Rückenschmerzen und Nackenverspannungen nach dem Schlafen haben etwa 85 % der Deutschen schon erlebt – laut einer Befragung des Robert-Koch-Instituts. Zu den häufigsten Ursachen für dieses Volksleiden gehört eine falsche Schlafunterlage. Der richtige Topper kann das Schlafklima deutlich verbessern. Erfahren Sie, welcher Topper bei Rückenschmerzen hilft und wie Sie für sich den besten Matratzen-Topper auswählen.

Topper bei Rückenschmerzen: Ratgeber und Vergleich

Ihr Bett sollte ein Ort der Ruhe und Erholung sein. Mit Rückenschmerzen oder Muskelverspannungen aufzuwachen, wünscht sich niemand. Jedoch ist diese Erfahrung leider keine Seltenheit. Wenn Rückenschmerzen nur selten auftreten, werden sie oft auf eine ungünstige Schlafhaltung oder das verrutschte Kopfkissen zurückgeführt. Doch wenn die Schmerzen wiederholt nach dem Schlafen bemerkt werden, sollten Sie nach möglichen Ursachen und Lösungen suchen. Wir haben die Hauptgründe für das Entstehen von Rückenschmerzen zusammengetragen und verraten Ihnen, wie der richtige Topper für gesunden und schmerzfreien Schlaf sorgen kann.

Wie Rückenschmerzen beim Schlafen entstehen

Verspannungen und Rückenschmerzen beim Schlafen entstehen oft durch eine Fehlhaltung der Wirbelsäule. Normalerweise hat diese eine geschwungene S-Form. Durch diese Krümmung stabilisiert sie den Kopf und wirkt federnd, da sie Stöße beim Gehen, Springen und Laufen abfängt und dämpft. Das Rückgrat ist also die Stütze unseres Körpers. Rückenprobleme nach dem Schlafen sind ein Anzeichen dafür, dass die Wirbelsäule in der Nacht falsch beansprucht wurde oder dass unsere Schlafgewohnheiten die S-Krümmung nicht richtig unterstützen.

Ursachen für eine ungesunde Wirbelsäulenform bzw. eine falsche Liegeposition und die daraus resultierenden Rückenschmerzen beim Schlafen können sein:

  • Matratze zu weich: In einer weichen Matratze versinken und dann wie auf Wolken schlafen – das klingt traumhaft, doch in der Wirklichkeit ist eine zu weiche Matratze gar nicht angenehm zum Liegen, vor allem nicht für den Rücken. Schwere Körperpartien wie der Beckenbereich sinken ein und liegen dann tiefer als Kopf- und Schulterbereich sowie die Beine. In dieser Position verrutschen die einzelnen Wirbel, sie liegen nicht mehr gerade in einer Linie. Diese Fehlstellung belastet vor allem die Lenden- und Halswirbel. Üble Rückenschmerzen und Verspannungen sind die Folge.

  • Matratze durchgelegen: Nach einigen Jahren – je nachdem, wie hochwertig die Matratze ist und wie gut Sie Ihre Matratze pflegen – bildet sich eine Kuhle in der Liegefläche. Die Matratze ist dann durchgelegen und stabilisiert den Körper nicht mehr richtig. Die Auswirkungen einer durchgelegenen Matratze sind ähnlich wie bei einer zu weichen Matratze: Der Körper hat keinen Halt, versinkt und infolgedessen verkrümmt sich die Wirbelsäule.

  • Matratze zu hart: Nicht nur eine zu weiche Matratze schadet dem Rücken, auch eine zu harte Unterlage dämpft den Liegekomfort erheblich. Das Schlafen auf einer zu harten Matratze verursacht zwar keine Fehlstellung der Wirbel, allerdings wird die Wirbelsäule nicht entlastet. Die Druckbelastung wirkt negativ auf das Rückgrat. Typische Anzeichen für eine zu harte Matratze sind schmerzende Schultern und Beine. Muskelverspannungen, Rückenschmerzen, gehemmte Beweglichkeit und/oder Kopfschmerzen am nächsten Morgen.

  • Falsches Kopfkissen: Die Wahl des Kopfkissens hat einen nicht zu unterschätzenden Einfluss auf die Qualität des Schlafklimas. Wird der Kopf nicht richtig gestützt, kommt es zu Verspannungen im Nacken- und Schulterbereich. Welches Kissen passt und für optimalen Schlaf sorgt, hängt von Ihren Schlafgewohnheiten ab. Generell sollte ein Kopfkissen nie zu hoch sein, damit der Hals nicht abknickt. Die richtige Füllung sorgt in jeder Position für eine angenehme, ergonomische Liegehaltung. In unserem Ratgeber “Welche Kopfkissen Füllung ist die beste?” haben wir verschiedenste Füllmaterialien für Sie getestet, damit Sie das beste Kopfkissen für Ihre Bedürfnisse finden können. 

    Je nach Schlafposition gibt es speziell angepasste Kissen für optimalen Schlafkomfort. So sollten Rückenschläfer*innen auf Schaumstoff-Kissen mit hoher Punktelastizität zurückgreifen. Für Seitenschläfer*innen gibt es feste Nackenstützkissen aus Schaumstoff, die ein Abknicken des Halses nach unten verhindern. Die sogenannten Seitenschläferkissen fördern außerdem eine korrekte Körperhaltung in dieser Schlafposition. Bei Bauchschläfer*innen wird diskutiert, ob sie besser mit oder ohne Kopfkissen schlafen sollten. Nach unserer Meinung ist auch in dieser Position ein Kopfkissen zu empfehlen – vorausgesetzt, es ist maximal 6 cm hoch, sodass der Kopf nicht zu hoch liegt und der Rücken nicht ins Hohlkreuz gezwungen wird. 

