Wie schützt man die Matratze bei Inkontinenz am besten?

Wie schützt man die Matratze bei Inkontinenz am besten?

Wenn Menschen im fortgerittenen Alter oder auch bei einer Erkrankung das Bett hüten müssen, ist eine besonders bequeme Matratze unabdingbar. Denn zu langes Liegen kann durchaus zu Verspannungen oder gar schmerzhaften Druckstellen führen. Darüber hinaus kann es bei kranken und älteren Menschen zeitweise oder auch langfristig zu einer Inkontinenz kommen, bei denen die meisten von ihnen gerade im eigenen Bett eine große Unsicherheit verspüren. Doch wie schützt man die Matratze bei Inkontinenz am besten?

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Welche besonderen Belastungen für eine Matratze bei Inkontinenz auftreten

Zunächst einmal kann es bereits durch eine krankheitsbedingte Bettlägerigkeit dazu führen, dass die hochwertige Matratze enormen Belastungen ausgesetzt ist. Das zeigt sich vor allem durch den dauerhaften Druck gegen den Lattenrost oder auch durch permanente Reibepunkte am Bettgestell, da sich ja der Patient die meiste Zeit liegend im Bett aufhält.

Darüber hinaus ist es aber die Inkontinenz selbst, die der Matratze großen Schaden zuführen kann. Denn diese Erkrankung bringt es mit sich, dass der Patient große Mengen an Flüssigkeit verliert, was er selbst nicht steuern kann. Für die Liegefläche bedeutet dies also, das nicht nur durch Körperwärme entstandene Feuchtigkeit durch das textile Gewebe bis in den Matratzenkern eindringen kann, sondern auch Urin.

  • Durch die langen Zeiten des Liegens, wie das im Falle einer Bettlägerigkeit gegeben ist, wird die Matratze einer ständigen Belastung durch Druck und Reibung ausgesetzt -> daraus resultiert eine erhöhte Abnutzung des textilen Gewebes im Bereich des Lattenrostes und des Bettrahmens.
  • Aufgrund der Inkontinenz können ohne entsprechenden Schutz große Mengen an Flüssigkeit, wie zum Beispiel Urin durch das textile Gewebe der Matratze bis zu ihrem Kern vordringen -> daraus resultiert ein nasses, schlecht trocknendes Gewebe, welches zur Bildung von Stock- und Schimmelflecken führt und eine hohe Gefahr der Ansiedlung von Bakterien und anderen Krankheitserregern mit sich bringt.

So schützt man die Matratze bei Inkontinenz am besten

Um eine hochwertige Matratze effektiv vor den Auswirkungen einer Inkontinenz zu schützen, hilft nur ein spezieller Matratzenschutz. Diesen gibt es für diese besonderen Situationen in Form von Auflagen oder auch Bezügen, welche wasserundurchlässig und trotzdem atmungsaktiv genug sind, um eine gesunde Luftzirkulation und somit ein hygienisches Bettklima zu gewährleisten.

Matratzenschutz bei Inkontinenz sollte folgende Merkmale aufweisen:

  • zu 100% wasserundurchlässig
  • atmungsaktiv
  • saugfähig
  • abnehmbar
  • waschbar (auch bei hohen Temperaturen)
  • desinfizierbar
  • schwer entflammbar nach BS 7175
  • resistent gegen Fette, Urin und Blut sowie Desinfektionsmittel
  • abwischbar

Welche Arten von Matratzenschutz gibt es bei Inkontinenz?

Sowohl in der professionellen als auch in der häuslichen Pflege werden bei Inkontinenz bevorzugt wasserundurchlässige Matratzenauflagen und wasserdichte Matratzenbezüge verwendet. Diese sind leicht zu handhaben und pflegeleicht. Sie bestehen aus ein einem saugfähigen Polyesterdoppeltuch, welches mit einer Polyurethanbeschichtung versehen wurde. Dadurch sind sie gleichzeitig saugfähig genug, um auch größere Mengen an Flüssigkeiten aufzunehmen, ohne dass diese an die Matratze gelangen können und atmungsaktiv genug, um das Bettklima ungefährlich für den Patienten zu belassen.

Darüber hinaus macht es gerade die Polyurethanbeschichtung möglich, dass man bei kleineren Verunreinigungen zwischendrin schnell mit einem feuchten Tuch oder einem Desinfektionsmittel darüber wischen kann.

