder eine Wärmflasche mit ins Bett nehmen

Liegen keine medizinischen Gründe vor, wird das Frieren mit dem passenden Raumklima, der richtigen Matratze und der richtigen Decke schnell behoben sein.

Lachende Frau mit Teetasse

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Was gegen nächtliches Sodbrennen hilft

Schlafende Frau

Viele Menschen werden aus den süßesten Träumen gerissen, weil ein brennender Schmerz aus der Tiefe aufsteigt und sich bin in den Rachenraum ausbreitet. Nächtliches Sodbrennen gehört zu den Gründen, warum man aus dem erholsamen Nachtschlaf geholt wird und dann oftmals nur schwer wieder einschlafen kann.

Es gibt einiges, was man dagegen tun kann, damit die Nachtruhe auch weiterhin so ungestört wie möglich verläuft.

Was versteht man unter nächtlichem Sodbrennen?

Wenn Magensäure zurückfließt, nennt man das Sodbrennen. Dabei ist es von den Symptomen und den Ursachen nicht wirklich von der Tageszeit abhängig, weswegen das nächtliche Sodbrennen nur darauf hinweist, wann es stattfindet.

Symptomatisch dafür ist:

  • saures Aufstoßen, in der Regel von Säure oder von vorverdautem Mageninhalt
  • brennender Schmerz hinter dem Brustbein
  • Druckgefühl im Oberbauch

Geschieht das nur gelegentlich, ist es nichts Ungewöhnliches, wenngleich es natürlich auch dann unangenehm ist. Vor allem, wenn man durch das nächtliche Sodbrennen wach wird und nicht so schnell wieder einschlafen kann.

Treten die Symptome des Sodbrennens nachts häufiger oder regelmäßig auf, kann das auf die Refluxkankheit hinweisen. „Reflux“ ist der offizielle medizinische Name für Sodbrennen.

Unter der Refluxkrankheit versteht man die Erschlaffung des unteren Schließmuskels der Speiseröhre, weswegen die Säure aus dem Magen leichter aufsteigen kann. Hier kommen meist noch Reizhusten, morgendliche Heiserkeit und ein schlechter Geschmack im Mund zu den Symptomen des Sodbrennens hinzu.

Hinweis: Nicht immer deuten die Symptome für das nächtliche Sodbrennen tatsächlich auf dieses hin. Denn mitunter kann das Druckgefühl im Oberbauch beispielsweise auf einen Herzinfarkt hindeuten. Sollte das Sodbrennen häufiger auftreten, obwohl andere Ursachen weitestgehend ausgeschlossen werden können, empfiehlt sich ein Arztbesuch, bei dem auch die Herzgesundheit überprüft werden sollte.

Welche Ursachen hat das nächtliche Sodbrennen?

Sofern nicht die Anzeichen der Refluxkrankheit vorliegen, werden in vielen Fällen für das nächtliche Sodbrennen zu üppige, zu scharfe oder zu saure Mahlzeiten als Ursache gesehen. Auch übermäßiger Alkoholkonsum und Nikotingenuss kann ursächlich dafür verantwortlich sein.

Erschöpfter Mann am Bettrand

Zudem sind Faktoren wie Stress, starkes Übergewicht, Schwangerschaft, ständig vorgebeugte Körperhaltung oder manche Medikamente der Auslöser für das nächtliche Sodbrennen.

Es gibt einige Erkrankungen, die zum Rückfluss von Magensäure führen können.

Dazu gehören unter anderem:

  • Zwerchfellbruch
  • Reizmagen
  • Entzündungen der Speiseröhre
  • Magenschleimhautentzündung
  • Ausstülpungen der Speiseröhrenwand
  • Diabetes

Welche Folgen kann Sodbrennen in der Nacht nach sich ziehen?

Ein wirkliches Problem stellt das nächtliche Sodbrennen vor allem dann dar, wenn die Schlafqualität darunter leidet, weil es jede Nacht oder zumindest mehrmals pro Woche vorkommt. In diesem Fall wird der Reflux schnell zur klassischen Schlafstörung mit all ihren negativen Folgen auf die Lebensqualität.

Liegt jedoch die Refluxkrankheit vor, können sich zu den üblichen Leistungs- und Konzentrationsschwierigkeiten und der Tagesmüdigkeit zum Beispiel noch andere Folgen einstellen, welche sich mindestens ebenso sehr in negativer Weise auf die Lebensqualität auswirken können.

Dazu zählen unter anderem:

  • Schleimhautentzündungen der Speiseröhre aufgrund des häufigen Kontakts mit der aggressiven Magensäure -> unbehandelt kann es zu einem blutenden Schleimhautgeschwür kommen
  • Vernarbungen auf der Speiseröhre infolge der häufigen Entzündungsprozesse -> der Speisebrei kann nicht mehr ungehindert transportiert werden und es kommt zu Schluckbeschwerden
  • Veränderung des Zellgewebes im unteren Drittel der Speiseröhre -> Barrett-Ösophagus, was als Vorstufe einer Krebserkrankung eingestuft ist, da sich daraus ein bösartiger Tumor in der Speiseröhre entwickeln kann

Hinweis: Im Übrigen wird das nächtliche Sodbrennen nicht nur stärker und schlimmer empfunden als am Tag, weil der Schlaf dadurch gestört wird. Sondern durch die liegende Position verbleibt die Magensäure sehr viel länger in der Speiseröhre, wodurch sie weitaus mehr schädigen kann, als in aufrechter Haltung.