Auch wenn Sie gern etwas erhöht liegen: Verzichten Sie auf Kissenberge und ziehen Sie lieber einen höhenverstellbaren 7-Liegezonen-Lattenrost in Betracht. Er hebt Ihren gesamten Oberkörper etwas an und gewährleistet eine Stabilisierung der einzelnen Körperbereiche. Ihr Rücken wird es Ihnen danken. 

Wie Matratzen-Topper den Rücken entlasten

Matratzen-Topper sind eine sinnvolle Ergänzung Ihrer Schlafoase. Als komfortable Matratzenauflage können sie das Liegegefühl in Ihrem Bett erheblich verbessern und zudem für mehr Schlafhygiene sorgen. Denn der Topper funktioniert auch als Schutzschicht. So verhindert er beispielsweise, dass Nachtschweiß in die Matratze eindringt. Topper bestehen ähnlich wie Matratzen aus einem Kern und einem Bezug; dieser kann bei Bedarf einfach abgezogen und gewaschen werden.

Guter, gesunder und erholsamer Schlaf hängt von der passenden Schlafunterlage ab. Dafür muss die Matratze den richtigen Härtegrad bieten und sich für Ihre bevorzugte Schlafposition eignen. Durchgelegene, zu weiche Matratzen sollten schnellstmöglich ersetzt werden, da sie Ihrem Rücken wirklich schaden können. Selbst Topper, die ja das Liegegefühl auf der Matratze verbessern sollen, können hier nicht mehr helfen. Hat sich erst einmal eine Kuhle gebildet, versinkt auch die härteste Matratzenauflage darin.

Doch was, wenn die Matratze zu hart ist? Es kann vorkommen, dass man sich bei der Wahl des Härtegrades vertan hat. Das liegt daran, dass es keine offizielle und allgemeinverbindliche Regelung zu diesen Angaben gibt. Die Härtegrade werden von jedem Hersteller selbst bestimmt. So kann es durchaus passieren, dass sich die Matratze selbst nach der Eingewöhnungszeit unbequem anfühlt und Rückenschmerzen verursacht. Dieser Missstand lässt sich glücklicherweise mit dem richtigen Matratzen-Topper beheben. Mit einem hohen, weichen Topper sorgen Sie für genügend Polsterung, sodass Sie in Ihrem Bett endlich gut und schmerzfrei durchschlafen.

Boxspringbett-Topper gegen Rückenprobleme

Boxspringbetten werden immer beliebter. Die Konstruktion dieser Luxusbetten ist auf die Nutzung eines Toppers ausgerichtet. Die zusätzliche Auflage sorgt erst für den ultimativen Schlafkomfort. Zudem wird das Bett durch den Topper um ein paar Zentimeter erhöht und bietet so optimalen Komfort beim Einsteigen und Aufstehen. Das macht Boxspringbetten gerade bei Senior*innen beliebt. Aber auch jüngere Generationen und Menschen mit Rückenproblemen sind von den luxuriösen Betten angetan, da sie eine feine Abstimmung auf den Körper und die eigenen Schlafbedürfnisse erlauben.

Topper bei Hüftschmerzen

Schmerzen im Bereich der Hüfte bzw. der Lordose können unterschiedliche Ursachen haben. Das Leiden kann durch eine Vorerkrankung hervorgerufen werden, oder aber es liegt an der falschen Schlafposition. Am häufigsten beklagen sich Seitenschläfer*innen über Hüftschmerzen. In der Seitenlage wird die Hüfte zusammen mit der Schulter am stärksten belastet. Eine zu harte Matratze kann zu Beschwerden durch Druckbelastungen und sogar blauen Flecken an diesen Stellen führen. Mit einem Topper können Sie effektiv gegen die Schmerzen vorgehen. Der Topper sorgt für die benötigte Polsterung, sodass der seitlich ruhende Körper weich einsinken kann. Ein Gel-Topper ist hierfür am besten geeignet.

Topper bei Bandscheibenvorfall

Die Bandscheiben liegen zwischen den einzelnen Wirbelkörpern der Wirbelsäule und verbinden sie zu ihrer charakteristischen doppelten S-Form. Sie können aufgrund ihrer Konstruktion auch Druck aufnehmen und gleichmäßig verteilen. Sie funktionieren also als eine Art Stoßdämpfer und halten die Wirbelsäule flexibel. Bei einem Bandscheibenvorfall ist diese Beweglichkeit extrem eingeschränkt, die Schmerzen sind extrem.

Ist ein Topper bei Bandscheibenvorfall sinnvoll? Auf jeden Fall! Ob als Ergänzung zur Behandlung oder nach der Bandscheiben-OP, der richtige Matratzen-Topper wirkt Schmerzen gezielt entgegen und unterstützt den Regenerationsprozess. Wichtig ist, dass sowohl Schulter und Becken gut gestützt sind, ohne dass es zu Druckbelastungen kommt. Für einen besseren Heilungsprozess ist es ratsam, auf dem Rücken zu schlafen.

Wichtig: Die Bauchlage sollten Sie um jeden Preis vermeiden. Vor allem Personen mit Halswirbelproblemen ist von dieser Schlafposition dringend abzuraten, da die extreme Kopfdrehung den Heilungsprozess behindert und den Bandscheibenvorfall sogar verschlimmern kann.

