Wie viele Stunden Schlaf brauche ich?

16.05.2014 07:15  Von:: Oliver

Ratgeber zur Nachtruhe: Wie viel Schlaf brauche ich?

Zu wenig Schlaf ist ungesund und kann auf lange Sicht schwerwiegende Folgen haben. Doch neuere Studien zeigen, dass auch zu viel Schlaf schaden kann. Nach wie vielen Stunden Schlaf ist ein erwachsener Mensch denn nun optimal ausgeruht – und weshalb?

„Nur noch 10 Minuten… .“

Gerade nach einem angenehmen Wochenende fällt das Aufstehen schwer. Doch während Schlafmangel zu Müdigkeit führen kann, ist auch zu viel Schlaf schädlich für das morgendliche Wohlbefinden beim Aufstehen. Laut Schlafforschern der Universität Regensburg kommt es immer auf das richtige Gleichgewicht zwischen Schlafen und Wachen an.

Langschläfer, aufgepasst: Zu langes Schlafen ist schlecht für die Gesundheit!

Auch wenn viele Morgenmüffel es nicht glauben möchten: Zu viel Schlaf ist mindestens genau so gefährlich, wie ein Schlafdefizit. Der Regensburger Wissenschaftler Jürgen Zulley findet klare Worte: „Bei Langschläfern ist das Krankheitsrisiko und die Sterberate deutlich erhöht.“ Das bestätigen auch Studien aus den USA und Großbritannien – die Gründe dafür konnten die Forscher jedoch bisher nicht eindeutig klären. Schlafforscher beschäftigen sich seit geraumer Zeit mit dem nächtlichen Ruhezustand und kommen immer wieder zu dem Ergebnis: So ruhig, wie der Schlaf wirkt, ist er gar nicht. Im Gegenteil: Körper und Gehirn laufen in vielen Schlafphasen auf Hochtouren. Erinnerungen werden verarbeitet, Organe regenerieren und auch die Wundheilung beschleunigt sich während wir scheinbar tatenlos ruhen.

Wie viele Stunden sind optimal?

Auf die Frage, wie viele Stunden Schlaf ein erwachsener Mensch pro Nacht benötigt, gibt es nur eine denkbar einfache Antwort: Ist man, abgesehen von dem hormonell bedingten Mittagstief, den ganzen tag fit und leistungsfähig, hat man auch genug geschlafen. Die Qualität des Schlafes lässt sich also am besten daran erkennen, wie wir uns tagsüber fühlen. Wie viele Stunden dafür notwendig sind, unterscheidet sich individuell von Person zu Person stark. Auch die Macht der Gewohnheit spielt hier eine entscheidende Rolle.

Sieben Stunden bilden den deutschen Durchschnitt

Die meisten Menschen kommen mit einer Schlafphase zwischen sechs und acht Stunden am besten zurecht. Dies ist jedoch auch abhängig vom Alter. Während ältere Menschen und kleine Kinder in den frühen Morgenstunden bereits fit sind, starten Jugendliche generell später in den Tag. Die durchschnittliche Schlafdauer beträgt in Deutschland etwa sieben Stunden – eine Abweichung von zwei Stunden mehr oder weniger ist laut der Schlafforscher jedoch vollkommen normal. Wer deutlich von diesen Werten abweicht oder andere Schlafstörungen zu beklagen hat, sollte sich von einem Arzt beraten lassen.


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