Mann mit Halsschmerzen im Bett

Was hilft?

Um das nächtliche Sodbrennen möglichst auszugrenzen beziehungsweise gar nicht erst entstehen zu lassen, ist es hilfreich, die folgenden Tipps zu beherzigen. Denn niemand muss es hinnehmen, dass durch aufsteigende Magensäure die Ein- und Durchschlafphase beeinträchtigt wird.

Wer häufiger unter nächtlichem Sodbrennen leidet, sollte vorsorglich:

  1. in leicht erhöhter Position schlafen, damit die Magensäure nicht so einfach in die Speiseröhre aufsteigen kann
  2. direkt vor dem Zubettgehen nichts mehr essen, sondern das Abendessen möglichst drei bis vier Stunden vorher einnehmen, da bis zum Schlafen der Speisebrei aus dem Magen zu diesem Zeitpunkt schon fast im Darm angelangt ist
  3. mögliche Risikofaktoren wie beispielsweise Übergewicht, zu heißes oder zu scharfes Essen vermeiden, übermäßigen Alkohol- und Nikotingenuss minimieren oder ganz ausschalten
  4. entsprechende Medikamente gegen Sodbrennen einnehmen, welche die überschüssige Magensäure neutralisieren

Tipp: Eine genaue Untersuchung durch einen Arzt sollte in jedem Fall in Betracht gezogen werden, wenn das nächtliche Sodbrennen oft auftritt und/oder sich trotz der vorbeugenden Maßnahmen nicht beheben läßt. Ebenso ist es wichtig, den Arzt zu konsultieren, wenn zu den typischen Symptomen noch andere hinzukommen, da es sich dann um die Refluxkrankheit handeln kann.

Im Übrigen trifft diese Empfehlung auch zu, wenn beispielsweise Medikamente gegen das Sodbrennen nicht helfen und es trotz allem zum sauren Aufstoßen oder dem brennenden Schmerz kommt.

Sollte es notwendig werden, wird es bei der Refluxkrankheit unter Umständen zu einer Operation kommen, bei welcher der obere Teil des Magens um die Speiseröhre gelegt und fixiert wird. Dadurch wird der Schließmuskel der Speiseröhre gestärkt, sodass das nächtliche Sodbrennen bald wieder der Vergangenheit angehört und einem ungestörten Schlaf nichts mehr im Wege steht.

Aber nicht nur Sodbrennen in der Nacht hat sich zu einer Art Volkskrankheit entwickelt. Auch nächtliches Zähneknirschen gehört zu den Schlafproblemen, unter denen immer mehr Menschen leiden.

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Zähneknirschen: Wenn sich nachts die Psyche entlädt

Zähneknirschen

Wer hat es nicht schon einmal gehört oder ist selbst davon betroffen: Das nächtliche Knirschen mit den Zähnen. Dabei ist das Zähneknirschen, in Fachkreisen Bruxismus genannt, nicht nur unangenehm, sondern durchaus ungesund.

Nicht nur die Zähne selbst werden dabei in Mitleidenschaft gezogen. Häufig deutet das nächtliche Zähneknirschen auf andere Erkrankungen oder gesundheitliche Probleme hin.

Die Ursachen selbst sind für diese unbewusste Angewohnheit noch nicht vollumfänglich erforscht, doch die Folgen können sehr vielschichtig sein.

Frau mit Kopfschmerzen

Woran erkennt man, dass man nachts mit den Zähnen knirscht?

Nicht jeder hat einen Partner, der einen am Morgen darauf hinweist, dass man nachts mit den Zähnen geknirscht hat. Es gibt auch für Singles und Alleinschläfer deutliche Anzeichen, woran man erkennt, selbst mit den Zähnen zu knirschen.

  • Kopf-, Kiefer- und Nackenschmerzen
  • Migräne oder Kopfschmerzen
  • Verspannungen
  • unerklärliche Ohrgeräusche, also Tinnitus nach dem Aufstehen
  • Depressionen

Sehr häufig beklagen sich Betroffene darüber, dass sie sich morgens sehr unausgeschlafen und schlapp fühlen. Hier kann man davon ausgehen, dass die Psyche bestimmte Stresssituationen nachts verarbeitet und der gewohnte Schlafrhythmus gestört wird.

Wie muss man sich den Bruxismus vorstellen?

Das umgangssprachliche Zähneknirschen hat nur im weitesten Sinne damit zu tun, dass man vor Wut die Zähne aufeinanderpresst. Mit den Zähnen vor Wut knirschen, das macht man in der Regel wissentlich und bei vollem Bewusstsein.

Zwar werden beim nächtlichen Knirschen mit den Zähnen auch die Zähne aufeinandergepresst und aneinander gerieben, doch geschieht dies unbewusst, wird also nicht bewusst gesteuert.

Vereinzelt kann dies auch tagsüber geschehen, dann spielt immer eine sehr große seelische Anspannung eine Rolle, bei der im Wachzustand unter Umständen das Bewusstsein ausgeschaltet oder zumindest anderweitig beschäftigt ist.

Das Aufeinanderreiben der Zähne erzeugt einen knirschenden Ton, der dieser Angewohnheit seinen Namen gab. Das Zusammenpressen der Zähne geschieht beim Bruxismus deutlich stärker, als man dies beispielsweise in der normalen Kaufunktion feststellen kann.