Visco- oder Gelschaum-Topper sind bei Bandscheibenvorfällen besonders zu empfehlen. Diese Materialien passen sich den Körperkonturen perfekt an und schaffen den idealen Ausgleich zwischen Entlastung und Unterstützung der Wirbelsäule. Die hochelastischen Schaumstoffe erlauben ein sanftes Einsinken des Körpers und sorgen für eine gleichmäßige Verteilung des Körpergewichts auf die gesamte Liegefläche. So können Becken, Bandscheiben und Wirbelsäule gezielt entlastet werden. Bei sehr unruhigem Schlaf sollten Sie eher zu einem Gel-Topper greifen, da Visco-Schaum eine zeitverzögerte Rückstellkraft hat. Er passt sich deshalb nur sehr langsam an neue Liegepositionen an.

Topper bei Übergewicht

Schwergewichtige oder Menschen mit viel Muskelmasse (Bodybuilder*innen, Kraftsportler*innen etc.) brauchen einen hochwertigen Topper, der in der Höhe, dem Härtegrad und dem Raumgewicht optimal auf das überdurchschnittliche Gewicht und die umfangreichen Körperkonturen ausgerichtet ist. Bei der Topper-Wahl sollte man sich hier in allen drei Punkten an höheren Maßen orientieren.

Unsere Empfehlungen für Menschen, die 100 kg oder mehr wiegen:
Härtegrad: H4 - H5
Raumgewicht: RG 40 - 50
Topper-Höhe: 10 - 12 cm

Kaltschaum-Topper sind sehr zu empfehlen, da sie etwas fester sind und genügend Stabilität bieten. So sinkt der schwere Körper nicht ein, sondern bekommt genug Halt für eine ergonomisch gesunde Lage. In manchen Fällen eignen sich auch weichere Visco-Topper. Insbesondere für übergewichtige Seitenschläfer*innen sind diese Topper zu empfehlen, da das Material genügend Elastizität für das Einsinken des Schulter- und Beckenbereichs bietet.

Welcher Topper für welche Schlafposition?

“Wie man sich bettet, so liegt man.” – Diese Lebensweisheit stimmt nicht nur im übertragenen Sinne, sondern auch wortwörtlich. Liegekomfort und hohe Schlafqualität kann nämlich nur in einem passenden Bett, also auf einer guten Schlafunterlage gefunden werden. Damit Sie in einer gesunden Haltung liegen und schlafen können, brauchen Sie einen Topper, der genau auf Ihre Schlafposition abgestimmt ist. Egal, ob Sie Rücken-, Seiten- oder Bauchschläfer*in sind – wir verraten Ihnen, welcher Topper sich am besten für Ihre Schlafgewohnheiten eignet.

Der beste Topper für Rückenschläfer*innen

Die Rückenlage gilt als die orthopädisch gesündeste Schlafposition. Durch das Schlafen auf dem Rücken wird die Wirbelsäule automatisch in die optimale Ruheposition gebracht. In dieser Lage sind die einzelnen Wirbel vom Hals bis zu den Lenden in einer Linie ausgerichtet und in ihrer natürlichen doppelten S-Krümmung. Haben Sie das richtige Kissen gewählt, liegen auch Kopf, Nacken und Schultergürtel entspannt und ohne Anspannungen. Die Hüftgelenke können sich ebenfalls entspannen und der Brustkorb ist geöffnet, sodass Rückenschläfer*innen gut atmen können. Die gesundheitsförderlichen Aspekte dieser Schlafposition sind aus medizinischer Sicht vielfach bestätigt.

Doch auch in der Rückenlage kann es zu Rückenschmerzen kommen. Mit dem richtigen Topper lässt sich das allerdings leicht beheben. Wichtig ist, dass der Topper genug Stabilität bietet, damit der Rücken nicht in die Matratze einsinkt. Diese Stützfunktion bieten vor allem elastische Kaltschaum- und Latex-Topper. Auch Gel- oder Viscose-Topper können hier gut funktionieren; insbesondere wenn man ein Hohlkreuz hat, schmiegen sich diese Materialien angenehm an die Körperkonturen an. Da Viscose-Schaum und Gelschaum jedoch prinzipiell weicher sind, muss hier auf den Härtegrad geachtet werden, damit man auf dem Topper nicht zu weich liegt.

Diese Topper sind optimal für Seitenschläfer*innen

Die Seitenlage ist mit Abstand die beliebteste Schlafposition. Auf welchem Topper schläft es sich in dieser Lage am besten? Seitenschläfer*innen sollten bei der Wahl ihrer Schlafunterlage darauf achten, dass sie genügend Flexibilität bietet. Optimalerweise hat der Topper für Seitenschläfer*innen eine Schulter- und Beckenkomfortzone. Diese Körperbereiche werden in der seitlichen Schlafposition am meisten belastet. Damit hier keine Druckbelastungen und Verspannungen entstehen, gilt es diese zu entlasten. Deshalb sollten Seitenschläfer*innen prinzipiell eher weiche Topper verwenden. Visco-Topper bieten beispielsweise eine sehr gute Druckentlastung. Allerdings ist dieses Material eher für ruhige Schläfer*innen gedacht. Wenn Sie sich im Schlaf viel bewegen, raten wir Ihnen zu einem Gel-Topper. Auch dieser ist weich und bietet eine hohe Punktelastizität.