Wo liegen die Unterschiede von Auflage und Bezug

 

Wasserdichte Auflage 

  • Wird mittels Eckgummis befestigt 
  • Matratze ist nur an der Oberseite vor Flüssigkeiten geschützt
  • Polyurethanbeschichtung befindet sich an der Unterseite der Auflage  
  • Auf der Liegefläche abwischbar

 

Inkontinenzbezug

  • Umschließt die gesamte Matratze und wird mittels rundumverlaufenden Reißverschluss geschlossen
  • Matratze wird an allen Seiten vor Flüssigkeiten geschützt
  • Polyurethanbeschichtung befindet sich außen, also an der sichtbaren Seite des Bezuges
  • Auf der Liegefläche nicht abwischbar

Bei allen anderen Merkmalen kann man keine Unterschiede bei diesen beiden Arten des Matratzenschutzes bei Inkontinenz feststellen. Beide Arten sind also atmungsaktiv, wasserundurchlässig, abwischbar, desinfizierbar, waschbar und saugfähig. Darüber hinaus sind beide resistent gegen Fette, Urin, Blut und Desinfektionsmitteln.

Bei der Wahl des entsprechenden Matratzenschutzes bei Inkontinenz ist es in beiden Fällen aber unabdingbar, dass Sie den Schutz entsprechend der Matratzengröße auswählen. Denn auch bergen Größenabweichungen ungewollte Gefahren. Eine zu kleine Auflage schützt nicht die gesamte Oberfläche der Matratze, so dass Urin trotzdem in die Liegefläche eindringen kann. Im Falle eines Bezuges kann dieser in zu kleiner Größe indes gar nicht erst aufgebracht werden. Hingegen erzeugt eine zu große Auflage den Effekt, dass ihre Ränder über die Matratze hinausragen, geringe Mengen Flüssigkeit aber daran hinunterlaufen können und schlussendlich ebenso in die Matratze eindringen können. Zudem kann es bei unruhigen Schläfern dazu führen, dass die gesamte Auflage verrutscht, da die Eckgummis nicht passend zu den Matratzenecken befindlich sind und somit zu wenig Halt für die wasserundurchlässige Auflage gegeben ist.

Bei einem zu großen Bezug aber kommt es unter Umständen zu unschönen Erhebungen, die dann den Liegekomfort verringern und dem Patienten zusätzliche Druckstellen bescheren.

Pflege von Matratzenschutz bei Inkontinenz

Während man im Normalfall einen Matratzenschutz nur in größeren Abständen reinigen braucht, muss man bei wasserundurchlässigen Auflagen oder auch Inkontinenzbezügen häufiger und vor allem regelmäßig für eine entsprechende Reinigung sorgen.

Während man den Inkontinenzbezug durch seinen speziellen Aufbau zwischendrin auch schnell mit einem in Desinfektionsmittel getränktem Tuch abwischen kann, muss man die wasserdichte Auflage abnehmen und jederzeit waschen.

Waschbar sind aber beide Ausführungen auch bei hohen Temperaturen, bis zu 95°C, damit nicht nur Krankheitserreger und Keime, sondern auch hartnäckige Verschmutzungen und üble Gerüche gründlich entfernt werden können.

Durch die Polyurethanbeschichtung sollte im Normalfall auf die Behandlung im Trockner verzichtet werden. Wenn überhaupt sollte man hier bei dem Bezug maximal eine sehr geringe Temperatur wählen. Empfehlenswerter ist hier eine Trocknung an der frischen Luft.

Fazit

Matratzenschutz bei Inkontinenz ist nicht nur hilfreich für die Langlebigkeit der Matratze selbst, sondern er erleichtert durchaus die Arbeit der pflegenden Person. Denn diese sind schnell und einfach in jeder haushaltsüblichen Waschmaschine bei hohen Temperaturen zu reinigen. So lassen sich zudem Stock- und Schimmelflecken verhindern und die schlechten Gerüche bestimmen nicht mehr den Alltag im Krankenzimmer.

Durch die Verwendung von wasserdichten Auflagen oder Bezügen verringert sich das Risiko, auf ein gesundes Bettklima verzichten zu müssen. Darüber hinaus wird der Schlafkomfort selbst in keiner Weise gemindert, stattdessen bietet ein solcher Matratzenschutz die Sicherheit, die jeder für sich und für seine Qualitätsmatratze beanspruchen möchte.