Es wirkt eine deutlich größere Beißkraft, die man im Normalfall noch nicht einmal dann entwickelt, wenn man Nüsse oder andere harte Lebensmittel kaut. Bei Kindern ist das Zähneknirschen häufig stark ausgeprägt oder verbreitet.

Häufig fällt das in die Zeit des Zahnwechsels. Daraus resultierende Folgen im Zahnbereich, können hier aber unter Umständen weit weniger nachhaltig sein, als bei Erwachsenen.

Schlafendes Kind

Die Ursachen und Auslöser für das Zähneknirschen sind vielfältig

Grundsätzlich kann man sagen, dass die nächtliche und unbewusste Aktivität unseres Kauapparates keinen wirklichen Sinn hat. Vielmehr handelt es sich um eine sogenannte Parafunktion, mit der unsere Psyche während des Schlafs offensichtlich Probleme zu lösen versucht oder Stresssituationen abbauen will.

Auch andere Ursachen können das nächtliche Zähneknirschen auslösen:

Orthopädische Ursachen: Hier können Kiefergelenkerkrankungen ursächlich dafür verantwortlich sein, dass man nachts mit den Zähnen knirscht. Eine Fehlstellung des Ober- und Unterkiefers kann den Bruxismus durchaus fördern.

Psychologische Ursachen: Zentralneurologische und psychogene Faktoren können den Bruxismus ebenfalls auslösen. Wenn die psychische Belastung durch zum Beispiel starke seelische Anspannung, Angstzustände oder auch Depressionen tagsüber zu groß ist, beginnt das Unterbewusstsein diese Zustände nachts zu verarbeiten und möglichst abzubauen, so dass das Knirschen mit den Zähnen oftmals nicht ausbleibt.

Medikamentöse Ursachen: Auch wenn es noch nicht hundertprozentig nachgewiesen wurde, vermuten Mediziner, dass bestimmte Medikamente oder sogenannte Alltagsdrogen wie zum Beispiel Alkohol, Kaffee und Nikotin den Bruxismus fördern können. Häufig kommt es zu einer Über- oder Unterfunktion, wenn die Wirkstoffe aus den Medikamenten oder den Alltagsdrogen mit den körpereigenen Botenstoffen zusammentreffen.

Prothetische Ursachen: Hier kommt es häufig zum Bruxismus, weil durch eine Prothese oder auch Teilprothese ein einheitlicher Zusammenbiss zwischen Ober- und Unterkiefer nicht möglich ist. Häufig ist das der Fall, wenn Prothesen, Brücken oder Kronen nicht akkurat angepasst wurden. Auch schiefstehende Zähne können der Auslöser für das Zähneknirschen sein.

Welche Folgen hat das nächtliche Zähneknirschen?

Da das Zähneknirschen als ungesund eingestuft wurde, sollten die daraus entstehenden Folgen nicht unbeachtet bleiben.

Grundsätzlich kann man die Folgen in drei Gruppen einteilen:

  • die Zähne betreffende Folgen
  • psychische und physische Folgen
  • Schädigung und Störungen im Kieferbereich

Das nächtliche Zähneknirschen kann den Zahnschmelz angreifen, wodurch unter anderem auch Risse in der Zahnsubstanz festgestellt werden können.

In schlimmen Fällen wird als Folge des Bruxismus das Freilegen des Zahnbeins festgestellt. Darüber hinaus kann es zum Zahnfleischrückgang führen, in dessen Folge es häufig zur Zahnfleischentzündung kommt.

Besorgte Frau auf Couch

Wer unter Bruxismus leidet, ist in körperlicher Hinsicht morgens sehr müde, abgeschlagen und nicht so leistungsfähig wie sonst. Im weitesten Sinne kann das Zähneknirschen als Schlafstörung eingestuft werden.

Zudem belastet das nächtliche Zähneknirschen die Seele, so dass Depressionen, Niedergeschlagenheit oder Konzentrationsabfall und Verstimmungen die Folge sein können.

Durch das sehr kräftige Zubeißen und mit den Zähnen knirschen wird natürlich auch das Kiefergelenk übernatürlich stark beansprucht. So kann eine Positionsveränderung der Gelenkköpfe die Folge sein, was schlussendlich erneute Probleme wie zum Beispiel eine Funktionsstörung nach sich ziehen kann.

Meditierende Frau

Das kann helfen!

Hier muss man zunächst unterscheiden, welche Ursachen der Auslöser für den Bruxismus sind. Liegt die Ursache für das Zähneknirschen in der Psyche selbst, so können Entspannungsübungen vor dem Zubettgehen helfen, Stress abzubauen.

Gerade bei Kindern kann Homöopathie in Form von Globulis helfen, um zu einem entspannten Schlaf zu verhelfen.

Bei kieferorthopädischen Gründen wird häufig eine sogenannte Aufbiss-Schiene empfohlen. Diese wird auf die Zahnreihen aufgebracht und verhindert das schmerzhafte und kräftige Aufeinanderbeißen in der Nacht. Diese Schienen schonen den Zahnschmelz und die Zähne selbst.

Rund 18 Millionen Deutsche leiden an Bruxismus

Wenn man bedenkt, dass rund 18 Millionen der Deutschen nachts mit den Zähnen knirschen, wird schnell klar, dass es hier nicht nur eine Randgruppe mit Problemen gibt. Die Ursachen können sehr vielseitig sein, doch der Bruxismus ist noch nicht vollumfänglich erforscht.