Die idealen Topper für Bauchschläfer*innen

Obwohl die Bauchlage die am wenigsten beliebte Schlafposition ist, wird sie dennoch von einigen Menschen bevorzugt. Natürlich brauchen auch Bauchschläfer*innen einen passgenauen Topper für ihre Bedürfnisse. Ähnlich wie in der Rückenlage sollte die Schlafunterlage einen gewissen Gegendruck ausüben, damit die Wirbelsäule stabilisiert wird. Auf einem zu weichen Topper kann der Bauch zu tief einsinken. So krümmt sich das Rückgrat nach unten und es entsteht ein Hohlkreuz samt Verspannungen der Muskulatur, die diese Fehlhaltung die ganze Nacht über ausgleichen will.

Um ein Durchhängen der Wirbelsäule zu vermeiden, braucht es einen festeren Topper. Deshalb sind vor allem Kaltschaum-Topper oder alternativ Naturlatex-Topper zu empfehlen.

  Rückenschläfer*in Seitenschläfer*in Bauchschläfer*in
Gel-Schaum-Topper ✔️ ✔️
Kaltschaum-Topper ✔️ ✔️
Visco-Topper ✔️ ✔️
Latex-Topper ✔️ ✔️

Die richtige Höhe für Topper gegen Rückenschmerzen

Topper sind in der Regel sehr niedrig. Sie sind nicht als eigenständige Schlafunterlage gedacht, sondern dienen zur Optimierung des Liegegefühls Ihrer Matratze. Soll ein Topper beispielsweise eine zu harte Matratze ausgleichen, ist jedoch etwas Spielraum notwendig. Ist der Topper zu dünn, kann er den Körper nicht ausreichend polstern. Soll er den Komfort der Matratze verbessern, darf der Topper nicht zu hoch sein, da man sonst zu weich liegt und nicht ausreichend gestützt wird. Stattdessen besteht das Risiko, dass man in eine Kuhle einsinkt und sich die Wirbelsäule in dieser Lage ungesund krümmt.

Topper sollten nicht niedriger als 4 cm sein. Ansonsten bieten sie keine ausreichende Druckentlastung. Höher als 12 cm sollte ein Topper aber auch nicht sein.

Wie hoch Ihr Topper letztendlich sein muss, um Ihnen perfekten Schlafkomfort zu bieten, ist von verschiedenen Faktoren abhängig:

  • Das individuelle Körpergewicht beeinflusst die Belastung für den Topper. Je schwerer der Körper ist, desto stabiler und höher sollte der Topper sein. Für Kinder reicht eine Topper-Höhe von 4 bis 5 cm. Normalgewichtige erwachsene Rücken- und Bauchschläfer*innen liegen auf einem Topper von 6 bis 7 cm bequem und gesund. Schwerere Menschen sollten auf einen Topper von mindestens 8 cm zurückgreifen und Übergewichtige brauchen gegebenenfalls einige Zentimeter mehr.

  • Der Härtegrad der Matratze gilt als wesentliche Orientierung für die Topper-Höhe. Fühlt sich die Matratze beim Liegen etwas zu hart an, sollte ein dickerer Topper gewählt werden, um genug Polsterung zu bieten. Hat die Matratze den richtigen Härtegrad, genügt ein flacher Topper. Ist die Matratze jedoch zu weich, hilft auch der beste Topper nicht weiter. Die Matratzenauflage würde einfach in die Kuhle absinken.

  • Die bevorzugte Schlafposition sollte bei der Wahl der Topper-Höhe ebenfalls beachtet werden. Liegt man auf dem Rücken, kann sich das Körpergewicht auf einer breiteren Fläche verteilen als in der seitlichen Liegeposition. Auch für Bauchschläfer*innen reichen in der Regel dünnere Topper, um ein Hohlkreuz zu verhindern. Für die Seitenlage braucht es dickere Varianten, damit Schulter- und Beckenbereich ausreichend einsinken können.

Topper-Höhe Körpergewicht Schlafposition
4 - 5 cm Kinder, Unter- und Normalgewichtige Rückenlage, Bauchlage
6 - 7 cm Normalgewichtige Bauchlage, Seitenlage
8 - 9 cm Schwergewichtige Rückenlage, Bauchlage, Seitenlage
9 - 12 cm Schwer- und Übergewichtige Rückenlage, Seitenlage

Der passende Härtegrad für Topper bei Rückenschmerzen

Um gegen Rückenschmerzen zu wirken bzw. diesen vorzubeugen, muss der Topper dem ganzen Körper genügend Stabilität bieten. Aber welcher Härtegrad ist der richtige und bietet genügend Halt für das individuelle Körpergewicht? Grundsätzlich gilt hierbei: Kinder sowie Unter- und Normalgewichtige brauchen einen niedrigeren Härtegrad als kräftig gebaute Menschen oder Schwergewichtige.

Um den richtigen Härtegrad für Ihren Topper gegen Rückenschmerzen zu bestimmen, lassen Sie sich am besten von einem Betten-Spezialisten beraten. Unsere Matratzenschutz24.net Kundenberatung hilft Ihnen gern, damit Sie nie mehr mit Rückenschmerzen aufwachen müssen. Zur Orientierung haben wir eine Tabelle mit unseren Härtegrad-Empfehlungen zusammengestellt.

Härtegrad des Toppers Liegegefühl Körpergewicht
H1 sehr weich bis 60 kg
H2 weich bis mittel (hart) bis 80 kg
H3 mittelhart bis hart ab 80 kg
H4 hart ab 110 kg
H5 sehr hart ab 130 kg

Damit ein Topper gegen Rückenschmerzen wirken und gute Stützkraft bieten kann, muss er zur Matratze passen. Ihr Härtegrad ist eine wichtige Orientierung für die Eigenschaften des Toppers.