Sowohl seelische als auch körperliche Ursachen können das Zähneknirschen auslösen. Selbst Zahnprothesen oder Medikamente fördern das nächtliche Knirschen mit den Zähnen. Die Folgen reichen von Kopfschmerzen, Müdigkeit über kaputte Zähne und Zahnfleischrückgang bis hin zu Fehlstellungen des Kiefergelenkes. 

Je nach Ursache können Aufbiss-Schienen oder eine Korrektur der Fehlstellung von Ober- und Unterkiefer helfen, das Zähneknirschen zu beseitigen.

Liegen die Ursachen in der Psyche und werden durch Stress und Angstzustände ausgelöst, können Entspannungsübungen, Yoga-Übungen oder Massagen helfen, um entspannter ein- und durchschlafen zu können.

Wie weiter oben angeführt, kann eine der Folgen des nächtlichen Zähneknirschens Nackenschmerzen sein. Etwa 40 % der Deutschen leiden regelmäßig unter Nackenschmerzen.

Oft sind die Schmerzen eine Folge von Verspannungen der Muskulatur im Nacken. Treten Nackenschmerzen nach dem Aufstehen auf, kann das auf Bruxismus hindeuten. Jedoch kann es z.B. auch an einer falschen und verspannten Schlafhaltung liegen.

Neben einem Zähneknirschen in der Nacht kann es diverse andere Gründe geben, die zu Nackenschmerzen führen. Wir sagen Ihnen, was Sie gegen einen verspannten Nacken und Nackenschmerzen im Bett tun können.

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Ursachen für Nackenschmerzen

Mann mit Nackenschmerzen

Nackenschmerzen können verschiedene Ursachen haben. Sehr oft werden sie von Verspannungen hervorgerufen, aber das ist nicht die einzige Ursache.

Während tagsüber vor allem Fehlhaltungen und Bewegungsmangel ursächlich sind für die Nackenbeschwerden, zeigen sich nachts noch weitere mögliche Ursachen:

  • Nackenschmerzen durch Muskelverspannungen
  • Nackenschmerzen durch eine falsche Matratze
  • Nackenschmerzen durch ein falsches Kissen
  • Nackenschmerzen durch Kieferprobleme
  • Nackenschmerzen durch ein falsches Raumklima
  • Nackenschmerzen durch psychische Belastungen

Muskelverspannungen im Schlaf haben ihre Ursache sehr oft in einer unpassenden Matratze oder einem unpassenden Kissen.

Die richtige Matratze

Wer nachts Nackenschmerzen hat oder am Morgen mit einem verspannten und schmerzenden Nacken aufwacht, der schläft vielleicht auf der falschen Matratze.

Personen, die anfällig sind für Nackenschmerzen, sollten auf einer punktelastischen Matratze schlafen, die dafür sorgt, dass die Wirbelsäule im Liegen entlastet wird und nicht überstreckt oder gestaucht wird. Für Personen mit Nackenproblemen ist das besonders im Halswirbelbereich wichtig. Um hier ein Liegen mit gerader Wirbelsäule zu ermöglichen, muss vor allem die Schulter tief in die Matratze einsinken.

Gut geeignete Matratzen sind:

  • Taschenfederkernmatratzen
  • Tonnentaschenfederkernmatratzen
  • Viscoschaummatratzen
  • Latexmatratzen
  • Visco-Latexmatratzen
  • Gelschaummatratzen
  • zonierte Kaltschaummatratzen

Bis auf die Matratze aus Kaltschaum haben all diese Matratzen eine punktelastische Liegefläche, die es erlaubt, dass die Schulter tief in die Matratze einsinkt. Die Kaltschaummatratze hingegen trägt dem ergonomischen Liegen durch die Zonierung Rechnung und sorgt dafür, dass ein entlastendes Liegen mit gerader Wirbelsäule möglich ist.

Matratze

Zonierte Kaltschaumatratzen werden als 5- oder 7-Zonen Matratzen angeboten. Bei den 5-Zonen Matratzen wurde auf die Zone für den Kopf verzichtet, Personen mit Nackenproblemen sollten daher immer auf eine 7-Zonen Matratze zurückgreifen.

Tipp: Ein guter Topper kann das Liegegefühl verbessern und die Liegeeigenschaften der Matratze optimieren. So kann beispielsweise ein punktelastischer Topper aus Gelschaum oder Viscoschaum zum Komfort einer Federkernmatratze beitragen. Mit dem Topper allein lassen sich keine Nackenschmerzen, die von einer unpassenden Matratze herrühren, beseitigen.

Das richtige Kissen

Ohne das richtige Kissen nützt die beste Matratze nichts. Passt das Kissen nicht, wird die Halswirbelsäule überdehnt oder gestaucht, je nachdem, ob es zu hoch oder zu flach ist. Welches Kissen das richtige ist, hängt dabei zu großen Teilen von der bevorzugten Schlafhaltung ab.

Das richtige Kissen für Seitenschläfer

Seitenschläfer brauchen ein Kissen, das den Kopf und die Halswirbelsäule stützt, indem es sich in den Hohlraum zwischen Kopf und Schulter einfügt. Das Kissen sollte nicht zu flach sein, damit der Kopf genügend abgestützt wird und die Halswirbelsäule entlastet wird und gerade bleibt.

Spezielle Nackenstützkissen erfüllen diese Funktion. Am besten geeignet sind sie, wenn sie aus einem anpassungsfähigen, punktelastischen Schaum bestehen.