Welcher Topper passt zu welcher Matratze?

Die Funktionsweise eines Toppers ist immer auf die Matratze abgestimmt. Allein bietet er keine komfortable Liegefläche. Ein Topper ist für eine einzige Aufgabe gedacht: Er gleicht eine zu harte Matratze aus oder verbessert den Liegekomfort auf einer Matratze mit dem (annähernd) richtigen Härtegrad.

Nicht alle Matratzenarten lassen sich mit jedem Topper nutzen. Eine Kaltschaummatratze eignet sich beispielsweise überhaupt nicht. Da sie selbst einen zonierten Schaumkerns hat, würde sie in Kombination mit einem Topper ihre ergonomische Funktion verlieren. Auch Latexmatratzen sind für Topper eher ungeeignet. Federkern-Matratzen lassen sich dagegen wunderbar mit allen möglichen Topper-Arten kombinieren.

Bei der Verwendung eines Toppers muss besonders auf die Belüftung geachtet werden. Versteppte Matratzenbezüge ohne atmungsaktives Gewebe sollten Sie nicht zusammen mit einem Topper nutzen. Die Matratzenauflage behindert dann den Luftaustausch, stattdessen staut sich Feuchtigkeit an. Im Extremfall kann das zu Schimmel und Stockflecken auf der Matratze führen.

Bei der Abstimmung von Matratze und Topper hilft Ihnen eine Fachkraft vor Ort im Fachgeschäft. Beschaffenheit, Härtegrad und Höhe können dann individuell auf Ihre Bedürfnisse abgestimmt werden.

Tipp: Topper gibt es in verschiedenen Größen. Deshalb wird oft ein großer Topper genutzt, um Doppelmatratzen im Ehebett bzw. die Ritze dazwischen zu bedecken. Doch aufgepasst: Matratzen bzw. Lattenroste mit unterschiedlichen Schlafzonen sollten nicht mit demselben Topper bedeckt werden. Sonst können die Vorteile der individuellen Einstellungen verlorengehen.

Vergleich: Welche Topper sind am besten bei Rückenschmerzen?

Welcher ist der beste Topper gegen Rückenschmerzen? Diese Frage beschäftigt wahrscheinlich alle, die mit Rückenproblemen und Muskelverspannungen nach dem Schlafen zu kämpfen haben. Wir haben für Sie recherchiert und verschiedene Topper für Rückenschmerzen im Test verglichen.

  Kaltschaum-Topper Visco-Topper Gel-Topper Latex-Topper
Liegegefühl eher fest eher weich eher weich eher fest
Druckentlastung gut sehr gut sehr gut gut
Punktelastizität sehr gut sehr gut sehr gut sehr gut
Rückstellkraft gut weniger gut sehr gut sehr gut
Klima normal eher wärmer normal ausgleichend
Atmungsaktivität sehr gut gut gut sehr gut
bei Frieren beeignet? nein sehr ja ja
bei Schwitzen geeignet? sehr nein ja sehr
bei unruhigem Schlaf geeignet? sehr nein ja sehr
bei Übergewicht geeignet? sehr ja weniger gut weniger gut
bei Allergien geeignet? sehr weniger gut sehr sehr

Kaltschaum-Topper bei Rückenschmerzen

Matratzen-Topper aus Kaltschaum bzw. PUR-Schaum sind sehr beliebt. Sie sind bekannt für ihre sehr gute Atmungsaktivität und Punktelastizität. Die offenporige Materialstruktur erlaubt eine optimale Durchlüftung, sodass sich im Material selbst keine Feuchtigkeit anstauen kann. Deshalb ist dieses Material auch ideal für Allergiker*innen sowie für Menschen, die nachts leicht schwitzen.

Ein großer Vorteil von Kaltschaum ist seine hohe Anpassungsfähigkeit an den Körper und die sehr gute Druckentlastung. Das und das relativ feste Liegegefühl machen Kaltschaum-Topper ideal gegen Rückenschmerzen. Das feste Material bietet ausreichend Halt und stellt sicher, dass die Wirbelsäule gerade ausgerichtet wird. Gleichzeitig sorgt die hohe Flexibilität des Toppers dafür, dass der Rücken entlastet wird und sich die Muskeln komplett entspannen können. Wegen der hohen Stabilität wird vor allem schwergewichtigen Menschen zu Kaltschaum-Toppern geraten. Das Absinken der schweren Körperbereiche in die Matratze wird effektiv verhindert, stattdessen findet eine gleichmäßige Gewichtsverteilung über die gesamte Liegefläche statt.

Visco-Topper bei Rückenschmerzen

Topper aus Viscoschaum können ebenfalls mit vielen positiven Eigenschaften punkten. Sie sind weicher als Kaltschaum-Topper und eignen sich insbesondere für Seitenschläfer*innen, deren Konturen tiefer in die Schlafunterlage sinken müssen, um angenehm schlafen zu können. Dank der hohen Punktelastizität und der sehr guten Druckentlastung liegt es sich auf Visco-Toppern sehr bequem. Diese Eigenschaften helfen auch gegen Rückenschmerzen.

Das Material reagiert nicht auf Druck, sondern auf Körperwärme. Die Rückstellkraft ist dabei recht niedrig. Wenn Sie die Schlafposition wechseln, dauert es daher eine Weile, bis sich der Topper an die neue Lage angepasst hat. Drehen Sie sich nachts öfters hin und her, bietet Ihnen dieser Topper nicht genügend Halt und Entlastung - schlimmstenfalls können sogar Druckbelastungen auftreten.

Tipp: Wissen Sie bereits, dass Sie sich im Schlaf häufig umdrehen, greifen Sie lieber zu einem Gel-oder Kaltschaum-Topper.

Geltopper bei Rückenschmerzen

Gelschaum zeichnet sich durch viele positive Eigenschaften aus. In diesem Material wirken die Vorteile von Visco- und Kaltschaum zusammen. So bietet das Material eine sehr gute Punktelastizität. Heißt: Der Gelschaum schmiegt sich an die individuellen Körperkonturen an und trägt so zur Entlastung und Regeneration der Wirbelsäule bei. Außerdem bietet ein Gelschaum-Topper schnelle Rückstellfähigkeit, sodass er sich schnell an jede neue Schlafposition anpasst. Somit bietet Gelschaum die optimalen Voraussetzungen für gesundes und schmerzloses Durchschlafen – egal ob in Rücken-, Seiten- oder Bauchlage.

Latex-Topper bei Rückenschmerzen

Das Liegegefühl auf Latex-Toppern ist ähnlich wie bei Kaltschaum: mittelfest. Je mehr Kautschuk für den Kern verwendet wird, desto fester liegt man. Je mehr Löcher bzw. Aussparungen wiederum im Latex-Kern sind, desto flexibler ist der Topper. Schwergewichtige Menschen und alle, die eine stabile Liegefläche bevorzugen, sind mit einem Latex-Topper gut beraten. Die Löcher sorgen für eine gute Belüftung und den Feuchtigkeitstransport. Außerdem schützt das Material vor Hausstaubmilben, was diese Topper ideal für Allergiker*innen macht.

Latex-Topper helfen auch gegen Rückenschmerzen. Dafür sorgen die gute bis sehr gute Punktelastizität und das festere Liegegefühl. So erhält die Wirbelsäule Halt und Erholung in jeder Schlafposition. Gute Latex-Topper haben verschiedene Liegezonen. So wird der Körper optimal gestützt und ergonomisch ausgerichtet.

Aufgepasst: Latex-Topper gibt es in verschiedenen Ausführungen, z. B. als Klimalatex oder Naturlatex. Klimalatex ist elastisch und atmungsaktiv und fördert die Belüftung der Bettwaren. Naturlatex ist ebenfalls feuchtigkeitsabweisend (etwas weniger als Klimalatex), doch seine Vorteile liegen eindeutig in der Umweltfreundlichkeit und der höheren Punktelastizität.

Unser Urteil: Der Vergleich hat gezeigt, dass alle Topper-Arten ihre eigenen Vorteile haben. Kaltschaum-Topper sind universell einsetzbar. Nicht nur lassen sie sich mit fast jeder Matratze kombinieren. Sie sind auch optimal für höhere Gewichtsklassen geeignet. Das mittelfeste Liegegefühl bietet optimale Unterstützung für einen geraden Rücken und die hohe Punktelastizität sorgt für die Entlastung von Wirbelsäule und Bandscheiben. Eine umweltfreundliche Alternative ist ein Naturlatex-Topper. Diese Variante ist dem Kaltschaum-Topper sehr ähnlich, jedoch etwas teurer. Liegen Sie lieber weicher, raten wir Ihnen zu einem Gel-Topper. Für schwergewichtige Menschen bieten Topper aus Gelschaum jedoch nur bedingt Halt. Visco-Topper sollten nur gewählt werden, wenn Sie sicher sind, dass Sie sich im Schlaf wenig bewegen. Die verzögerte Rückstellkraft kann bei häufigem Positionswechsel im Schlaf ein unangenehmes Liegegefühl verursachen und zusätzliche Rückenschmerzen verursachen.

Rückenschmerzen durch Topper

Topper sollen zwar eigentlich für höheren bzw. verfeinerten Schlafkomfort sorgen. Trifft man jedoch die falsche Wahl, können sie Rückenschmerzen auch auslösen. Hier erfahren Sie, wann Rückenschmerzen durch Topper verursacht werden und worauf Sie achten müssen, um das zu vermeiden.

Neuer Topper: Rückenschmerzen?

Ist Ihre Matratze zu hart oder möchten Sie Ihre eigentlich gute Schlafunterlage für noch besseren Schlafkomfort optimieren, dann ist ein Topper eine gute Entscheidung. Die neue Ergänzung zum Bett muss jedoch erst einmal eingelegen werden – ganz ähnlich wie eine Matratze. So können sich die ersten Nächte auf Ihrem neuen Topper ungewohnt anfühlen. In manchen Fällen treten sogar Beschwerden wie Rückenschmerzen oder Verspannungen auf. Deshalb sollten Sie den Topper nicht sofort reklamieren. Es ist ganz normal, dass sich die neue Schlafunterlage erst einmal an Ihren Körper anpassen muss und Sie sich ebenfalls an den Topper. Sollten jedoch nach ein paar Wochen die Schmerzen nicht verschwinden, quälen Sie sich nicht und tauschen Sie den Topper um.

Topper zu weich

Ist der Topper zu weich, haben Sie das gleiche Problem wie bei einer zu weichen Matratze: Der Körper wird nicht ausreichend gestützt, die Wirbelsäule verformt sich unnatürlich und die Muskeln können sich aufgrund der Fehlhaltung verspannen. Aber nicht nur, wenn der Topper zu weich ist, können Rückenschmerzen entstehen. Auch ein zu harter Topper kann Beschwerden hervorrufen. Achten Sie unbedingt auf den Härtegrad und das Raumgewicht. Der Topper braucht genügend Tragkraft und muss dem Körper ausreichend Halt bieten, damit die Wirbelsäule ergonomisch gestützt wird – ohne Druckbelastungen oder Verkrümmungen zu erleiden.