Das richtige Kissen für Rückenschläfer

Rückenschläfer müssen vor allem darauf achten, dass die Halswirbelsäule nicht durch ein zu hohes Kissen überstreckt wird. Vor allem voluminöse Daunenkissen oder zu hohe Nackenkissen führen oft zu einer Überdehnung und einer schmerzhaften Verspannung der Nackenmuskulatur.

Hinweis: Die Bauchlage sollte bei Nackenschmerzen nach Möglichkeit ganz vermieden werden, weil der Kopf und die Halswirbelsäule in Bauchlage nicht ausreichend gestützt werden können und die Gefahr besteht, dass die Halswirbelsäule gestaucht wird.

Nackenschmerzen durch Kieferprobleme

Nackenschmerzen nach dem Aufstehen können auch durch nächtliche Kieferverspannungen und Zähneknirschen hervorgerufen werden. Oft gehen die Nackenschmerzen mit Kopfschmerzen einher und es kommt zu Schmerzen im Kiefergelenk.

Die Ursachen für nächtliches Zähneknirschen und Kieferverspannung sollten ärztlich abgeklärt werden, wie weiter oben bereits angemerkt. Es können sowohl körperliche als auch seelische Ursachen dahinterstecken.

Spezielle Aufbissschienen, die nachts auf die Zähne gesteckt werden, können als Sofortmaßnahme helfen, das Zähneknirschen zu verhindern. Langfristig sollte immer die Ursache für das Zähneknirschen gefunden und beseitigt werden. Wenn das Knirschen Auslöser der Nackenverspannungen ist, lösen diese sich damit ebenfalls auf.

Falsches Raumklima

Auch ein falsches Raumklima kann nächtliche Nackenverspannungen hervorrufen. Vor allem ein feuchtkaltes Klima im Schlafzimmer kann Auslöser für Nackenverspannungen sein. Die Temperatur im Schlafzimmer sollte idealerweise 16° bis 18° C betragen bei einer Luftfeuchtigkeit von 40 bis 60 %.

Wer morgens oft unter einem verspannten Nacken und Nackenschmerzen leidet und der Ursache auf den Grund gehen möchte, der sollte sich ruhig die Mühe machen, ein Thermometer und ein einfaches Hygrometer im Schlafzimmer anzubringen und das Raumklima damit regelmäßig überprüfen und gegebenenfalls anpassen.

Tipp: Ist es bei der empfohlenen Raumtemperatur zwischen 16 ° und 18° C zu warm oder zu kalt im Schlafzimmer und kommt es zu vermehrtem Schwitzen oder Frieren, sollten Sie zunächst Ihre Decke und die Matratze überprüfen, bevor Sie die Temperatur erhöhen oder herabsenken.

Psychische Belastungen

Auch psychische Belastungen und Stress können in der Nacht zu Verspannungen und Nackenschmerzen führen. Haben Sie den Verdacht, dass die Nackenschmerzen eine psychische oder stressbedingte Ursache haben könnten, versuchen Sie, vor dem Schlafengehen gezielt zu entspannen.

  • Vermeiden Sie Alkohol am Abend, vor allem direkt vor dem Schlafengehen
  • Verzichten Sie auf spannende Filme und aufwühlende Lektüre
  • Entspannen Sie stattdessen bei ruhiger Musik oder Naturgeräuschen
  • Trinken Sie einen heißen Beruhigungstee vor dem Schlafengehen
  • Machen Sie einen kurzen Spaziergang
  • Schreiben Sie auf, was Sie am Tag besonders beschäftigt oder belastet hat
  • Machen Sie vor dem Schlafengehen ein paar Entspannungsübungen für den Nacken

Frau mit Kopfhörern im Bett

Oft ist nicht nur eine Ursache verantwortlich

Da Nackenschmerzen so viele unterschiedliche Auslöser haben können und eine wahre Volkskrankheit sind, sind oft mehr als nur ein Auslöser an der Entstehung nächtlicher Nackenschmerzen beteiligt.

Auch wenn eine passende Matratze und ein passendes Kopfkissen zu einer gesünderen Schlafhaltung und damit zu einer Entspannung der Halswirbelsäule führen, können sie nicht alle Probleme lösen, wenn Sie beispielsweise tagsüber einer sitzenden Tätigkeit in Fehlhaltung nachgehen und sich zu wenig bewegen.

Versuchen Sie, das Thema Nackenschmerzen ganzheitlich anzugehen und sorgen Sie vor allem auch tagsüber für eine gesunde Körperhaltung und genügend Bewegung.

Wichtiger Hinweis: Bei Nackenschmerzen hilft in den meisten Fällen vor allem Bewegung. Nackenschmerzen werden fast immer von verspannten Muskeln hervorgerufen und das beste Mittel dagegen heißt nicht Schonung, sondern Bewegung.

Wir können es alle nicht verhindern und es trifft manchen von uns mehrmals im Jahr: Eine Erkältung. Gerade wenn die nasskalte Jahreszeit beginnt, kommt es schnell zu einem grippalen Infekt, der für alle Beteiligten unangenehm ist.

Vor allem dann, wenn es Zeit ist, sich den dringend benötigten Erholungsschlaf zu gönnen. Eine verstopfte Nase und Reizhusten führen in diesem Fall meist dazu, dass die Nacht unruhig wird, sich Kopf- und Gliederschmerzen noch verstärken und an ein munteres Erwachen nicht zu denken ist.