Topper durchgelegen

Ein Topper kann die Haltbarkeit Ihrer Matratze verlängern. Sie wird weniger stark beansprucht, da die Belastung nun direkt auf den Topper wirkt. Auch der Topper hat jedoch eine begrenzte Lebensdauer. Nach einer gewissen Zeit – in der Regel nach drei bis fünf Jahren – ist ein Topper durchgelegen und sollte ausgetauscht werden. Durch regelmäßiges Umdrehen und Wenden des Toppers können Sie die Abnutzung Ihres Toppers hinauszögern. Beim Umdrehen des Toppers bleibt die Schlafoberfläche weiterhin oben, es werden nur Kopf- und Fußende vertauscht.

Beim Wenden des Toppers werden Ober- und Unterseite des Toppers gewechselt, sodass die Seite, auf der Sie normalerweise liegen, nach unten zeigt. Effektiv ist es, wenn Sie den Topper gleichzeitig umdrehen und wenden. So wird er nicht nur gleichmäßig beansprucht, das Wenden wird durch diese Vorgehensweise auch erleichtert. Legen Sie den Topper erst quer auf das Bett. Stellen Sie ihn dann auf die flache Kante, lassen Sie ihn langsam mit der anderen Seite nach unten und drehen Sie den Topper anschließend, damit er wieder korrekt auf der Matratze liegt.

Eine durchgelegene Schlafunterlage – egal, ob Matratze oder Topper – ist durch die Kuhlenbildung erkennbar. An einer bestimmten Stelle in der Liegeoberfäche, meistens in der Mitte, ist dann eine Absenkung zu erkennen. Das zeigt sich nicht nur optisch – manchmal sogar durch ausgeleiertes Material bzw. Stofffalten –, sondern ist auch spürbar. Beim Hinlegen sinken Rücken, Becken oder Hüfte spürbar tiefer als der Rest des Körpers. Dabei wird die Wirbelsäule zu weit gekrümmt und das führt auf Dauer zu Verspannungen und Schmerzen. Sobald Sie in Ihrem Topper eine Kuhle bemerken, sollten Sie sich schleunigst um Ersatz bemühen, damit Ihnen unnötige Rückenschmerzen erspart bleiben.

Indem Sie auf das passende Raumgewicht achten, können Sie das Durchliegen des Toppers verzögern. Das Raumgewicht (RG) ist eine der wichtigsten Messgrößen, um die Qualität von Matratzen und Toppern aus Schaumstoffen zu bewerten. Allgemein kann bei einem Raumgewicht von unter 40 kg/m3 eine geringere Lebensdauer erwartet werden. Hier müssen Sie schon nach wenigen Jahren mit einer Kuhlenbildung rechnen. Topper mit RG 40 oder höher sind hingegen sehr hochwertig und langlebig.

Das können Sie zusätzlich gegen Rückenschmerzen tun

Rückenschmerzen sind ein weit verbreitetes Leiden. Greifen Sie deshalb nicht sofort zu Schmerztabletten. Wenn die Rückenverspannungen regelmäßig auftreten, darf die Medikamenteneinnahme nicht zur Gewohnheit werden. Hier erfahren Sie, wie Sie Ihren Rücken am Tag und in der Nacht am besten unterstützen und Verspannungen effektiv entgegenwirken.

  • passendes Kopfkissen: Wir hatten schon erwähnt, wie wichtig das Kopfkissen für den Schlafkomfort ist. Rücken-, Seiten- und Bauchschläfer*innen wird jeweils zu anderen Kissenformen und -höhen geraten, die optimal auf die bevorzugte Liegeposition und die persönlichen Schlafgewohnheiten abgestimmt sind. Bei Rückenproblemen empfehlen sich spezielle Gesundheitskissen, die gezielt gegen Muskelverspannungen wirken bzw. diesen vorbeugen sollen. Tipps zu der Wahl des perfekten Kopfkissen finden Sie in unserem Ratgeber.

  • Lattenrost richtig einstellen: Die Eigenschaften einer Matratze können mit dem passenden Zubehör verbessert und an die individuellen Schlafbedürfnisse angepasst werden. Ein Topper ist nicht die einzige Möglichkeit, um den Liegekomfort und das Schlafklima zu optimieren. Mit dem richtigen Lattenrost können Sie die Punktelastizität und Druckentlastung der Schlafunterlage ebenfalls fördern. Achten Sie daher auf die passende Einstellung des Lattenrostes.

  • Stärkung der Rückenmuskulatur: Wir sollten unsere Wirbelsäule nicht nur im Schlaf unterstützen, sondern auch tagsüber. Viel Bewegung stärkt den Rücken und hält gesund. Nehmen Sie die Treppe anstelle des Fahrstuhls, laufen Sie zum Mittagessen in die Innenstadt, fahren Sie mit dem Fahrrad zur Arbeit oder machen Sie nach Feierabend einen Spaziergang, anstatt vor dem Fernseher zu sitzen. Das alles sind Tricks, um für mehr Bewegung zu sorgen. Darüber hinaus gibt es viele Übungen zur Stärkung der Rückenmuskulatur. Wichtig ist, dass Sie sich nie überanstrengen, um keinen Bandscheibenvorfall zu riskieren.