Doch wer einige Tipps beachtet, wird trotz Erkältung nachts gut schlafen können und schlechter Schlaf ist auch bei einem grippalen Infekt kein Thema mehr.

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Wie können Sie trotz Erkältung nachts gut schlafen?

Frau mit Erkältung im Bett

In der Regel stellen sich die ersten Erkältungssymptome in Form von Abgeschlagenheit, Glieder- und Kopfschmerzen und ständigem Niesen und Husten bereits lange vor dem Zubettgehen ein. Während man dann zwar weitaus weniger konzentrations- und leistungsfähig ist, kommt man am Tag noch einigermaßen klar mit den Erkältungssymptomen.

Jeder verspürt dann nur den Wunsch, früh schlafen zu gehen, um sich gesund zu schlafen. Damit dieser Wunsch nicht unerfüllt bleibt, gibt es einige Tipps und Tricks, mit denen es wirklich klappt.

  1. Sorgen Sie für ein gutes Raumklima im Schlafzimmer: Das bedeutet, dass man auch bei sehr niedrigen Außentemperaturen vor dem Zubettgehen an ein kurzes Stoßlüften denken sollte. Zudem sollte die Raumtemperatur nicht wärmer als 18 Grad sein. Herrscht ein eher trockenes Raumklima durch die Heizung vor, macht es Sinn, mittels eines Luftbefeuchters für eine gute und ausgewogene Luftfeuchtigkeit zu sorgen. Idealerweise setzt man Duftstoffe zu, welche die Nase frei machen und den Husten beruhigen.
  2. Dunkle Räume helfen beim schnelleren Einschlafen. Gerade wenn man sich tagsüber ins Bett legen möchte, um sich auszukurieren, braucht es ein dunkles Schlafzimmer. Die Dunkelheit hilft dabei, das für den Schlaf benötigte Melatonin im Gehirn freizusetzen.
  3. Eine Schwitzkur kann hilfreich sein. Dabei handelt es sich um eine alte Methode, gegen die Erkältung anzugehen. Allerdings möchten wir hier mit dem weitverbreiteten Irrtum aufräumen, dass man die Viren und Bakterien einfach ausschwitzen kann. Das funktioniert nicht. Allerdings wird durch das Schwitzen das körpereigene Immunsystem gut gestärkt. Dabei ist es egal, ob das Schwitzen in der Sauna oder unter der Bettdecke stattfindet.
  4. Routine und Entspannung helfen in der Erkältungszeit. Wer seinem Körper über Routine und Schlafrituale vor dem Zubettgehen hilft, sich zu entspannen, wird trotz verstopfter Nase und Husten besser einschlafen können. Allerdings wird es in dieser Zeit nötig sein, die Schlafenszeit anzupassen. Üblicherweise braucht der Körper bei einer Erkältung mehr Schlaf, um sich bestmöglich zu regenerieren. Zudem kann ein warmes Entspannungsbad ebenso hilfreich sein wie andere sanfte Entspannungsmethoden vor dem Schlafen.
  5. Eine erhöhte Schlafposition bringt Erleichterung. Insbesondere dann, wenn Husten und Schnupfen den Betroffenen plagen. Also ruhig ein Kissen mehr benutzen, denn wenn der Kopf ein wenig höher als üblich gelagert wird, verringert sich der Druck auf die Nebenhöhlen und Atemwege. Deswegen kann man trotz Erkältung meist besser schlafen.

Hinweis: Das Schwitzen unter besonders dicken Bettdecken ist nur bedingt hilfreich. Hier muss man immer darauf achten, dass die Haut gut atmen kann, sonst kommt es zum schweißgebadeten Liegen, was für die Erkältung wiederum nicht hilfreich ist. Wer sich aber vor dem Zubettgehen einen heißen Erkältungstee genehmigt oder ein warmes Bad genießt, zudem einen atmungsaktiven, aber warmen Schlafanzug anzieht und die optimale Bettdecke nebst Bezug gewählt hat, kommt auch unter einem Vierjahreszeiten-Bett gut ins Schwitzen.

Wie kann man vorbeugen?

Knoblauch, Ingwer und Zitrusfrüchte

Vorbeugung ist natürlich auch in puncto Erkältung immer die bessere Alternative. Dafür eignen sich spezielle Methoden, um das Immunsystem fit für den Winter zu machen. Regelmäßige Saunagänge, viel Vitamin C und sportliche Betätigung sind ideal, um vorzubeugen.

Da meist auch die trockene und in der Regel abgestandene Heizungsluft in den heutigen Räumen der Auslöser für eine Erkältung sein kann, empfiehlt es sich, schon im Vorfeld für eine ausgeglichene Luftfeuchtigkeit zu sorgen.

Luftbefeuchter oder kleine mit Wasser gefüllte Schalen auf der Heizung helfen dabei, und die Nasenschleimhäute trocknen nicht so schnell aus.

Darüber hinaus hilft eine gesunde Lebensführung inklusive einer vitaminreichen und ausgewogenen Ernährung, das Immunsystem zu stärken. Auf diese Weise haben Grippeviren in der Regel kaum eine Chance.

Zusätzlich sorgen regelmäßige Erholungsphasen schon vor einer Erkältung, dafür, dass die Belastung für das Immunsystem nicht zu hoch wird und dadurch einer Erkältung gut vorgebeugt werden kann. Ein Spaziergang an der frischen Luft kann bei kaltem Winterwetter vorbeugend wirken und stark machen.

Welche Tricks gibt es bei einer verstopften Nase?

Eine verstopfte Nase ist meist das größte Problem, denn wer nicht frei atmen kann, kommt nicht zur Ruhe. Hier sind Ein- und Durchschlafprobleme nahezu vorprogrammiert, wenn man erkältet ist.

Doch es gibt einige Tricks, wie man wieder besser atmen kann.

Von Nasensprays und anderen Medikamente einmal abgesehen, helfen folgende Dinge:

  • in eine kleine Schüssel mit warmen Wasser Eukalyptusöl oder ähnliches geben und neben das Bett stellen (dafür kann man beispielsweise die Schale nehmen, mit der man vor dem Zubettgehen das wohltuende Dampfbad gemacht hat)
  • auf ein Tuch etwas ätherisches Öl geben und direkt auf das Kopfkissen oder daneben legen
  • etwas Tigerbalsam unter die Nasenflügel reiben, aber bitte nicht zu viel, denn davon können die Augen tränen (das funktioniert allerdings nur, wenn die Haut an der Nase durch das häufige Schnäuzen nicht wund ist)
  • Kräutertees und spezielle Erkältungstees

Frau mit Erkältung

Tipp: Mit Akupressur kann man während des Einschlafens ein wenig nachhelfen, die Nase frei zu bekommen. Dafür wird der Daumen der einen Hand auf das innere Handgelenk der anderen Hand gepresst. Auf diese Weise macht sich das entgegengesetzte Nasenloch frei und man kann schon ein wenig besser atmen.

Mit ein paar Tipps und Tricks kann man auch mit einer Erkältung gut schlafen

Mit einigen Tricks und Tipps kann man trotz Erkältung durchaus gut schlafen. Wenn Schlaf generell sehr wichtig ist, nimmt er in einer Phase der Erkältung einen weitaus höheren Stellenwert ein, denn dann braucht der Körper sehr viel mehr Erholung. Deswegen sollte man während dieser Phase auch etwas mehr schlafen, das Immunsystem stärken und die Schlafumgebung optimieren.

Ruhe, frische Luft und eine gesunde und vitaminreiche Ernährung sind die drei Eckpfeiler, um mit der Erkältung gut schlafen zu können.

Zwar ist es nicht wirklich ein Problem, doch auch nächtliches Sabbern kann zu schlechtem Schlaf führen. Vor allem, wenn man aufgrund eines durchnässten Kissens aufwacht. Auch ist es nicht sonderlich anziehend, wenn ein sabbernder Partner neben einem liegt.

Das Sabbern im Schlaf ist nicht unbedingt unnormal. Da aber nicht jeder Mensch im Schlaf sein Kissen vollsabbert, muss es wohl bestimmte Gründe für dieses Phänomen geben.

Wir haben uns das Problem mal ein wenig genauer angeschaut, um zu ergründen, warum bei manchen Menschen der Speichelfluss in der Nacht stärker auftritt als bei anderen und was man dagegen tun kann.

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Sabbern im Schlaf - was hilft dagegen?

Sabbernder, Schlafender Mann

Mit dem Sabbern im Schlaf ist der überschüssige Speichel gemeint, der aus dem Mund fließt und das Kopfkissen regelrecht durchtränkt. Es ist durchaus als normal zu betrachten, selbst wenn es nicht bei jedem Menschen auftritt.

Im Endeffekt ist es aber in der Regel ein untrügliches Zeichen dafür, dass jemand sehr entspannt schläft. Auf der anderen Seite kann es auch ein Hinweis darauf sein, dass der Schläfer in starkem Maße erschöpft war, als er sich schlafen legte.

Es sind aber in jedem Fall bestimmte Ursachen sowie gewisse Umstände, die dafür sorgen, ob jemand sabbert oder nicht.

Welche Ursachen kann der unerwünschte Speichelfluss haben?

Es ist völlig normal, dass sich beim Schlafen auch die gesamte Gesichtsmuskulatur entspannt, also auch der Kiefer und die Zunge. Oftmals öffnet sich dabei der Mund leicht, wodurch übermäßiger Speichelfluss schneller austreten kann.

Die Schlafposition selbst ist dafür verantwortlich, dass man beim Eintreten der Totalentspannung den Kopf weiter nach hinten beugt, also in den Nacken legt. Hier kommt es bei einer Entspannung automatisch zur Öffnung des Mundes.

Tipp: Mit einem passenden Kopfkissen kann man diese Neigung des Kopfes unterbinden. Hilfreich kann das Abstützen mit kleineren Kissen oder der Hand sein. Auf diese Weise kann auch bei leicht geöffnetem Mund kein Speichel mehr austreten.

Ist man indes erkältet oder leidet an chronischen Atemwegsverstopfungen, bleibt es nicht aus, dass die Nasenatmung nachts nicht so uneingeschränkt funktionieren kann, wie im wachen Zustand.

Die Ursachen für das nächtliche Sabbern können sein:

  • eine falsche Schlafposition
  • ein unpassendes Kissen
  • gestörte oder verstopfte Atemwege
  • anatomisch beeinträchtigte Atemwege

Schlafende Frau mit offenem Mund

Wie kann man den übermäßigen Speichelfluss verhindern?