  • Wärmebehandlung: Wärme ist ein bewährtes Mittel gegen akute Rückenschmerzen. Ein warmes Bad kann sehr wohltuend sein. Wer keine Wanne besitzt, hat andere Möglichkeiten zu Wärmebehandlung. Wärmepflaster aus der Apotheke sind sehr beliebt, da sie auch im Stehen und bei Bewegung halten. Im Liegen oder Sitzen kann auch eine Wärmflasche, ein erwärmtes Frotteetuch oder ein Kirschkernkissen an die schmerzende Stelle gelegt werden.

  • Massagen: Halten die Rückenschmerzen länger an, haben Sie sich vielleicht eine Schonhaltung angewöhnt. So können die Muskeln leicht verkrampfen und lassen sich auch nicht leicht entspannen. Eine professionelle Massage kann die Verspannungen lösen. Damit die Schmerzen nicht erneut auftreten, muss die Ursache für die Schmerzen ausfindig gemacht und behoben werden.

Achtung: Halten die Rückenschmerzen lange an oder sind sie sehr schmerzhaft, fragen Sie Ihre Hausärztin um Rat!

Zusammenfassung: Was ist der beste Topper für Rückenschmerzen?

Rückenschmerzen sind ein Leiden, mit dem sich beinahe jeder schon einmal herumplagen musste. Morgens damit aufzuwachen, ist nicht schön und kann den gesamten Tag vermiesen. Leiden Sie wiederholt an Verspannungen und Schmerzen, kann es gut sein, dass Ihre Matratze Ihnen nicht den Komfort bietet, den Sie für einen gesunden und erholsamen Schlaf brauchen. Sie müssen nicht sofort eine neue Matratze kaufen (es sei denn, Ihre alte Matratze ist zu weich oder durchgelegen). Mit einem passenden Topper können Sie gezielt und viel preisgünstiger gegen Rückenschmerzen vorgehen. Das Gute: Topper lassen sich mit beinahe jeder Matratze kombinieren (außer Kaltschaum- und Latexmatratzen!). So schaffen Sie sich leicht Ihre individuelle Schlafoase. Unser Test, welcher der beste Topper gegen Rückenschmerzen ist, hat gezeigt, dass Kaltschaum-Topper viele positive Eigenschaften haben: Sie sind sehr punktelastisch, druckentlastend und für fast jede Schlafposition optimal. Noch dazu sind sie allergiker*innen-freundlich und aufgrund des festen Liegegefühls auch schwergewichtigen Menschen sehr zu empfehlen. Auch Gel-Topper sind eine gute Wahl, sie gleichen in ihren Eigenschaften den Kaltschaum-Toppern. Visco-Topper sind für alle geeignet, die gern etwas weicher liegen, auf der Seite schlafen und im Schlaf ruhig liegen. Wer stattdessen nachts sehr unruhig schläft, sollte eher Gel- oder Schaumstoff-Topper kaufen. Auf der Suche nach dem perfekten Topper gegen Ihre Rückenschmerzen helfen wir Ihnen gern weiter. Lassen Sie sich jetzt von unseren Expert*innen beraten!

FAQ

Ist ein Gelschaum-Topper gut für den Rücken?
Ein Gelschaum-Topper bietet sehr gute Voraussetzungen für einen gesunden Schlaf ohne Rückenschmerzen. Das Material ist sehr punktelastisch, passt sich also optimal an die Körperform an; selbst wenn Sie sich häufig hin- und herbewegen. Die Wirbelsäule wird in jeder Schlafposition optimal entlastet und unterstützt. Als Bauchschläfer*in müssen Sie jedoch aufpassen, dass Sie keinen zu niedrigen Härtegrad wählen. Ansonsten liegen Sie zu weich und können ins Hohlkreuz rutschen. Das tut dem Rücken dann ganz und gar nicht gut.
Welcher Topper bei Bandscheibenproblemen?
Visco- und Gelschaum-Topper sind ideal geeignet, da sich diese Materialien punktelastisch an die Körperkonturen anpassen und die Wirbelsäule sowohl stützen als auch entlasten. Wichtig ist, dass Schulter- und Beckenbereich gut gestützt werden, sodass die Wirbelsäule ergonomisch gesund liegt. Hochwertige Gel-Topper haben in der Regel verschiedene Liegezonen. Damit erhält der schmerzende Rücken genau die Unterstützung und Entlastung, die er braucht.
Kann ein Topper durchgelegen sein?
Auch ein Topper hat eine begrenzte Lebensdauer, je nachdem, wie stark und wie lange er genutzt wird. Durch regelmäßiges Umdrehen und Wenden können Sie die Haltbarkeit der Matratzenauflage verlängern. Schon beim Kauf sollten Sie einen Topper wählen, von dem Sie lange etwas haben. Das Raumgewicht gilt hier als Qualitätsmerkmal. Empfehlenswert ist ein Raumgewicht von mehr als 40 g/m3.
Kann ein Topper Rückenschmerzen verursachen?
Auch ein Topper kann unter bestimmten Umständen Rückenschmerzen verursachen. Es funktioniert z. B. nicht, eine zu weiche Matratze mit einem harten Topper auszugleichen. Die Matratzenauflage wird in die Kuhle einsinken und schlimmstenfalls kommt es neben der verformten Wirbelsäule noch zu Druckbelastungen. Ein zu weicher Topper, beispielsweise im falschen Härtegrad oder in der falschen Höhe, kann ebenfalls Verspannungen verursachen, da der Körper hier zu stark einsinkt und keinen Halt hat. Außerdem haben auch Topper nur eine begrenzte Lebensdauer. Nach einigen Jahren kommt es zur Kuhlenbildung – dann wird es höchste Zeit für einen neuen!