In erster Linie können die im Folgenden aufgeführten Punkte dafür sorgen, dass die Nasenatmung nachts besser funktioniert und das Sabbern im Schlaf unterbunden wird:

  1. Die Nase sollte nicht verstopft sein: Während bei kurzzeitigen Erkrankungen der oberen Atemwege die Nase häufig verstopft ist, sollte ein Dampfbad vor dem Schlafen oder entsprechende Nasensprays benutzt werden, um die Nase frei zu bekommen.
    Bei chronischen Verstopfungen der Nase kann ein ausführliches Gespräch mit dem HNO-Arzt helfen. Oftmals liegen anatomische Gründe vor, welche die Nase immer wieder verstopfen lassen.
  2. Die richtige Schlafposition ist wichtig: Nicht nur für den gesunden und erholsamen Schlaf ist die richtige Position wichtig, sondern auch in puncto Sabbern. Üblicherweise geschieht es in der Bauch- und Seitenlage am häufigsten, dass überflüssiger Speichelfluss aufs Kissen gelangt. Wohingegen in der Rückenlage das Sabbern im Schlaf am unwahrscheinlichsten ist.
  3. Eine optimale Schlafqualität ist ausschlaggebend: Das bedeutet im Prinzip, dass Stress und andere negative Belastungen dazu führen können, dass die Nachtruhe nicht gesund verläuft. Selbst ein unruhiger Schlaf kann das Sabbern unterstützen oder zumindest fördern.
  4. Das passende Kissen kann entscheidend sein: Neben einer guten Schlafqualität, einer optimalen Schlafumgebung und einer perfekten Bettausstattung ist auch das passende Kissen von großer Bedeutung. Wer zu hoch oder zu flach liegt, wird nicht gut schlafen können, dafür aber unter Umständen mehr sabbern.
  5. Gezielte Entspannung vor dem Schlafen ist mehr als nur ein Runterkommen: Über Meditation oder Autogenes Training am Abend kann man wunderbar Stress abbauen und das Einschlafen gelingt deutlich besser und schneller.

Im Hinblick auf das Sabbern wird diese Methode dafür sorgen, dass die erschöpfte Gesichtsmuskulatur schon ein wenig regeneriert und erholt ist, wenn man ans Einschlafen denkt. Dadurch lässt sich übermäßiger Speichelfluss ebenso verhindern.

Tipp: Während der kurzen Phase des Einschlafens kann es Sinn machen, sich bewusst auf die Nasenatmung zu konzentrieren. Das beschleunigt nicht nur die Einschlafphase, sondern trägt auch zum Training der Nasenatmung bei, die unabdingbar ist, will man möglichst wenig sabbern.

Darüber hinaus kann es hilfreich sein, wenn man versucht herauszufinden, ob zurzeit vielleicht Medikamente eingenommen werden, die einen übermäßigen Speichelfluss hervorrufen. So regen Parasympathomimetika, wie zum Beispiel Pilocarpin und Carbachol, die Produktion von Speichel an.

Andere mögliche Ursachen, wie zum Beispiel Schlafapnoe oder anatomische Gründe, können und sollten mit dem Arzt abgeklärt werden.

Schlafender Mann mit offenem Mund

Ab wann sollte man dem nächtlichen Sabbern mehr Beachtung schenken?

In der Nacht gelegentlich zu sabbern, stellt in der Regel nicht unbedingt einen Grund zur Besorgnis dar. Dieser Speichelfluss ist zwar unangenehm, dennoch eher normal.

Wenn aber jede Nacht das Kopfkissen nass wird, weil man übermäßig viel Speichel verliert, dann kann das bedenklich sein. Eine gestörte Atmung kann hier eine Ursache sein. Ist die Nase verstopft, reagiert der Körper, indem er auf Mundatmung umstellt. Häufig sind Erkältungen oder Allergien der ausschlaggebende Grund.

Kommt es ständig vor, dass die gesunde Nasenatmung in der Nacht nicht funktioniert, sollte möglichst schnell ein HNO-Arzt aufgesucht werden, um die Ursachen etwas genauer untersuchen zu lassen.

In den meisten Fällen besteht kein Grund zur Beunruhigung

Das Sabbern im Schlaf kann nicht nur jeden treffen, sondern es ist in der Regel auch ein völlig normaler Vorgang. Natürlich gibt es immer wieder Umstände, die diesen Austritt von übermäßigem Speichelfluss noch verstärken können. Kommt es aber nicht ständig vor, ist es völlig ungefährlich.

Tritt das Sabbern im Schlaf jedoch ständig auf, sollten zunächst Schlafposition, Bettausstattung und die Schlafhygiene überdacht werden. Möglicherweise liegt man auf der ungünstigeren Seite oder das Kissen ist nicht in der optimalen Höhe.

Können diese Faktoren als Ursache ausgeschlossen werden, ist es durchaus ratsam, einen Arzt aufzusuchen. Denn neben all diesen Ursachen können auch anatomische Eigenheiten oder andere Erkrankungen dafür verantwortlich sein, dass beispielsweise die Nasenatmung nicht einwandfrei funktioniert.

Eine schiefe Nasenwand kann unter Umständen dazu führen, dass die Atmung blockiert wird. In diesem Fall wird der Körper ebenso reagieren, wie bei einer Erkältung und auf die ungesündere Atmung durch den Mund umstellen.

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Der Autor:

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Oliver

„Schlaf ist für Menschen lebenswichtig. Im Schlaf entspannt und erholt sich der ganze Körper, das Immunsystem schöpft neue Kraft und die Seele verarbeitet Erlebtes. Wer nachts gut schläft, ist tagsüber fit und leistungsfähig."

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